Start Blog Seite 49

Prof. Dr. Oliver Stoll: Bewegungsvorstellungstraining – Klassisches mentales Training oder eher die PETTLEP-Methode?

Das mentale Training nach Eberspächer (2007) stellt eine Möglichkeit dar, kognitive Fertigkeiten zu entwickeln, die das Erlernen, Verändern und Verbessern von Bewegungsvorstellungen unterstützen sollen. Neben diesem klassischen Ansatz gewinnt in der angewandten Sportpsychologie die PETTLEP-Methode, die in Teilen widersprüchlich zu Ebersprächers Methodik steht, an Verbreitung. Wenden wir uns beiden Denkweisen des Bewegungsvorstellungstrainings einmal genauer zu.

Zum Thema: Zwei Ansätze für das Bewegungsvorstellungstraining

Die drei Formen des klassischen Ansatzes des Mentalen Trainings nach Eberspächer sind das subvokale Training, das verdeckte Wahrnehmungstraining und das ideomotorische Training. Diese drei Formen bauen aufeinander auf und dienen unterschiedlichen Zwecken. Das subvokale Training wird häufig zum Einstieg in das Mentale Training genutzt, um eine erste Vorstellung der Bewegung zu erzeugen. Hierbei wird der zu trainierende Bewegungsablauf erst möglichst detailliert (zumeist schriftlich) dargestellt und anschließend im Selbstgespräch verinnerlicht und vergegenwärtigt. Darauf aufbauend kann das verdeckte Wahrnehmungstraining praktiziert werden. Es ist vergleichbar mit einer Videoaufzeichnung oder Beobachtung der eigenen Bewegung, die vor dem inneren Auge abgespielt wird. Nach Eberspächer sollte das ideomotorische Training immer als das „finale Ziel“ und somit als „die Krone des mentalen Trainings“ angestrebt werden. Der Athlet soll sich die Bewegung aus der Innenperspektive visuell und kinästhetisch so lebhaft wie möglich vorstellen. 

Laut Definition kommt es beim mentalen Training darauf an, sich sportliche Handlungen planmäßig wiederholt und bewusst vorzustellen, ohne sie praktisch auszuführen. Eberspächer bestimmt vier Voraussetzungen für ein möglichst effektives mentales Training. Es sollte in einem entspannten Zustand stattfinden, damit die Konzentration oder der Fokus auf die Bewegung gelegt werden kann und es zu möglichst wenig ablenkenden Gedanken kommt. Es sind Eigenerfahrungen nötig, da man sich eine Bewegung nicht vorstellen kann, die man noch nie ausgeführt hat. Das mentale Training sollte an die Eigenperspektive anknüpfen. Damit ist gemeint, dass es sich an den eigenen Fähigkeiten orientieren sollte und es keinen Sinn macht, sich eine Bewegung in Perfektion vorzustellen, man selbst aber nicht die Fähigkeit besitzt, diese auszuführen. 

Der PETTLEP-Ansatz

Schlussendlich sollte die Vorstellung so lebhaft wie möglich sein, da durch eine lebendige Vorstellung entsprechende körperliche Reaktionen ausgelöst werden können, die förderlich für die Effektivität wirken sollen. Eine Alternative zum mentalen Training nach Eberspächer ist der PETTLEP-Ansatz, der schon vor einigen Jahren von Holmes und Collins (2001) vorgestellt wurde. Dieser Ansatz postuliert, teils widersprüchlich zu Eberspächer, dass mentales Training in mindestens sieben Faktoren mit der tatsächlichen Bewegungsausführung übereinstimmen sollte, um dessen Wirkung zu optimieren. PETTLEP steht für die Begriffe „physical, environment, timing, task, learning, emotion und perspective“. 

Physical ist zu verstehen als die körperliche Anspannung während der Ausführung des mentalen Trainings. Während Eberspächer für Entspannung plädiert, sind Holmes und Collins der Meinung, dass körperliche Anspannung oder sogar das Ausüben von Bewegungen oder Trockenübungen das mentale Training unterstützen. Environment bezieht sich darauf, dass man sich eine spezifische Bewegungsausführung in einer bestimmten Umgebung, einem definierten Kontext vorstellen soll. Timing erklärt sich durch die Geschwindigkeit, in der die Vorstellung abläuft, wie lang die Gesamtbewegung dauert und wie die Handlungsphasen relativ zueinander stehen. Task und Learning sind vergleichbar mit der Eigenperspektive nach Eberspächer. Die Vorstellung sollte sich auf eine bestimmte zu absolvierende Aufgabe beziehen und deren Inhalt ist dabei dem Lernfortschritt anzupassen. Der Einbezug von einem bestimmten emotionalen Tonus und Empfindungen in die Vorstellung hat zur Folge, dass diese mit mehr, komplexeren Informationen abgespeichert werden und dementsprechend auch stabiler gegen äußere Einflüsse sind. Und Perspective ist zu vergleichen mit Eberspächers Ideomotorischem Training. Die Vorstellung sollte der eigenen Wahrnehmung der Situation durch die Sinnesorgane der realen Situation möglichst nahe kommen. 

Praxisrelevanter Fortschritt

Aus einer eher angewandten Perspektive kann der hier vorgestellte PETTLEP-Ansatz das Methodenspektrum des praktisch arbeitenden Sportpsychologen erweitern. In Ansätzen wird das in einigen Sportarten auch schon umgesetzt. Hierzu ein Videobeispiel des Kanu-Slalom-Athleten Leon Hanika, der den PETTLEP-Ansatz im Startbereich umsetzt:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen
Mehr zu sportpsychologischen Werkzeugen gibt es auf die-sportpsychologen.de ab Oktober 2022

Insbesondere eine sportartspezifische Anpassung (vor allen Dingen an technisch-kompositorische Sportarten) könnte einen Fortschritt im Bereich des sportpsychologischen Trainings darstellen.

Mehr zum Thema:

Literatur

Eberspächer, H. (2007). Mentales Training: Das Handbuch für Trainer und Sportler. München: Copress Verlag.Holmes, P. S. & Collins, D. J. (2001). The PETTLEP Approach to Motor Imagery: A Functional EquivalenceModel for Sport Psychologists. Journal of Applied Sport Psychology, 13 (1), 60 – 83.

Views: 1857

Frage und Antwort: Habe ich eine mentale Blockade?

Immer mal wieder sind wir Sportpsychologen in der Praxis mit Fragen konfrontiert, die über unseren eigentlichen Handlungsbereich hinausgehen. In solchen Fällen nutzen wir unser persönliches Netzwerk und unsere Position in den Teams und Verbänden, um beispielsweise Kontakt zu Fachkollegen im Staff oder medizinischen Bereich zu suchen. Im Fokus steht für uns dabei immer der Athlet und die Athletin.   

Zum Thema: Umgang mit mentalen Blockaden

In der Rubrik “Du fragst, wir antworten” hat uns eine Anfrage einer Karateka erreicht, die folgende Problematik schilderte: “Ich kann meine Muskeln nicht anspannen. Ich kann gerade so etwas Spannung halten, wenn ich dazu gezwungen werde (z.B. bei einem Handstand). Allerdings verliere ich diese Spannung komplett, wenn ich ausatme. Niemand könnte mir bis jetzt helfen und ich verzweifle an dem Gedanken in meinem Hobby nicht voranzukommen, weil mir diese Fähigkeit fehlt. Die Frage: Habe ich eine Blockade? Wie lässt sich so ein Problem lösen?”

Ein klassisches sportpsychologisches Thema ist die Problematik der Sportlerin vielleicht nicht, dennoch haben sich Björn Korfmacher (zum Profil) und Katharina Petereit (zum Profil) der Frage angenommen:

Die Frage: Habe ich eine mentale Blockade?

Björn Korfmacher

Antwort von: Björn Korfmacher (zum Profil)

Mein erster Gedanke dazu ist, dass es sich möglicherweise eher um ein physisches als um ein psychisches Problem handelt. Nichtsdestotrotz könnten möglicherweise auch Konzentrationsprobleme dahinter stecken – sprich die fehlende Fähigkeit, die Kraft und Anspannung gezielt in einen Muskel zu lenken und dort zu halten. In diesem Fall könnte progressive Muskelentspannung helfen. Dabei werden gezielt einzelne Körperteile wechselweise angespannt und wieder gelockert. So trainierst du das Muskelsystem und gleichzeitig Konzentration und Fokussierung. Darüber hinaus solltest du es natürlich auch mit isolierten Kraftübungen versuchen. Gehe zum Beispiel in die Liegestützausgangsposition (Vierfüßlerstand) und halte erstmal diese Position, ohne eine Liegestütze auszuführen. So trainierst du, die Spannung zu halten. Mit der Zeit kannst du dann mehr und mehr in die richtigen Liegestütze gehen und allmählich Kraft aufbauen.

Katharina Petereit

Antwort von: Katharina Petereit (zum Profil)

Dem ersten Gedanken von Björn würde ich mich anschließen – es könnte sich auch um eine physische Ursache handeln. Die Idee, progressive Muskelrelaxation durchführen, empfinde ich als eine sehr gute Möglichkeit, deinen Körper besser kennenzulernen und zu spüren, was An- und Entspannung in Kombination mit deiner Atmung überhaupt bedeuten.  

Zudem könnten dich Übungen zur Körperwahrnehmung (z.B. “Body Scan”) dabei unterstützen, dein Bewegungsgefühl zu verbessern, Körpersignale zu erkennen und damit ggf. deine Muskelaktivität zu erhöhen. Des Weiteren könntest du (vielleicht mit Unterstützung deines Trainers/deiner Trainerin) überlegen, welche deiner Körperteile eher stark und eher schwach sind und diese anschließend gezielt trainieren. Das wäre dann die physische Grundlage, die für eine solche Schnellkraftsportart wie Karate relevant ist. Ich denke, dass dich die Kombination aus gezieltem physischen Training und weiteren Aspekten wie Körperwahrnehmung, Atemtechniken und das bewusste Erleben von An- und Entspannung unterstützen könnte.

Deine Frage?

Wir von Die Sportpsychologen sind für dich da. Und weil wir wissen, dass manchmal eine kleine Schwelle im Weg steht, Kontakt zu einem “Psychologen”, einer “Psychologin” oder einer/einem “MentaltrainerIn” zu suchen, machen wir einen Schritt auf dich zu. Wenn du also auch eine Frage an uns loswerden möchtest, dann nutz dafür das folgende Formular.

    Wichtig zu wissen: Manche Fragen und deren Antworten veröffentlichen wir nicht. Wir treten dann mit den jeweiligen FragestellerInnen persönlich in Kontakt. Dies behalten wir uns für Fälle vor, in denen die Anonymität nicht gewährleistet werden kann oder das angestoßene Thema besser im geschützten Raum besprochen wird. Zudem gilt: Unsere Antworten können nicht mehr als Anstösse liefern. Anstösse, von denen du als Leser oder Leserin ableiten kannst, wie wir von Die Sportpsychologen ticken und was wir so machen.

    Mehr zum Thema:

    Views: 222

    Maria Senz: Das mentale Beachvolleyball ABC, Teil 3

    Beachvolleyball gibt mir als Freizeitsportlerin eine ganze Menge: Nicht nur die großen physischen “Ions”, also Mobilisation und Stabilisation. Warum denke ich gerade an die exzessive Krabbenbewegung, egal… Für mich hat es auch viel mit Teamwork und -findung zu tun – nutze den Partner in jeder Situation und egal auf welchem Spielniveau du unterwegs bist, schätze deinen Mitspieler für das, was er bereits mitbringt! Im Sinne einer Selbsterfahrung finde ich es auch immer wieder beeindruckend, wie oft sich die einfache Formel bestätigt: Mental stabil ist (mindestens) halb gewonnen. Manchmal gilt sogar: Flach spielen, hoch gewinnen! Zu schätzen weiß ich auch, dass Draußen Sein mit Freude & Freunden zu genießen. Und nicht zuletzt profitiere ich auch von dem vielen Sand für zu Hause und das stetig genutzte Sonnencréme-Abo. Kurz gesagt: Ich liebe diesen Sport!

    Zum Thema: Beachvolleyball ABC, Von R wie Ruhe bis H wie Hangtime 

    R für Ruhe

    Auf und neben dem Beachvolleyballfeld gibt es eine enorme Geräuschkulisse. Da ist Musik aus den Boxen, Applaus und Kommentare aus dem Publikum, die Trillerpfeife des Schiedsrichters, Zurufe des Mitspielers, das Geschrei der Emotionen und Wind, der den Sand und dein Haar durchwirbelt, die Linien verweht, das Netz ausbeult und wie eine Sirene durch die Flaggen heult. All das erzeugt Aufregung, Adrenalin und Durcheinander. Umso wichtiger ist es, in dieser Situation bei dir zu bleiben und genau das Maß an Ruhe zu etablieren, dass dich mit Konzentration und Fokus deinen Beachvolleyball abrufen lässt. Ausblenden und Abschalten der hinderlichen Nebengeräusche durch Herunterfahren deines Hörsinns und Hochfahren eines anderen Sinns, der dich beruhigt – siehe F oder M.

    S für Sonnenschein

    Mit Beachvolleyball verbindet sich meist Sonne, Strand, Meer und Wind. Elemente, die Urlaubsstimmung, Erholung und gute Laune in sich tragen. Sonne strahlt Helligkeit und Wärme aus, die uns Menschen von Natur aus positiv stimmt. Somit ist unser mentales Gemüt schon mal durch ein positives Grundrauschen stabilisiert. Mach dir dieses Grundrauschen bewusst und tanke dich bei jeder Gelegenheit mit Sonne auf. Nutze sie als Energiequelle: spür die Wärme auf deinem Körper und setze sie in Beweglichkeit um (siehe B), atme sie ein und lass sie aus dir heraus strahlen, so dass der Gegner entsprechend geblendet und handlungsunfähig wird. Und wenn die Sonne mal am Himmel nur verdeckt scheint, dann nutz den Beachvolleyball. Eine bekannte Marke lässt diesen wie eine Sonne am Himmel erscheinen.  

    T für Trickkiste

    Die eigene Trickkiste mit ans Spielfeld zu bringen, ist Gold wert. Wenn nichts mehr geht, zieh den Joker. Er ermöglicht dir, mit Spaß und Witz spontane Aktionen und überrascht nicht nur dich, sondern auch deinen Gegner. Zum Beispiel im entscheidenden Augenblick die Seitenlinie so zu verschieben, dass der Ball zu deinen Gunsten In oder Out ist. Bei Fragen dazu wende dich gerne an die Joker-Expertin Kira Walkenhorst. Oder strecke reflexartig Körperteile, wie Fuß, Arm oder Kopf, dem Ball entgegen und lande damit einen Überraschungs-Konter im gegnerischen Sand. Bei Fragen hierzu wende dich gerne an die Joker-Expertin Melanie Gernert. Alles ist möglich und beginnt mit dem Glauben daran – siehe G. 

    U für Umarmen

    Eine Umarmung ist etwas ganz Besonderes. Als Team bildet ihr eine Einheit und tretet gemeinsam in den Sand. Umarmungen verbinden, geben Sicherheit und stärken das haptische Gefühl für “gemeinsam sind wir stark und schaffen das, was wir uns vorgenommen haben”. Im Beachvolleyball gibt es viele Gelegenheiten für Umarmungen – beim Einlaufen aufs Feld, nach jedem Spielzug, in den Auszeiten, in der Reset Time (siehe N) oder nach Abpfiff. Nutzt diese Gelegenheiten, euch als Team groß zu machen, um damit Souveränität auszustrahlen. 

    V für Vertrauen

    Vertrauen beginnt bei dir – in dich und deine Fähigkeiten, die jederzeit vorhanden sind, auch wenn sie während einer Flaute auf dem Feld blockiert scheinen. Das sogenannte Selbstvertrauen und das Wissen, dass nach dem Regen Sonnenschein kommt, ist essentiell, um deine Blockade zu lösen. Ein weiteres wertvolles Vertrauen in der Situation ist das Vertrauen in den Spielpartner. Gegenseitiges Vertrauen stabilisiert euer Auftreten und eure Aktionen. Zum Beispiel nimmt die Leistung eines Spielers ab, leidet meist die Kommunikation. Der andere Spieler springt ein, gleicht aus und das quasi durch blindes Vertrauen, als Antwort auf die wortlosen Signale.

    W für Wachstum

    Wachstum ist ein Prozess aus Beständigkeit, Ergänzung und Loslassen: sich von Spiel zu Spiel zu hangeln und dabei Eindrücke, Erlebnisse, Erkenntnisse, Erlerntes zu verstetigen, zu ergänzen und/oder loszulassen. In jedem Spiel gewinnst und verlierst du. Eine Erfahrung, die dich prägt und formt. Wenn du dieses Wachstum zulässt, wird deine Beachvolleyballkarriere ein Kinderspiel.

    X für x-beliebig

    x-beliebig steht für umgangssprachlich „Mir doch egal!“. Wie wäre es, wenn du diese Einstellung als deine Fehlerkultur während des Spiels etablierst? Pack all deine Fehler vorerst in die Schublade x-beliebig und mach sie damit bedeutungslos. Wenn du zu einem späteren Zeitpunkt dein Spiel auswertest, kannst du diese Schublade wieder öffnen und jeden Fehler ausführlich analysieren, um dich weiterzubringen.

    Y für y-förmig

    Die Körperhaltung, die sich einstellt, wenn du deine Arme nach oben reißt und dich über jeden Punkt freust, sieht aus wie ein Y. Wenn du dazu noch eine innere Bestätigung fühlst, dann ist es ein Yes, ein Ja zu dir selbst. Bring diese Pose und das gedankliche Yes häufig zum Einsatz, um dich innerlich zu stabilisieren und zu stärken, so dass auch bei Niederlagen ein Yes, you can zum Vorschein kommt. 

    Z für Zünden

    Zünde deine Rakete und bring alles in den Sand, was dein Beachvolleyballherz, -verstand und -können parat haben. Spiel dich on fire und zeig, was in dir steckt. Es ist dein Sport, deine Leidenschaft und deine Motivation, die dich Schritt für Schritt durch den Sand jagen und Punkt für Punkt einsammeln lassen. This is Beachvolleyball…

    Dieses ABC ist typenabhängig und kann dir Anregungen für deinen Sportlergeist geben oder lässt dich ein eigenes Alphabet entwerfen. Meine Kollegen (zur Übersicht) und ich (zum Profil von Maria Senz) unterstützen dich gerne dabei. Denn all das und vieles mehr kannst du durch mentales Training ermöglichen. Viel Spaß beim Ausprobieren.

    Teil 1: https://www.die-sportpsychologen.de/2022/06/maria-senz-das-mentale-beachvolleyball-abc-teil-1/

    Teil 2: https://www.die-sportpsychologen.de/2022/06/maria-senz-das-mentale-beachvolleyball-abc-teil-2/

    Mehr zum Thema:

    Views: 83

    Johanna Constantini: Vom Boxsack in der Stallgasse 

    Erst vor kurzer Zeit schaffte es ein Turnierreiter in die Schlagzeilen. Und das nicht dank herausragender Erfolge, sondern vielmehr wegen höchst unsportlicher Verhaltensweisen. Schläge auf sein Pferd während einer Veranstaltung, mitten im Springparcours, zogen erst die Veröffentlichung jener Verhaltensweisen und sogleich auch den Shitstorm im Netz nach sich. Auch sportliche Konsequenzen folgten. Zurecht. Ohne jegliche Diskussion. Und doch sollte diese Tat nicht ohne weitere Diskussionen bleiben. Schließlich finden derlei Unsportlichkeiten nicht nur während öffentlichen Veranstaltungen statt. Vielmehr stellen sie dort eher die Ausnahme dar. Und doch kommt es vor, dass Pferde unsportliches Verhalten erdulden müssen. 

    Zum Thema: Emotionsregulation als wichtigste Strategie im Pferdesport

    Meist hinter verschlossenen Hallen- oder Stalltüren, auf Plätzen abseits des Wettkampfgeschehens. Jene Personen, die sich derart unsportlich verhalten, stehen zwar einer Mehrzahl an Pferdemenschen gegenüber, deren Pferden als wichtigster Partner Wertschätzung entgegengebracht wird. Und doch ist nur ein Reiter, der sein Pferd unfair oder gar körperlich gewalttätig behandelt genau einer zu viel.

    Meist gründet dieses Verhalten auch nicht alleine in ungehorsamem Verhaltensweisen des Pferdes. Vielmehr lässt es sich auf die eigenen Unzulänglichkeiten zurückführen. Bewusst oder unbewusst. 

    Belastende Themen

    Die Motive dabei sind vielfältig. Private Probleme, finanzielle Sorgen, Ängste, Ärger. Auf den Pferdesport bezogen oder von anderer Seite rührend. Themen, die den Menschen belasten können. Themen, die den Sportler belasten mögen. Über alle Sportarten hinweg. 

    Der Unterschied im Pferdesport jedoch liegt darin, einen Unterschied machen zu müssen. Der Pferde wegen. Nämlich dann, wenn jene negativen Gefühle Überhand zu nehmen drohen. Sie viel früher bewusst zu machen, sie andernorts zu kanalisieren und auszulassen. Dabei darf es nicht darum gehen, Gefühle zu unterdrücken – zumindest nicht langfristig. Ärger Luft zu machen stellt eine wichtige Strategie im Umgang mit negativen Gefühlen und damit im Erhalt der Gesundheit dar. Ob dies in Form eines lauten Aufschreis passieren mag oder auch, indem exzessiv in einen Boxsack in der Stallgasse getrommelt wird. Wie es auch beliebt, der Sportpartner Pferd sollte davon am wenigsten spüren müssen. 

    Verantwortung übernehmen – Strategien präventiv erarbeiten

    Auch im Pferdesport schwingen verschiedene Emotionen, viele Gefühlszustände mit. Jene Empfindungen sind zutiefst menschlich und niemals zur Gänze wegzudenken, noch wegzuspüren. Doch muss die Verantwortung für das Lebewesen, das zudem nie darum gebeten hat, es zu bereiten, immer an erster Stelle stehen. Vor jedem Zorn, jeder Ungeduld und jedem Ärger. Und wenn er sich doch breit zu machen droht, gilt es STOP zu sagen. Womöglich gar abzusteigen. Um in einem nächsten Schritt individuelle Strategien festzulegen, um negativen Gefühlen abseits des Sattels Luft machen zu können. 

    Möglichkeiten, um Emotionen zu regulieren… 

    • realistische Ziele setzen, Ziele regelmäßig hinterfragen
    • Ziele auf verschiedene Pferde abstimmen
    • Möglichkeiten schaffen, um Dampf abzulassen (Heuballen, Boxsäcke, etc.)
    • Aufschreiben, was belastet 
    • Atemübungen praktizieren
    • Vertrauenspersonen einbinden
    • Erfolge bewusst machen (und täglich niederschreiben),

    um nicht zuletzt,

    • das Pferd als wichtigsten und wertvollsten Partner auf dem Weg zu sportlichen und menschlichen Erfolgen zu betrachten.

    Hinweis: Wir von Die Sportpsychologen helfen euch gern. Nehmt Kontakt zu uns (zur Übersicht) oder direkt zur Autorin Johanna Constantini (zur Profilseite von Johanna) auf.

    Mehr zum Thema:

    Views: 62

    Thorsten Loch: Das Theater des Bewusstseins

    Sprechen wir von Bewusstsein, so kann jeder etwas dazu sagen, weil dieses sonderbare etwas uns sehr vertraut und bekannt ist. Doch gleichzeitig ist es ein höchst geheimnisvolles Phänomen. Wir alle wissen, was es heißt, wach und bewusst zu sein. Ein kleines Beispiel: die Worte welche sie gerade lesen sind Ihnen bewusst, möglicherweise auch die sensorischen Signale aus der Peripherie – sprich der unbequeme Stuhl auf dem sie gerade sitzen – oder aber sie nehmen die Hintergrundgeräusche von dem Küchenradio oder vom Nachbartisch wahr. Dennoch haben wir trotz jahrhundertelanger Spekulationen von Philosophen und in jüngerer Zeit Neurowissenschaftlern noch immer keine Vorstellung davon, was Bewusstsein tatsächlich ist oder wie das Gehirn es erzeugt.

    Zum Thema: Das Phänomen Bewusstsein und wir im Sport darüber wissen sollten

    Wir erleben uns und die Welt als einen ständigen Fluss von Gedanken und sensorischen Informationen. Wie unser Gehirn diesen Bewusstseinsstrom erzeugt, bleibt jedoch ein Rätsel. Baars (1997) liefert mit seiner „Theorie des globalen Arbeitsraums“ einen möglichen Zugang das Phänomen Bewusstsein zu erklären.

    Das Gehirn führt ständig zahlreiche Operationen durch, doch wir haben stets nur zu einer kleinen Anzahl Zugang beziehungsweise sind uns nur weniger Operationen bewusst. Wir können unsere Aufmerksamkeit auf etwas richten, das um uns herum passiert, bspw. einen freistehenden Mitspieler sehen, und dann zu einem intern erzeugten Gedanken oder einer Erinnerung überzuspringen. Dies sind die Inhalte des Bewusstseins, die als kontinuierlicher Fluss von Wahrnehmungen erlebt werden. 

    „Bewusstsein agiert wie ein `heller Fleck´ auf der Bühne, gelenkt vom selektiven `Scheinwerfer der Achtsamkeit´.“

    (Bernard Baars, 1997)

    Im Rampenlicht

    Das Modell des globalen Arbeitsraumes verwendet das Theater als Metapher für die Hirnmechanismen, die für das Erzeugen von Bewusstsein verantwortlich sind. Demnach ist das Gehirn ein System mit zahlreichen verstreuten, parallel geschalteten Prozessen, die gleichzeitig operieren. Diese Prozesse sind die Schauspieler, deren Handlungen alle dem Bewusstsein zugänglich gemacht werden können. Wir sind uns jedoch dieser Schauspieler nur dann bewusst, wenn sie die „Bühne“ betreten. Befinden sie sich nicht auf der Bühne, werden uns ihre Handlungen nicht bewusst. 

    Im „Theater“ entspricht die Bühne dem Arbeitsgedächtnis, das uns erlaubt, kurze Zeit eine begrenzte Menge an Informationen im Gedächtnis zu behalten und zu manipulieren. Man kann sich dieses Arbeitsgedächtnis als eine Art Bildschirm vorstellen, auf dem Informationen vor unser „inneres Auge“ projiziert werden. Die selektive Aufmerksamkeit dirigiert die Show. Der „Scheinwerfer der Aufmerksamkeit“ (Baars, 2005) richtet seinen hellen Kegel auf gewisse neuronale Prozesse, und diejenigen, die derart beleuchtet werden, betreten die „Bühne“ des Bewusstseins. Der Scheinwerfer enthüllt die Inhalte des Bewusstseins, die sich von Minute zu Minute verändern können, wenn einige Schauspieler von der Bühne abgehen und durch andere ersetzt werden. 

    Backstage

    Obwohl jeweils nur wenige Schauspieler im Rampenlicht stehen, arbeiten viele hinter der Bühne weiter. Ihre Aktivitäten bleiben im Verborgenen und gelangen daher nicht ins Bewusstsein. Doch einige können die Aktivität derer beeinflussen, die im Rampenlicht stehen. 

    Der „Scheinwerfer“ ist umgeben von nur vage bewussten, aber wichtigen Ereignissen, die das Geschehen auf der Bühne subtil verändern können. Auf diese Weise kann unbewusste Informationsverarbeitung im Gehirn das Bewusstsein beeinflussen. Die Kommunikation zwischen den Akteuren im Rampenlicht und denjenigen hinter der Bühne verläuft in beide Richtungen. Der Scheinwerfer der Aufmerksamkeit agiert als „Drehscheibe“, die nicht nur Handlungen von Akteuren hinter der Bühne an solche auf der Bühne übermittelt, sondern auch wichtige Informationen von der Bühne an alle anderen weiterleitet.  

    Fazit 

    Das Modell des globalen Arbeitsraums ist ein theoretischer Rahmen, der die mentale Architektur des Bewusstseins beschreibt. Innerhalb dieses Rahmens kann man sich Bewusstsein als Mechanismus vorstellen, durch den das Gehirn relevante Informationen Vorrang verleiht und uns Zugang zu ihnen gibt. Das Modell kann einige der wichtigsten Merkmale erfolgreich begründen. Der Scheinwerfer der Achtsamkeit erklärt, warum Bewusstsein eine begrenzte Kapazität hat; ihr ständig wechselnder Fokus erklärt, warum wir Bewusstsein als ein Strom erleben, und die Interaktion zwischen den am Rande stehenden und den Schauspielern auf der Bühne erklären, warum bewusste und unbewusste Verarbeitung sich einander beeinflussen.

    Wer solche Erkenntnisse für Training und Wettkämpfe nutzen und an sich arbeiten will, ist herzlich eingeladen, Kontakt aufzunehmen. Viele meiner Kollegen und Kolleginnen (zur Übersicht) und ich (zum Profil von Thorsten Loch) lieben es, auf der Detailebene mit euch zu arbeiten.  

    Mehr zum Thema:

    Literatur 

    Baars, B. (1997): In the Theater of Conciousness: The Workspace oft he Mind. Oxford University Press. 

    Baars, B. (2005): Global workspace theory of consciousness: toward a cognitive neuroscience of human experience. Progress in Brain Research, Elsevier, Pages 45-53. 

    Views: 161

    Cristina Baldasarre: Sportler wollen Menschen sein und keine Superhelden

    In jüngerer Vergangenheit werden in der Sportwelt früher tabuisierte Themen immer mehr an die Öffentlichkeit getragen. Darum hören und lesen wir vermehrt auch im Frauensport und zur Zeit zum Beispiel im Tennis Geschichten zu psychischen Problemen. Die gab es früher zwar auch schon, wurden aber nicht so stark öffentlich gemacht. Was steckt dahinter?

    Zum Thema: Kommunikationsverhalten im Spitzensport

    Durch die sozialen Medien hat sich auch die Öffentlichkeitsarbeit von Sportlerinnen stark verändert. Im Zeitalter, wo alles gepostet wird, fallen Hemmungen auch eher weg und private Themen rücken in den Fokus. Ich finde, dies eine durchaus positive Seite der Medienwelt, denn sie schafft Wissen und mehr Transparenz. Missstände können dadurch schneller erkannt und adäquater angegangen werden. 

    Am Spitzensport hängen Attribute wie “stark sein”, “keine Schwächen zeigen”, “stets gut drauf sein”, “immer gewinnen zu wollen” etc. – so sollten AthletInnen vorgeblich sein – aber kein Mensch ist ein Superman oder Supergirl. AthletInnen sind auch nur Menschen mit Gefühlen und Ängsten, so wie wir alle auch! Wir ‚Normalos‘ ☺ aber brauchen Helden in unserem Alltag, und SportlerInnen werden in diesen Stand gehievt, ohne es zu wollen. So entsteht noch mehr Druck auf Erfolg und Leistung. Wenn dann diese Erwartungen unerfüllt bleiben, lassen Urteile über verpatzte Leistungen nicht lange auf sich warten und sind in aller Munde. Auf einmal haben wir dann gefühlt hunderte von Experten, die alle ihre Meinung dazu kundtun – oft auf sehr wertende und selbstwertverletzende Art und Weise. Am besten würden SportlerInnen kein Handy besitzen, nach dem Motto “was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss”.

    Wunder bewirken

    SportlerInnen sind so aufgewachsen, stets Bestleistungen anzustreben, (fast) nie zufrieden zu sein und sie wissen stets sehr genau, woran sie noch arbeiten müssen. Auf die Frage aber, wo ihre Stärken liegen und was sie besonders gut können, wissen zu viele AthletInnen leider nur sehr wenig zu sagen. Mindestens in Mitteleuropa leben wir alle in einer Kultur, die eher auf Fehler fokussiert ist, statt Stärken und Erreichtes gleichwertig zu behandeln und zu feiern. 

    Denn wir bewundern SportlerInnen doch wegen ihren Stärken und nicht weil sie Dinge noch nicht können! Es würde Wunder bewirken, wenn wir mehr Impact auf die positiven Seiten, die Erfolge und Fortschritte ermöglichen und allgemein mehr die Selbstvertrauen stärkende Kommunikation nutzen statt Kritik zu üben. Dann würden Athleten trotz medialem Druck ihre starken Seiten kennen und könnten äusserem Stress voller Selbstvertrauen und gestärkt entgegentreten – sie wären weniger anfällig, sprich würden mehr Resilienz mitbringen. 

    Den ganzen Artikel dazu lesen Sie bei NZZ am Sonntag Menschen wollen Menschen sein und keine Superhelden:

    https://magazin.nzz.ch/nzz-am-sonntag/sport/sportler-wollen-menschen-sein-und-keine-superhelden-ld.1688432?reduced=true

    Mehr zum Thema:

    Views: 264

    Maria Senz: Das mentale Beachvolleyball ABC, Teil 2

    Sommer 2014: Ich steh in der Sandkiste. Zusammen mit zwei weiteren Anfängern und dem Trainer. Ein Sommer-Wochenend-Camp am See im Norden von Berlin. Wir haben das Feld in der Ecke. Links und rechts auf den Feldern fliegt der Ball in schööööönen Bögen innerhalb des Feldes und im Flow übers Netz. Bei uns nicht. Haben wir überhaupt Bälle? Oder ist es nur Beachvolleyballballett?

    Heute: mit unzähligen Trainingseinheiten, Camps, Niederlagen, Erfolgen, Aus- & Weiterbildungen im Turnbeutel nehme ich die Athleten in ihrer Bewegung, Technik, Taktik und ihren mentalen Fähigkeiten wahr und analysiere auf dieser Basis. Die Leidenschaft für Beachvolleyball hat mich gepackt. Im Sand und nicht zuletzt auch auf mentaler und sportpsychologischer Ebene. 

    Zum Thema: Beachvolleyball ABC, Von I wie “irgendwas geht immer” bis Q wie “Quadrat für 2” 

    I für irgendwas geht immer

    Wenn nichts mehr zu gehen scheint, geht immer noch irgendwas. „Mach irgendwas“ ist auf der einen Seite ein Hilferuf. Auf der anderen Seite eröffnet es alle Handlungsoptionen außerhalb der konventionellen Beachvolleyballaktionen, lässt dich durch Intuition frei auf dem Spielfeld handeln und zaubert Überraschungen hervor.

    J für Ja, ich will

    Ein “Ja, ich will” ist ein freiwilliges Zugeständnis. Eine Einwilligung zu dir, deinem Spielpartner und eurem Beachvolleyballstil. Freiwilligkeit ist eine selbstwirksame Größe, die du gestaltest. Der eigene Wille sich im Beachvolleyball voranzubringen, die Punkteskala sowie die Rangliste hochzuklettern und vom Siegertreppchen die verschiedensten Edelmetalle um den Hals nach Hause zu tragen, trägt dich mit Leidenschaft durch den Sport.

    K für Kommunikation

    Wir sind ständig in irgendeiner Form der Kommunikation – mit Sprache, Stimme oder Körper. Beim Beachvolleyball ist die Körpersprache allzeit präsent, zum Beispiel beim Einlaufen aufs Feld, bei Punktgewinnen bzw. -verlusten, bei Fehlern oder bei fehlenden Ideen, den Gegner zu bezwingen. Sprache und Stimme sind wichtig für das Verständigen im Team, zum Beispiel wer übernimmt die Annahme, welcher Pass ist gewünscht, welche Angriffsrichtung ist sinnvoll und welcher wertvolle Austausch hilft in den Auszeiten? Kommunikation verbindet und gibt Sicherheit, zum Beispiel nach einer Rally abklatschen und sich Worte ins Ohr flüstern, unabhängig vom Ergebnis, um sich für die einzelnen Aktionen im Spielzug wertzuschätzen und zu motivieren.

    L für Lesen des Spiels

    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Eine Floskel, die beim intensiver darüber nachdenken, unterschiedlichen Nutzen hervorbringt – auch außerhalb des Beachvolleyballs. Was kannst du beim Beachvolleyball alles lesen? Zum Beispiel das Spielkonzept des Gegners mit Blick auf Aufschlagstaktik, Wahl des Zuspiels, Lieblingsschlag, Block- und Abwehrtaktik. Neben dem taktischen Lesen kannst du auch die Körpersprache des Gegners wahrnehmen und mit entsprechenden Handlungen reagieren, so dass dein Team auch die Führung im Kopf des Gegners übernimmt. Als Vor- bzw. Nachbereitung von Spielen macht es Sinn, sowohl euer Spiel als auch das Spielverhalten des Gegners zu analysieren, um mit einer Vielfalt an Handlungsoptionen ins nächste Spiel zu gehen.

    M für Musik in deinen Ohren

    Musik aktiviert, Musik beruhigt, Musik motiviert. Musik kann so mächtig sein, abhängig davon wie du es wahrnimmst und für dich nutzt. In den Turnieren ist Musik allzeit präsent und sorgt für Stimmung im Publikum. Als Spieler hast du die Wahl, mit welcher Stimmung sie in dein Ohr dringt und was du daraus machst. Hierbei ist zu unterscheiden: Musik, die du durch deine eigene Playlist selbst beeinflussen kannst, und Musik, die von außen durch den DJ bestimmt wird. Abhängig von deiner benötigten Stimmung für das anstehende Spiel, lässt du passende Musik in dein Ohr. Während des Spiels bist du der DJ-Musik ausgesetzt. Was du hier beeinflussen kannst, ist dein Hörsinn: Abhängig von deiner benötigten Stimmung, zum Beispiel Motivation, Fokus, Konzentration, interpretiere den Titel so, dass du genau diese Stimmung in dir erzeugen kannst. Und wenn dir die Musik zu viel ist, dann etabliere einen imaginären Ohrfilter, der die Musik nahezu ausblendet und dich mit Ruhe fokussieren lässt.

    N für nutze die Zeit

    In einer weit verbreiteten Definition beschreibt Zeit eine Abfolge von Ereignissen und hat somit eine eindeutige, fortlaufende Richtung. Vor, während und nach einem Beachvolleyballspiel gibt es unendlich viele Ereignisse, die du mit Blick auf deinen Beachvolleyball nutzen kannst. Zum Beispiel kannst du die Zeit vor dem Spiel dafür nutzen, dich entsprechend einzustimmen. Bedeutet, etabliere diejenige Atmosphäre in deinem Kopf, bei der du deinen idealen Beachvolleyball spielst, um dein gestecktes Ziel für das Spiel zu erreichen. Während eines Spiels hast du weitere Zeitfenster, die du sinnvoll nutzen solltest. Zum einen hast du mögliche Auszeiten, um tief durchzuatmen, dich zu beruhigen, zu fokussieren und mit deinem Partner abzustimmen. Und dann gibt es noch die Zeit, die du für Linie richten, Sand ordnen, Brille putzen, Gesicht & Körper von Sand befreien verwenden kannst, um dich zu sammeln, zu sortieren, zu konzentrieren oder was auch immer zu tun. Wichtig ist, dass dir bewusst ist, wofür du diese Zeit nutzt, um entsprechend damit wieder ins Spiel zu starten. Ich nenne diese Zeit Reset Time. Ähnlich wie bei einem PC drückst du deinen Reset Knopf und bist wieder frisch dabei. Die Zeit nach dem Spiel kannst du dann zum Reflektieren, Auswerten, Erholen, Heilen und Lernen nutzen, um regeneriert weiterzumachen.

    O für Outfit

    Das Outfit beim Beachvolleyball sorgt gelegentlich für Publicity. Als Spieler kannst du es mit entsprechenden Zuständen verbinden. Was passiert mit dir, wenn du dein Outfit anziehst und anschließend im Sand einläufst? Stolz, Glück, Freude, Vertrauen, Können und vieles mehr breiten sich in dir aus und stärken dein Auftreten im Spiel. Und wenn es mal eine Talfahrt gibt, fühle die Bekleidung auf deiner Haut und mach dir Stolz, Glück, Freude, Vertrauen, Können usw. bewusst, um dich wieder zu orientieren und gestärkt durchzustarten.

    P für Perspektiven

    Du entscheidest, welchen Fokus du im Spiel legst: orange Brille für Energie, Aufmerksamkeit, Freude, Begeisterung, um dich als Team voranzubringen vs. schwarze Brille für Angst, Aggression, Unsicherheit und Unmut, um dich als Team zu blockieren. Überlegt gemeinsam, welche Emotionen ihr braucht, um euren besten Beachvolleyball in den Sand zu bringen.

    Q für Quadrat für 2

    Was für die einen das Feld der Verteidigung ist für die anderen das Feld des Angriffs. Es gilt also 16 Quadratmeter auf zwei Spieler so optimal aufzuteilen, dass verteidigungslos angegriffen bzw. angriffslos abgewehrt werden kann. Das hat was mit Vorausschauen zu tun, ähnlich wie beim Schachspielen: sei gedanklich mindestens drei Schritte voraus, um erfolgreich das Quadrat auszuschöpfen. Mach dir Gedanken zu den möglichen Aufteilungen des Quadrats und welche taktischen Möglichkeiten sich daraus ergeben – sowohl für den Angriff als auch die Verteidigung. Gleichzeitig steht beides in ständiger Wechselwirkung zueinander, denn der Aufschlag bestimmt den ersten Angriff, der die Abwehrtaktik und die wiederum den nächstmöglichen Angriff bestimmt. Und dabei ist alles möglich, solange du daran glaubst – siehe G.

    Hinweis: Teil drei findest du in den kommenden Wochen hier. Teil 1 kannst du schon jetzt lesen, Link. Wenn du vorab Fragen hast, wende dich gern an Maria Senz (zum Profil) oder andere Profilinhaberinnen von Die Sportpsychologen in deiner Nähe (zur Übersicht)

    Mehr zum Thema:

    Views: 65

    Prof. Dr. René Paasch: Trainerpersönlichkeiten machen Karriere (Teil 2)

    „Ich bin halt, wie ich bin“, hat neulich ein erfahrener Trainer zu mir gesagt. Über viele Generationen hat sich diese Denkweise zum Teil verfestigt. Aber gelten heutzutage nicht schon ganz andere Anforderungen? Sind nicht längst flexible Coaches gefragt, die ihre Komfortzone verlassen, reflektiert und werteorientiert führen können? Aber was heißt das konkret? Aus meiner Sicht werden Trainer und Trainerinnen mit zusätzlichen Aufgaben konfrontiert. Es geht nicht zuletzt darum, die eigenen Vorstellungen und Handlungsweisen zu hinterfragen und zu verstehen. Ein Schlüssel liegt dafür im konstruktiven Denken. Im Teil 2 der Miniserie zu den Trainerpersönlichkeiten widmen wir uns daher der Selbstwahrnehmung, dem Plan B sowie dem Blick über den Tellerrand. 

    Zum Thema: Trainerpersönlichkeiten entwickeln 

    Wenn Sie Ihre Stärken, Schwächen und Werte kennen, sind Sie einigen Trainern*innen bereits voraus. Dennoch ist die Persönlichkeitsentwicklung ein ernstzunehmender und lebenslanger Prozess. Darum benötigen Sie eine verlässliche Größe, um Ihre Selbstwahrnehmung zu schulen und Ihr Selbstbild immer wieder mit der Wirklichkeit abzugleichen. Hierfür möchte ich Ihnen folgende Handreichungen anbieten: 

    Die erste Anregung ist sich regelmäßig Rückmeldungen von Außen einzuholen. Finden Sie heraus, was andere über Sie denken. Ein Mentor eignet sich dafür hervorragend. Näheres zum Mentoring finden Sie hier: 

    Bei der zweiten Anregung geht es um Ihre Selbsteinschätzung mithilfe der individuellen Feedbackschleife. Sie geben sich selbst ein schriftliches Feedback: ob als Tagebuch oder To-do-Liste. Die Intervalle können Sie selbst wählen. Wichtig ist nur, dass Sie es regelmäßig tun. Sinnvoll sind natürlich kürzere, gut überschaubare und wiederkehrende Zeiten, also etwa ein allabendlicher Tagesrückblick oder das regelmäßige Gespräch mit einer vertrauten Person. Sinn der Übung ist es, Ihre Fähigkeit zu schulen, sich selbst einzuschätzen und langfristig bessere Entscheidungen zu treffen. Dazu sollten Sie nicht nur aufschreiben was Sie vorhaben, sondern auch analysieren, wo es nicht planmäßig gelaufen ist und warum. Fehler macht jeder, aber erst wenn Sie Ihre Fehler analysieren, wird daraus eine wertvolle Lektion. Näheres zu einer positiven Fehlerkultur finden Sie hier: 

    Die dritte Anregung ist die Einschätzung Ihrer Persönlichkeit und Ihres  Potenzials. Dazu sollten Sie sich regelmäßige testen oder begleiten lassen, zum Beispiel in Form von Persönlichkeitstests oder in fachkundiger Begleitung. Es ist sinnvoll, dies regelmäßig zu tun. Sei es über frei zugängliche Tests im Internet oder im Rahmen einer psychologischen Betreuung. Die Ergebnisse helfen Ihnen, Ihr Selbstbild zu vertiefen. 

    Kommen wir zur vierten Anregung, um Ihre Selbstwahrnehmung zu trainieren: Nehmen Sie sich Zeit für Stille. In Ihrem Gehirn poltern unentwegt Gedanken – ich nenne es auch gerne „Gedankenkarussell“. Wenn Sie nicht irgendwann geistig ausbrennen wollen, brauchen Sie eine Gegenwelt oder einen angenehmen  Ausgleich. Zeit in der Ihr Gehirn Pause hat und sich regenerieren kann. Einen solchen Ausgleich können Sport und Meditation bieten. Weiteres dazu finden Sie hier: 

    Plan B und über den Tellerrand hinaus

    Als Trainer*in sollten Sie ehrgeizig und zielorientiert sein und sich immer voll reinhängen. Das heißt aber nicht, dass Sie blind für Alternativen sein sollen. Wer sich völlig in einer einzigen Karrierestrategie verbeißt, wird unflexibel. Und das kann mitunter genauso fatal sein wie mangelnde Zielstrebigkeit. Darum hier ein paar Empfehlungen, wie Sie flexibel bleiben. Halten Sie sich Möglichkeiten offen! Auch wenn sich das für den ein oder anderen Trainer bzw. Trainerin zunächst befremdlich anhört, aber eine Trainerkarriere ist keine Einbahnstraße. Die Welt ist voller Möglichkeiten, wichtig ist sich diese frühzeitig bewusst zu machen. Am besten dann, wenn eigentlich gerade alles gut läuft. Sollte dann der Tag kommen an dem es Zeit ist zu gehen oder Veränderungen anstehen, müssen Sie nicht in Panik verfallen, sondern können sich gelassen Ihrer nächsten Etappe widmen. Diese Herangehensweise macht Sie innerlich freier. Die Zeiten, in denen man seinen Beruf auf Lebenszeit gewählt und dann stur bis zum Ende durchgezogen hat, sind ohnehin mehr oder weniger vorbei. Heute denken wir eher in Lebensphasen. 

    Tipps für die Praxis

    Nehmen Sie sich doch gleich mal Zettel und Stift zur Hand und schreiben auf, welche Alternativen zu Ihrem derzeitigen Karriereweg Ihnen spontan einfallen. Egal wie abwegig oder verrückt es zunächst klingt. Vielleicht schlummert in Ihrem Hinterkopf schon lange eine großartige Idee oder unerfüllte Wünsche? 

    Des Weiteren sollten Sie sich möglichst breit aufstellen und sich stetig weiterbilden! Ein ganz spezieller bunter Mix an Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmalen sind heute mehr denn je gefragt. Genauso wie das Netzwerken mit verschiedenen Personengruppen. Ein gut gepflegtes und breites Netzwerk an Menschen, die Sie weiterbringen und Ihnen Türen öffnen, ist sehr wichtig. 

    Weitere Persönlichkeitseigenschaften finden Sie hier: 

    Fazit 

    Die Entwicklung von Trainer*innen ist im Grunde ein Kontinuum von kindlichem Entdecker- und Forschertum sowie kreativem Zeitgeist, der eine regelmäßige bewusste Selbstwahrnehmung und Entwicklungsstufen voraussetzt.  

    Mehr zum Thema:

    Literatur 

    Bartholomew, B. (2018). Die Kunst, ein guter Trainer zu sein: Wie man mit Klienten kommuniziert, um das Beste aus ihnen herauszuholen. Riva Verlag.

    Coulter, T. J., Mallett, C. J., Singer, J. A., & Gucciardi, D. F. (2016). Personality in sport and exercise psychology: Integrating a whole person perspective. International Journal of Sport and Exercise Psychology, 14(1), 23-41.

    Mallett, C. J., & Lara-Bercial, S. (2016). Serial winning coaches: people, vision, and environment. In Sport and Exercise Psychology Research (pp. 289-322). Academic Press

    Vazire, S. (2010). Who knows what about a person? The Self-Other Knowledge Asymmetry (SOKA) model. Journal of Personality and Social Psychology, 28, 281-300.

    Views: 190

    Björn Korfmacher: Besondere mentale Anforderungen im Eishockey

    Ob Erfolg oder Misserfolg – oft wird die Mentalität als Grund für das sportliche Ergebnis herangezogen. Die psychische Verfassung spielt also im Leistungs- und Profisport zweifellos eine wichtige Rolle. Ob Fußball, Boxen, Tischtennis, Langlauf oder Eishockey – wenn der Kopf nicht mitspielt, wird auch der talentierteste Athlet, die beste Mannschaft keine Topleistung abliefern können. Und dennoch glaube ich, dass „Mental Toughness“ im Eishockey einen ganz besonderen Stellenwert hat.  

    Zum Thema: Die mentale Stärke und die Sonderstellung im Eishockey

    Wenn von Mentaltraining im Sport die Rede ist, geht es im Allgemeinen darum, die psychischen Ressourcen zu stärken, allen voran Selbstvertrauen, Motivation, Konzentrations- und Entspannungsfähigkeit. All das sind wichtige Voraussetzungen, um als Sportler mit schwierigen Situationen besser umgehen zu können und unter Druck zu funktionieren. Es geht darum, dann abzuliefern, wenn es drauf ankommt. Aber im Eishockey geht es noch um etwas anderes. Nämlich um Entschlossenheit, Konsequenz und Tapferkeit.  

    Eishockey ist kein Kampfsport. Auch wenn einige Hardliner, Nostalgiker und Verfechter des blutigen „Old Time Hockey“ das vielleicht ein bisschen so sehen. Ein altes kanadisches Sprichwort bringt’s auf den Punkt: “I went to a fight and a hockey game broke out.” Inzwischen wurde das moderne Eishockey zum Schutz der Spieler durch strengeres Regelwerk entschärft. Dennoch ist Eishockey immer noch ein Sport, bei dem man nur über Kampf, Körpereinsatz und die Inkaufnahme von Schmerzen und ernsthaften Verletzungen zum Zug kommt. In keiner anderen Sportart, in keiner anderen Profiliga ist der Drogen- und Schmerzmittelmissbrauch so hoch wie in der NHL, der besten und härtesten Eishockeyliga der Welt, heißt es immer wieder.1,2,3,4 Eigens dafür hat die nordamerikanische Profiliga sogar ein Drogen-Rehabilitationsprogramm ins Leben gerufen. Aber das ist wieder ein anderes Thema. Kommen wir zurück zu den Anforderungen, die der Eishockeysport an die Psyche der Spieler stellt, nicht nur in der NHL. 

    Dahin (schicken), wo es wehtut

    Natürlich ist Eishockey nicht der einzige Kontaktsport. Auch beim American Football, Rugby oder Handball geht’s ordentlich zur Sache. Aber die Brutalität beim Eishockey ist beispiellos – nicht nur wegen der vordergründigen Härte, wie die Bodychecks oder Prügeleien. Es sind viel mehr die Aufgabenverteilung und die Spielsysteme, die die Spieler dazu zwingen, Dinge zu tun, bei denen Angst und Zögern fehl am Platz sind. Der Center (Mittelstürmer) hat es da noch am besten, zumindest verhältnismäßig. Als „Gehirn“ auf dem Eis ist er maßgeblich dafür verantwortlich, Spielzüge einzuleiten und seine Außenstürmer auf die Reise zu schicken – dahin, wo es wehtut: die Banden entlang, in die Ecken, in den Slot (vors Tor). Hier warten die heftigen Kollisionen, die unfairen Attacken, die versteckten Fouls, die hohen Stöcke. Hier gehen die Zähne verloren, hier entstehen die Narben – viel mehr und häufiger als bei den Schlägereien, die wir hin und wieder geboten bekommen. Als Spieler kann man sich solchen Angriffen nicht entziehen – it’s part of the game! Ausgeschlagene Zähne werden völlig beiläufig aufgehoben und dem Betreuer gereicht, Platzwunden im Gesicht mal eben genäht und gebrochene Nasen mal eben geflickt. Weiter geht’s. Für einen Eishockeyspieler alles nichts Wildes. 

    Schwieriger ist da der Umgang mit angebrochenen oder gar gebrochenen Knochen. Schwierig, aber nicht unmöglich. Ob Stürmer oder Verteidiger – sie alle müssen knallharte Schlagschüsse blocken, um ein Gegentor zu verhindern. Frakturen vor allem am Fußknöchel sind da keine Seltenheit. Spieler, die sich danach mit letzter Kraft wieder aufraffen, um sich humpelnd direkt in den nächsten Schlagschuss zu werfen, auch nicht. Durch den Schmerz hindurch spielen ist die Devise. Was mich auch gleich an die Worte einer meiner damaligen Trainer erinnert, als ich selbst mal nach einem krachenden Bodycheck benommen auf dem Eis lag: “Hast du dich verletzt? Oder nur wehgetan?” 

    Mentale Stärke ist lernbar

    Halten wir fest: Als Eishockeyspieler muss man nicht nur physische Voraussetzungen (Größe und Gewicht) erfüllen, sondern vor allem auch psychische. Da kommt auch schon mal die Frage auf, ob man von Natur aus aus dem richtigen Holz geschnitzt sein muss oder ob Mental Toughness antrainiert werden kann? Meine Erfahrungen zeigen, dass Kinder, die mit dem Eishockey anfangen, tendenziell eher Rabauken und Draufgänger sind und seltener von der weinerlichen Sorte. Aber bei meiner Arbeit mit Nachwuchs-Eishockeyspielern zeigt sich auch, dass die Härte, die spätestens im hochklassigen Junioren-Eishockey an Fahrt aufnimmt, nicht jedermanns Sache ist. Auch wenn die jungen Eishockey-Cracks nur selten offen über ihre Ängste sprechen, kommt mir dieses Thema immer mal wieder unter. Sich in harte Schlagschüsse zu werfen oder mehrmals im Spiel schmerzhafte Bodychecks in Kauf zu nehmen, um seinem Team einen Vorteil zu verschaffen, ist auch eine Einstellungssache. Wenn man als Eishockeyspieler diese Einstellung nicht hat, wird es schwer, in dieser Sportart Karriere zu machen. Hier kommt dann Sport-Mentaltraining ins Spiel.

    Wenn es speziell um Blockadenlösung und Mut geht, greife ich als Mentalcoach im Eishockey meist auf Meditations- bzw. und Hypnosetechniken zurück. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass hier regelmäßige Übung relativ schnell neue Denkmuster entstehen lassen kann, die dann schließlich auch zu neuen Verhaltensweisen auf dem Eis führen. 

    Viele Werkzeuge

    Die Werkzeuge, die wir an die Hand geben und gemeinsam entwickeln können, sind unheimlich vielfältig und individuell. Von ganz klassischen Sitzungen rund um Themen wie Selbstvertrauen/Selbstwirksamkeit, Aktivierung und Entspannung, Selbstgesprächsregulation, Motivation/Volition, Körpersprache oder Emotionsregulation über die klassische Karriereberatung bis hin zu Hypnose- bzw. Mediationsverfahren. 

    Kein Wunder also, dass in den NHL-Teams Mentaltrainer genauso dazu gehören wie die Athletiktrainer, Physiotherapeuten und Ernährungscoaches. Wer sich übrigens mal ein Bild vom NHL-Eishockey machen möchte, hat jetzt noch Gelegenheit dazu. ProSieben Maxx überträgt regelmäßig live ein Playoff-Spiel. 

    Mehr zum Thema: 

    Quellen

    1. https://www.si.com/nhl/2011/09/06/does-the-nhl-have-a-painkiller-problem
    2. https://hockeylists.com/10-former-nhl-players-whose-lives-spiralled-out-of-control/
    3. https://www.vancouverisawesome.com/canucks-hockey/former-canuck-ryan-kesler-opens-up-about-the-problem-of-painkillers-in-tsn-report-2740341
    4. https://www.si.com/nhl/2011/12/07/boogaards-dark-story-points-to-a-painkiller-problem-in-the-nhl

    Views: 1292

    Wir suchen dich!

    Seit 2014 existiert das Netzwerk Die Sportpsychologen und bietet mittlerweile etwa 40 Sportpsychologen, Sportpsychologinnen und qualifizierten MentaltrainerInnen eine moderne Darstellungsfläche im Internet. Die Basis bildet die Profilseite, die quasi als digitale Visitenkarte im Internet funktioniert und in vielen Fällen auch als Ersatz für eine eigene Homepage genutzt wird. Über das Schaufenster im Netz sprechen die ProfilinhaberInnen über Texte, Beiträge und Interviews ihre jeweilige Zielgruppe an und profitieren dabei von der hohen Reichweite der Seite, das einmalige Google-Ranking von Die Sportpsychologen und der internen Vernetzung.

    Ziel von Die Sportpsychologen ist, in den kommenden Jahren den aktiven Austausch im Netzwerk und zu Partnern innerhalb der Sportpsychologie und zu Vereinen und Verbänden im Sport weiter zu intensivieren. Dahingehend freuen sich Mitgründer Prof. Dr. Oliver Stoll und seine KollegInnen über Experten und Expertinnen, die gemeinsam die Disziplin Sportpsychologie im Profi-, Breiten-, Nachwuchs- und Gesundheitssport noch besser verankern wollen.

    Nächste Schritte für Die Sportpsychologen

    Nachdem durch die Corona-Pandemie eigene Veranstaltungsformate wie „Die rote Couch – Das Sportpsychologie Barcamp“ oder Netzwerktreffen ausgesetzt werden mussten, steht ab 2023 ein Neustart dieser Events an. Festgehalten wird zudem an Online-Formaten für Supervisionen und thematischen Fortbildungen.

    Nachdem mit „Abliefern, wenn es darauf ankommt“ (Link) ein erstes Online-Coachingformat entwickelt wurde, will sich Die Sportpsychologen in Zukunft noch viel stärker mit digitalen und hybriden Dienstleistungen für SportlerInnen, TrainerInnen und EntscheiderInnen im Sport platzieren. Dies nicht als EinzelkämpferInnen oder aus dem akademischen Elfenbeinturm heraus, sondern Seite an Seite im Netzwerk und getragen von den SportpsychologInnen, die sich in der internationalen Gruppe (Überblick) engagieren und der Übersetzung sind, dass sich die Sportpsychologie und deren Angebote am besten gemeinsam weiterentwickeln lassen.

    Mehr Informationen

    Du hast Lust auf Die Sportpsychologen und willst dich aktiv in einer Gruppe einbringen? Du bist überzeugt, dass das Wissen aus der Sportpsychologie vielen SportlerInnen, TrainerInnen und EntscheiderInnen helfen kann? Du sprichst die Sprache des Sports und bist dir nicht zu fein, wissenschaftliche Erkenntnisse für die Anwendung zu übersetzen?

    Dann bist du bei uns richtig. Informier dich hier, wie du dem Netzwerk beitreten kannst:

    Link zu weiteren Informationen: https://www.die-sportpsychologen.de/netzwerk-beitreten/

    Views: 212