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Dr. René Paasch: Freie Bahn nur für mental Starke?

Ein aktueller WDR Sport Inside Beitrag “Jungprofis in der Bundesliga: Noch früher ins Rampenlicht” sorgt für Aufsehen. Im Film von Matthias Wolf wird die Regeländerung kritisch beleuchtet, nach der in der Fußball-Bundesliga zukünftig ohne jegliche Einschränkung bereits 16-Jährige Kicker zum Einsatz kommen dürfen. Diese Veränderung hat Borussia Dortmund angestossen. Ein Verein, der zunehmend auf junge internationale Talente setzt. Aber zu welchem Preis? Zu dieser Frage wurde unter anderem Dr. René Paasch von Die Sportpsychologen (zum Profil) befragt. Wir empfehlen an dieser Stelle den Beitrag, der unter anderem auf Sportschau.de oder über die Sportschau-App zur Verfügung steht:

Zum TV-Beitrag: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/sport-inside/video-jungprofis-in-der-bundesliga-noch-frueher-ins-rampenlicht-100.html

Dr. René Paasch im Interview (Screenshot WDR Sport Inside, Verwendung bewilligt via Medikament-TV)

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Bildquelle: Screenshot WDR Sport Inside, Verwendung bewilligt via Medikament-TV

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Zum Zauber und Fluch von Heim-Events

Ganz egal, ob European Championships, eine Deutsche Meisterschaft oder ein Heimturnier. Für Sportler und Sportlerinnen sind Wettkämpfe in gewohnter Umgebung und vor allem vor einer Vielzahl an unterstützenden Zuschauern etwas besonderes. Aber was ist das Besondere? Und wie können sich Athleten, Athletinnen und deren TrainerInnen bestmöglich darauf vorbereiten? Diese Fragen haben wir in unserem Experten-Netzwerk zur Diskussion gestellt. 

Zum Thema: Was Sportler und Sportlerinnen über Heim-Events wissen sollten 

Wovon ist es eigentlich aus sportpsychologischer Sicht abhängig, ob ein Heim-Event wie eine Europameisterschaft zur Belastung oder zum mentalen Energiespender werden kann?

Kathrin Seufert

Antwort von: Kathrin Seufert (zum Profil):

Das liegt zum Großteil am Mindset der Athleten und Athletinnen. Es kann so gelagert sein, dass es so großen Druck erzeugt, der dann leistungshemmende Wirkung hat. Oder aber auch zu Freude und Unterstützung führen, was einen positiven Effekt hat. Wichtig ist, sich vorab damit auseinanderzusetzen, was mögliche Stressoren sein können und Strategien an der Hand zu haben, diesen etwas entgegensetzen zu können. Wenn ich weiß, dass volle Zuschauerränge mich als Sportler eher verunsichern, wäre es hilfreich, sich mit Techniken zu beschäftigen, die einen dabei unterstützen, bei der eigenen Wahrnehmung in erster Linie bei sich zu bleiben und wenig im Außenbereich zu sein.

Die Auseinandersetzung mit dieser Thematik hilft, die hohe Nervosität zu regulieren. Hier mal ein Positivbeispiel einer fiktiven Athletin, die ein volles Stadion eher unruhig machen: Das Wissen darüber, dass endlich mal die ganze Familie auf der Tribüne sein wird, denen das Ergebnis erst einmal völlig egal ist, die einfach sehen wollen, wie ich als SportlerIn meiner Leidenschaft nachgehe und so oder so stolz sein werden, kann die vielen anderen Zuschauer relativieren.

Antwort von Prof. Dr. Oliver Stoll (zum Profil):

Ob “Heim-Event” oder “Auswärts-Event” – das sollte eigentlich egal sein. Die Vorbereitung ist natürlich abhängig von trainingswissenschaftlicher Periodisierung und die damit verbundene mentale Vorbereitung. Ein super Beispiel bietet die enge Taktung der Leichtathletik-WM 2022 und der Europameisterschaften keinen Monat später. Wie schon erwähnt,  die Vorbereitung auf ein Top-Event sollte sich nicht unterscheiden – wenn es dann eben um den Saison-Höhepunkt geht und dies sollte, um im Beispiel zu bleiben, ja eigentlich die Weltmeisterschaft sein. Die fand nun drei Wochen vor der Europameisterschaft der Leichtathleten statt – trainingswissenschaftlich aus meiner Sicht nicht wirklich lösbar und dann sind natürlich auch die kritischen Anmerkungen zum vermeintlichen Scheitern in Eugene/USA und das grandiose Auftreten der Athlet*innen in München nachvollziehbar. Aber, um auf die Frage zurückzukommen: Ob Heim-Event oder Auswärts-Event – die Vorbereitungen sind natürlich immer individualisiert, sollten sich aber aus sportpsychologischer Sicht nicht wirklich unterscheiden. 

Wie kann eine optimale Vorbereitung auf ein Heim-Event aussehen?

Prof. Dr. René Paasch

Antwort von Prof. Dr. René Paasch (zum Profil):

Ein sportliches Großereignis verlangt eine aufwändige Vorbereitung jedes Einzelnen, des gesamten Teams sowie infrastrukturell. Damit ein Heim-Event ein Fest wird und positive Effekte für die Athleten*innen/Teams aufzeigen und das ganze Land das Event genießen kann, müssen alle an einem Strang ziehen und entsprechend auftreten. Doch stellt es auch den Gastgeber vor wichtige Herausforderungen. Beispielsweise für die Fußball Euro 24 verfolgt Philipp Lahm und sein Team einige Initiativen, die über den sportlichen Wettbewerb hinausgehen. So haben sie ein Netzwerk für den Amateur- und Kinderfußball ins Leben gerufen. Somit sollen die Vereine an der Basis Unterstützung erhalten, damit sie die Leute für das Ehrenamt begeistern und ihre Mitgliederzahlen verbessern können, wie dies nach dem Sommermärchen 2006 erzielt werden konnte. 

Ähnliches erkennen wir auch in anderen Sportarten. Schauen wir uns ein wenig das Team an. Eine optimale Vorbereitung für ein Team ist sicherlich auch die Verbesserung der Kommunikation und das Führungsverhalten auf allen Ebenen. Wo Sportler*innen, Trainer*innen und viele weitere Akteure miteinander zu tun haben, spielen Interaktion und Austausch eine zentrale Rolle. Wie eine respektvolle und wertschätzende Haltung gegenüber den Mannschaftskollegen, aktives Zuhören und Nachfassen, Fehler offen ansprechen und lösungsorientiert darauf eingehen. Auch die Athletik, die Ernährung, der Schlaf und die mentale Verfassung sind weitere wichtige Kriterien. Auch die ärztliche und physiotherapeutische Begleitung während eines Events sind von großer Bedeutung. Zu erwähnen wäre die folgende Situation bei der WM 2014. In der 109. Minute verletzt sich Mittelfeldspieler Bastian Schweinsteiger bei einem Zweikampf unter dem rechten Auge. Der blutige Cut wird am Spielfeldrand behandelt; drei Minuten später ist Schweinsteiger wieder auf dem Platz. Es gibt zahlreiche Beispiele aus verschiedenen Sportarten, die zeigen, wie wertvoll das Team hinter dem Team ist. Diese Anregungen erheben nicht Anspruch auf Vollständigkeit. Sie dienen lediglich dazu, einen groben Überblick zu geben, welche Themen eine Rolle spielen könnten.

 

Christian Hoverath

Antwort von Christian Hoverath (zum Profil):

Um optimal vorbereitet zu sein, kann der Austragungsort mit in die Vorbereitung einfließen. Dies ist allerdings unabhängig davon, ob es ein Heim- oder Nicht-Heim-Event ist. Sportler, die mit den Wettkampfstätten vertraut sind und die Besonderheiten kennen (Bodenbeläge, Lichtverhältnisse, klimatische Bedingungen, etc.) können diese Faktoren mit in ihre spezifische Vorbereitung einfließen lassen und sowohl mit dem Trainerstab als auch dem Sportpsychologen vorbereiten.

In der mentalen Vorbereitung lohnt es sich, dem Faktor Heim-/Nicht-Heim-Event Aufmerksamkeit zu schenken. Für manchen Sportler mag es Druck bedeuten, vor der heimischen Kulisse zu starten. Dann gilt es, Strategien für dieses Empfinden zu erarbeiten. Dies kann eine Umdeutung sein oder auch ein Konzentrationstraining zum Ausblenden dieser Gedanken, die Erarbeitung von Alternativplänen oder einem Fehlermanagement. Für andere mag es beflügelnd wirken, die Zuschauer im Rücken zu wissen. Wichtig ist es, individuell auf die Bedürfnisse der Sportler*innen einzugehen und passgenaue Lösungen zu finden. Richtig vorbereitet kann und soll der Austragungsort unterstützen, eine gute Leistung zu bringen.

Viele Sportler und Sportlerinnen berichten bei der Heim-EM, dass sie von den Zuschauern getragen werden. Wie funktioniert das – wie lassen sich externe Einflüsse wie jubelnde Fans für die eigene Leistungsfähigkeit nutzbar machen?

Prof. Dr. Oliver Stoll

Antwort von Prof. Dr. Oliver Stoll (zum Profil):

Während des Rennens bekommen die Athlet*innen normalerweise nichts vom Umfeld (Zuschauer etc.)  mit. Sie sind  “im Tunnel”. Darauf bereiten sich die Sportler*innen auch vor.  Der eigentlich positive Effekt zeigt sich ggf. unmittelbar und nach dem Rennen, wenn es dann erfolgreich verlaufen ist. Die Freude und die positiven Emotionen, die Athlet*innen natürlich antizipieren, können dann auch positive Wirkungen auf den Selbstwert und auf das Stresserleben haben. 

Antwort von Prof. Dr. René Paasch (zum Profil):

Die bekannteste Methode zur positiven Einwirkung auf die Leistungen der eigenen Mannschaft und Spieler bei einem Heim-Event ist das Anfeuern durch Klatschen und Gesänge, die Stimmung außerhalb der Stadien, wohingegen das Auspfeifen, das Beschimpfen oder das Entmutigen zentrale Verhaltensweisen zur negativen Beeinflussung der Leistung  darstellen. Ob diese Verhaltensweisen ihren gewünschten Effekt bei allen Spielern*innen erzielen, wird weiterhin kontrovers diskutiert. Die Wissenschaft kommt zu keinem allgemeingültigen Urteil. So findet Strauß (1999,132ff) zusammenfassende Nachweise, sowohl für einen leistungssteigernden, als auch für einen leistungsmindernden oder überhaupt keinen Zuschauereinfluss. Fangesänge können durchaus motivierend sein, aber auch zu Fehlern führen. Athleten*innen aus verschiedenen Sportarten berichten häufig von positiven Effekten seitens der Zuschauer und der tragenden Euphorie im eigenen Land. Dennoch möchte ich auf einen wichtigen Punkt hinweisen: Leistungsorientierte Teams sowie Leistungssportler*innen können diese Bedingungen nahezu ausblenden. Sie sind von ihren Vereinen oder Trainern inzwischen so gut geschult, dass sie äußere Einflüsse ignorieren können sollten.

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Frage und Antwort: Wenn das Comeback zu scheitern droht

Nach sechs Jahren Pause will ein ambitionierter Tennisspieler zurück auf den Court. Die sportliche Laufbahn musste wegen des Studiums hinten anstehen. Auf seinem Weg zurück und nach ersten Problemen wendet sich nun dieser Tennisspieler an uns, an Die Sportpsychologen. Über unser “Frage und Antwort”-Formular (findest du unter dem Text) öffnet sich der Tennisspieler, dessen Namen wir anonym behandeln, und sucht nach Unterstützung. Drei unserer Experten zeigen auf, welche Lösungsansätze in solchen Situationen erfolgversprechend sein können.

Zum Thema: Tipps für den Weg zurück zu neuen Erfolgen   

Die konkrete Anfrage lautet: Ich hatte durch mein Studium sechs Jahre Pause und bin jetzt wieder richtig eingestiegen. Ich verliere gegen Gegner, die ich damals geschlagen habe und bin technisch oft wesentlich besser.

Die Frage: Ich würde so gerne wieder auf mein altes Leistungslevel kommen und meine Sicherheit wieder finden. Aber generell schwankt meine Leistung sehr und ich bekomme sie nicht wirklich konstant. Technisch ist es eher nicht das Problem, aber der Kopf macht mich fertig. Ich will am Anfang schon keine Fehler machen und erst einmal locker ins Spiel kommen. Aber das bewirkt natürlich genau das Gegenteil. Das weiß ich auch, kann es aber nicht durchbrechen/abstellen. Ich habe trotzdem Angst, Fehler zu machen und bin nicht wirklich frei. Wie befreie ich mich davon? Wie bekomme ich das auf eine konstante Schiene? Wie verbessere ich mich da langfristig, ohne wieder in so ein riesiges Loch zu fallen?

Andreas Meyer

Antwort von: Andreas Meyer (zum Profil)

Hallo Nxxx, 

dein Fokus ist sehr lageorientiert (das heißt, du denkst viel über Fehler und Konsequenzen nach), du willst keine Fehler machen. Ich denke, es bringt dich weiter, wenn du zurück zu deiner Handlung kommst. Dafür können verschiedene Tools hilfreich sein. Zum Beispiel die Entwicklung einer Vorwettkampfroutine, ein Handlungsplan oder die Auseinandersetzung mit Attribuierungsstilen (die Frage danach, wie du Dinge während des Wettkampfs bewertest…dazu gehören auch Fehler).

Ich wünsche dir viel Erfolg und wenn du Hilfe dabei brauchst, kannst du dich gern bei meinen Kollegen und Kolleginnen oder mir melden.

Beste Grüße, Andreas 

Thorsten Loch

Antwort von: Thorsten Loch (zum Profil)

Hallo Nxxx, 

aus der Ferne ist es natürlich schwer zu beurteilen und man müsste im Detail klären, was mit dir in den jeweiligen Situationen passiert (physiologisch/mental/im Verhalten). Spontan fällt mir als “Blitzlicht” Anspruch und Realität ein. Betrachte deine Situation mal aus einem anderen Blickwinkel; zum Beispiel aus der Sicht eines guten Freundes. 

Du hast sechs Jahre nicht konstant trainiert und verlangst nach kurzer Zeit von dir, ein ähnliches Niveau zu erreichen wie vor deiner Tennis-Pause. Dies ist sehr unwahrscheinlich und damit wertest du dich immer (selbst) ab. Selbst wenn du eine sehr gute Trainingsleistung erbringst und du diese immer mit dem Niveau vor deiner Pause vergleichst, hast du immer dein “Downgrade”. Dieser Anspruch lässt dich in einem Match nicht befreit aufspielen. Eher verkrampfst du und deine Bewegungen werden unrund und somit erhöht sich die Fehlerhäufigkeit. Ein “zu sehr/unbedingtes Wollen” ist in dieser Situation nicht handlungsdienlich, sondern verschlimmert eher dein Spiel. 

Tipp: Gib dir Zeit und schaue auf deine Erfolge. Was klappt gut? Wie hast du dich geschlagen usw.? Eine Empfehlung von mir ist, dass du dir ein kleines Dankbarkeitstagebuch erstellst. Notiere dir nach jeder Einheit oder jedem Match mindestens drei Dinge, welche funktioniert haben (unabhängig von dem Ergebnis). So richtest du deine Sicht wieder mehr auf deine eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten. 

Jan van der Koelen

Antwort von: Jan van der Koelen (zum Profil)

Lieber Nxxx, 

erst einmal ist es schön, dass du nach sechs Jahren Studium wieder richtig im Tennis eingestiegen bist. Es scheint, als wärst du ein zielorientierter Mensch mit klarer Priorisierung und hast dazu auch die Fähigkeit, den Fokus auf ein erfolgreiches Ergebnis, wie dem Studienabschluss, zu lenken. Das lässt sich sicherlich auch für deine nächste Herausforderung im Sport nutzen! 

Bevor ich dazu komme, möchte ich dich fragen, wozu du der Nxxx von vor sechs Jahren sein möchtest? Wer bist du heute und was zeichnet dich heute mit deiner zusätzlich gewonnenen Erfahrung aus? Welche Art von Tennisspieler möchtest du heute sein?

Sicherlich wirst du dich nicht nur körperlich verändert haben, sondern auch deine Art zu denken, zu spüren und zu handeln wird eine andere sein, wodurch dir heute vieles gelingt, was vor sechs Jahren unmöglich erschien.

Du schreibst davon, dass dein Kopf dich fertig macht. Der „einfachste“ Weg zur Veränderung im Kopf ist es, die Situation anzunehmen. Wenn ich dir etwas mitgeben darf, dann akzeptiere im ersten Schritt den jetzigen Stand mit all den Unsicherheiten im Spiel. Im Sinne von „Es ist, wie es ist und ich nutze die Gelegenheit für mich“.

Angst zu haben, ist etwas ganz Normales im Leben und natürlich auch insbesondere im Sport. Wenn dir etwas von hoher Bedeutung ist, kann dir der Gedanke, zu versagen oder vielleicht sogar dich zu blamieren, Angst machen. Die Angst ist, wie du weißt, keine Motivation, sondern eine Blockade, die dich daran hindert, dein volles Leistungspotential und deine Sicherheit im Spiel abzurufen.

Sei dir gewiss, dass einfach jeder Mensch Fehler macht. Der Sportler, der sich diese auch erlaubt und eingesteht, ist im Stande daran zu arbeiten und kann lernen, die Angst für sich positiv umzudeuten. 

Hierzu sind die o.g. Fragen hilfreich und zusätzlich auch z.B. Atemtechniken, um zum einen deine Gedanken zu kontrollieren und zum anderen auch um den Puls zu regulieren, sodass du in deinem optimalen Erregungszustand kommst, um deine Sicherheit im Spiel zu fühlen. Dadurch kannst du in den Fokus gelangen, der dir auch im Studium geholfen hat. Sobald du gedanklich aufhörst, dagegen zu sein, erzeugst du selbst keinen innerlichen Gegendruck mehr, sondern öffnest einen Raum für Veränderung und Neues. Als Merksatz dient hierbei: „Druck erzeugt Gegendruck“.

Stell dir im zweiten Schritt gerne noch die Frage, was deine drei bis fünf Gründe sind, warum du Tennis spielst? Wozu spielst du Tennis, um was zu erleben und zu spüren? Lenke, insbesondere vor Beginn und am Anfang des Matches, deine Aufmerksamkeit darauf. Rein kognitiv weißt du, dass Formulierungen, wie „keine Fehler machen“ nicht hilfreich sind. Fokussiere demnach eher ins „Stattdessen“, also auf deine Gründe, wozu du Tennis spielst und richte dabei stets den Blick auf gelungene Momente.

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Deine Frage?

Wir von Die Sportpsychologen sind für dich da. Und weil wir wissen, dass manchmal eine kleine Schwelle im Weg steht, Kontakt zu einem “Psychologen”, einer “Psychologin” oder einer/einem “MentaltrainerIn” zu suchen, machen wir einen Schritt auf dich zu. Wenn du also auch eine Frage an uns loswerden möchtest, dann nutz dafür das folgende Formular.

    Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden. Deine Name, deine Mailadresse und deine Telefonnummer werden nicht veröffentlicht.

    Wichtig zu wissen: Manche Fragen und deren Antworten veröffentlichen wir nicht. Wir treten dann mit den jeweiligen FragestellerInnen persönlich in Kontakt. Dies behalten wir uns für Fälle vor, in denen die Anonymität nicht gewährleistet werden kann oder das angestoßene Thema besser im geschützten Raum besprochen wird. Zudem gilt: Unsere Antworten können nicht mehr als Anstösse liefern. Anstösse, von denen du als Leser oder Leserin ableiten kannst, wie wir von Die Sportpsychologen ticken und was wir so machen.

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    Dr. Christian Zepp: “Um die Qualität hochzuhalten, braucht es internationalen Austausch”

    Wer hat in den vergangenen Monaten im Netz nicht das verheißungsvolle Format “Virtual Applied Sport Psychology Summit“ wahrgenommen? Aber was steckt dahinter? An wen richten sich die digitalen Events konkret? Und wie soll das Online-Angebot die angewandte Sportpsychologie und die Forschung auf neuen Wegen weiterbringen? Dies haben wir Dr. Christian Zepp gefragt, den Mann hinter der Buchstabenkombination VASPS und Macher des innovativen Digitalprojekts.

    Dr. Christian Zepp, was gibt dein Eventformat “Virtual Applied Sport Psychology Summit” der Sportpsychologie, das bislang fehlte?

    Ich bin der Überzeugung, dass mit dem Eventformat “Virtual Applied Sport Psychology Summit“ eine internationale, interaktive und gleichzeitig flexible Verknüpfung von Wissen und Erfahrungen von in der Sportpsychologie tätigen Personen erreicht werden kann. Der regelmäßige und auch internationale Austausch zwischen sportpsychologischen Expertinnen ist meiner Meinung nach notwendig, um die Qualität in der Arbeit für unsere Klient:innen so hoch wie möglich halten zu können. Dieser internationale Austausch ist aber meist nur auf Kongressen und Tagungen möglich, die sowohl zeit- als auch kostenintensiv sind, wenn man sich einmal An- und Abreise, Übernachtungen, Verpflegung und Tagungsgebühren anschaut. Da kommen für eine Teilnahme an der AASP Conference in den USA schnell 2.000 EUR zusammen – zusätzlich zum Zeitaufwand. Der Vorteil von virtuellen Angeboten ist, dass man von allen Orten auf der Welt daran teilnehmen kann und so örtlich und zeitlich flexibel bleibt – und auch einmal in einer freien Stunde einem aufgezeichneten Vortrag oder Workshop lauschen kann. Gleichzeitig ist aber ja auch klar, dass der persönliche Kontakt zwischen den Menschen (auf Tagungen und auch sonst) sehr wichtig ist – und dieser persönliche Austausch kann, wenn überhaupt, teils nur schwer in virtuellen Formaten erreicht werden. 

    Welche Potentiale verbindest du speziell mit dem Austausch zwischen ExpertInnen aus aller Welt?

    Ich bin der Überzeugung, dass über eine starke internationale Vernetzung jede:r einzelne sportpsychologische Expert:in und Sportpsycholog:in für die eigene Tätigkeit profitiert, wodurch in Konsequenz die Klient:innen profitieren und sich die Sportpsychologie als Profession weiterentwickeln kann. Dies wird zwar selbstverständlich auch über die verschiedenen wissenschaftlichen Publikationen erreicht, aber meine Erfahrung ist mit VASPS dann doch in letzter Zeit geworden, dass vielen angewandt arbeitenden Kolleg:innen national wie international häufig die Zeit und Gelegenheit fehlt, entweder selber zu publizieren oder sich auch regelmäßig und intensiv mit den aktuellsten Publikationen zu beschäftigen. VASPS und VSP mit seinen verschiedenen Angeboten versucht diese Lücke dann als eine mögliche Brücke zu schließen. 

    Wie wird sich aus deiner Sicht die angewandte sportpsychologische Arbeit in den kommenden Jahren verändern und worauf sollten wir alle im Feld diesbezüglich achten? 

    Ich habe hierzu zwei Gedanken. Erstens denke ich, dass an vielen Stellen versucht werden wird, noch mehr Technologie und Apps in verschiedenen Formen zu nutzen. Insgesamt können diese neuen technologischen Angebote auch einigen Athlet:innen weiterhelfen. Gleichzeitig bin ich jedoch überzeugt, dass wir bei allem Fokus auf Technologie das Wichtigste in der Arbeit mit unseren Klient:innen nicht vergessen dürfen: den Menschen. Alle Technologie – und da schließe ich die verschiedenen VSP Angebote mit ein – funktioniert nicht, wenn der Kontakt und die Beziehung zum Menschen nicht vorhanden sind. Daher bin ich der Überzeugung, dass wir uns in der Profession gerade in der Ausbildung neuer angewandt arbeitenden Personen u.a. auch verstärkt auf die Vermittlung von inneren Haltungen in der Arbeit mit Menschen konzentrieren sollten. Der zweite Punkt bezieht sich unmittelbar auf die Zahl der in der angewandten Sportpsychologie arbeitenden Menschen: Die Zahl der Absolvent:innen verschiedener Ausbildungsstränge werden immer größer – gleichzeitig bleibt das Stellenangebot nahezu gleich. Ich habe die Befürchtung an einigen Stellen, dass das zu einer größeren Konkurrenz und vielleicht auch Missgunst zwischen den sportpsychologischen Expert:innen und Sportpsycholog:innen in Deutschland führt, oder zumindest führen kann. In diesem Klima werden dann Best oder Worst Practices, Workshoppläne oder andere Informationen nicht mehr geteilt, um selbst einen Vorteil den anderen gegenüber zu haben. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir nicht nur eine ethisch Verantwortung für die Athlet:innen, Trainer:innen sowie Vereine und Verbände, sondern auch für die Profession der Sportpsychologie haben. Dieser Verantwortung können wir aber meiner Meinung nach nur gerecht werden, wenn wir die Sportpsychologie gemeinsam weiterentwickeln und teilen was wir wissen und erlebt haben, damit andere davon profitieren und vielleicht nicht die gleichen Fehler machen wie wir. In Summe: es geht nur gemeinsam mit anderen Menschen für andere Menschen. 

    Link zur Homepage: https://www.virtualsportpsych.com

    Bilder: Christian Zepp (c) Matthias Groppe, Christian Zepp (c) Corinna Cramer

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    Prof. Dr. Jana Strahler: “Wir wollen wissen, welche Fortbildungsangebote gebraucht werden”

    Im Programm der asp Tagung 2022 in Münster ging dieser Punkt unter. Am Rande der jährlichen Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie hat sich eine Arbeitsgruppe erstmalig getroffen, die zukünftig im Bereich Gesundheitssport neue Wege gehen will. Wir haben dazu mit asp-Vize Präsidentin Prof. Dr. Jana Strahler gesprochen.

    Prof. Dr. Jana Strahler, im asp-Vorstand verantwortest du als Vize-Präsidentin den Bereich Gesundheitssport. Warum ist genau dieser Arbeitsbereich im sportpsychologischen Kontext so wichtig und wird dennoch nur allzu gern übersehen?

    Bewegungsarmut und ein hohes Maß an Sitzzeit sind heutzutage mit die wichtigsten Risikofaktoren für verschiedene körperliche und psychische Erkrankungen: Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Beschwerden und Schmerzen im Muskel-Skelett-System aber auch Schlafstörungen oder depressive Störungen. Das ist nicht nur mit persönlichem Leid verbunden sondern bedeutet auch gesamtgesellschaftlich einen hohen Kostenfaktor.

    Sport bzw. allgemein Bewegung und ein aktiver Lebensstil fördern die Gesundheit. Menschen, die sich regelmäßig körperlich-sportlich bewegen, das zeigt die Forschung, sind körperlich und psychisch gesünder. Gesundheitssport bringt Menschen in Bewegung und verfolgt das Ziel, die individuelle Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu verbessern.

    Ziel des Bereichs Gesundheit innerhalb der asp ist es u.a. die Forschung zu bewegungsbezogener Prävention und Gesundheitsförderung zu unterstützen. 

    Wie gestaltest du deine Arbeit im asp-Vorstand und welche Rolle spielt dabei die Arbeitsgruppe, die kürzlich formiert wurde?

    Im asp-Vorstand haben wir seit längerer Zeit die Idee, unsere Forschungs- und Transferaktivitäten im Bereich der sportpsychologischen Fragen von Gesundheit stärker zu koordinieren. Hierzu haben wir die verschiedenen gesundheitsorientierten Arbeitsgruppen unter den asp-Mitgliedern zu einer „Interessengruppe: Sportpsychologie und Gesundheit“ eingeladen. Im Rahmen der diesjährigen asp-Tagung in Münster fand ein erstes Vernetzungstreffen statt, was neben dem breiten Interesse unserer Mitglieder auch den Wunsch zu Vernetzung, Koordination von sinnvollen Forschungs- und Transferfeldern bzw. Weiterbildungsangeboten, das Ziel einer stärkeren Positionierung der Sportpsychologie bei nationalen und internationalen Bemühungen deutlich gemacht hat. Wir koordinieren hier nun die nächsten Schritte.

    Welche konkrete Ziele verfolgst du in den kommenden Monaten oder Jahren und wie können SportpsychologInnen, SportlerInnen, TrainerInnen oder andere dir dabei helfen?   

    Als Ressort Gesundheit setzen wir uns dafür ein, dass die sich asp als Repräsentation sowohl der angewandt arbeitenden Sportpsycholog:innen und als Verband aller Teildisziplinen (Gesundheitssport, Spitzensport, Rehasport, Schulsport etc.) versteht. Unser erster Schritt dahin ist die Gründung der Interessengruppe. Weiteres Ziel sind der Ausbau und Erweiterung der Curricula im Bereich Gesundheitspsychologie – hier rufen wir auf, Ideen beizusteuern bspw. welche Weiterbildungsangebote gewünscht sind. Darüber hinaus etablieren wir ein umfassenden Expert:innen-Datenbank, die der Vernetzung nach „innen“ und „außen“ dient, also zu wichtigen Stakeholdern wie Krankenkassen oder in die Politik. Darüber hinaus streben wir die Zusammenarbeit mit weiteren Verbänden an, zu denen wir deutliche Interessenschnittmengen haben, wie beispielsweise der AG Sportpsychiatrie innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Kinder und Jugendpsychiatrie.

    Kontakt zur asp: Vorstand

    Foto: Silvia Wolf Fotografie

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    Felix Pik: “Im Unbekannten liegen oft verborgene Schätze”

    Früher war die Welt für Sportpsychologen und Sportpsychologinnen vergleichsweise einfach: In der Kabine gab es einen Tipp von einem Mitspieler oder einer Mannschaftskollegin. Oder aus dem Trainerteam. Und dann wurde derjenige oder diejenige eben angerufen oder kontaktiert. Heute wollen SportlerInnen vor dem Erstkontakt möglichst viel über die Experten und Expertinnen erfahren. Ein gutes Mittel – zum Beispiel neben einem Profil bei Die Sportpsychologen (mehr Infos) – sind Podcasts. Wir haben uns mit Felix Pik, dem Macher des “SportPsych Radios” über das auch in der Sportpsychologie beliebte Medium Podcast unterhalten.

    Felix Pik, warum sind Podcast aus deiner Sicht ein ideales Mittel, um sportpsychologische Inhalte zu relevanten Zielgruppen zu transportieren? 

    Podcasts sind ein leicht zugänglicher, kostengünstiger Weg, um in sportpsychologische Themen einzusteigen. Ich glaube, dass Podcasts oft nicht nur zur Wissensvermittlung konsumiert werden, sondern auch eine Unterhaltungsfunktion erfüllen. Sie werden meist “nebenbei” gehört, bei der Busfahrt oder beim Aufräumen. Andere Medien, wie z.B. Blogeinträge oder Bücher erfordern viel mehr Aufmerksamkeit. Und außerdem funktioniert Sportpsychologie aus meiner Sicht besonders gut als Kommunikationsprozess von Mensch zu Mensch. Die Stimme eines*r Expert*in oder erfahrenen Sportler*in vermittelt so viel mehr als ein schwarz-weißer Text: Klingt die Person für mich sympathisch? Ist sie sicher in dem, was sie sagt? Kann ich ihr vertrauen? Emotionen, nachdenkliche Sprechpausen, das direkte Ansprechen der Hörer*innen – all das macht Podcasts unverwechselbar.

    In den vergangenen zwei, drei Jahren hat es geradezu einen Boom an Sportpsychologie-Podcasts gegeben. Welches Alleinstellungsmerkmal hast du mit deinem Podcast-Projekt “SportPsych Radio” und glaubst du, dass es auch ein zu viel an Anbietern geben kann?

    Für einen guten Podcast ist immer Platz. Es wird mit steigendem Angebot nur immer schwieriger für die Hörer*innen, den richtigen Podcast für sich selbst zu finden. Es ist wie mit einer großen Bibliothek: Ob man das richtige Buch ausgeliehen hat, weiß man erst, wenn man es liest.

    Bei SportPsych Radio war es mir ein Anliegen, besonders auch über Randsportarten wie z.B. Voltigieren, Rudern oder Apnoetauchen zu sprechen. Im Unbekannten liegen oft verborgene Schätze.

    Zum Schluss noch ein Tipp aus der Praxis: Was muss ein neuer Podcast zum Thema Sportpsychologie können oder machen, um noch ausreichend SportlerInnenohren zu erreichen? 

    Gegenfrage: Was sind “ausreichend SportlerInnenohren”? Man muss an die Hörer*innen denken, die den Play-Button ins Ungewisse drücken: Als Podcaster*in ist man für einige Zeit Teil ihres Lebens. Es ist unsere Verantwortung, diese Zeit mit einem inhaltlichen und unterhaltsamen Mehrwert zu füllen. Außerdem glaube ich, dass die Audioqualität für einen guten Podcast wichtiger ist, als Manche vermuten mögen.

    Zum Podcast: http://www.pikperformance.com/sportpsychologie-podcast.html

    Foto: © Radio Event GmbH

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    Violetta Oblinger-Peters: “Inzwischen reise ich mit meinen AthletInnen virtuell immer mit”

    Zwei Leben in einem. Nach der sportlichen Karriere mit Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften, ist die frühere Kanu-Slalom-Athletin Violetta Oblinger-Peters nun in der Sportpsychologie durchgestartet. Im Jahr 2022 hat sie den Erwin-Hahn-Studienpreis der asp gewonnen. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit betreut die geborene Schwerterin auch zahlreiche Sportler und Sportlerinnen. Inwiefern sich die Betreuungsarbeit durch Corona verändert hat, erklärt sie uns im Interview.

    Violetta Oblinger-Peters, du hast eine viel diskutierte und nicht zuletzt ausgezeichnete Arbeit über Psychohygiene von Sportpsychologen in der Corona Pandemie geschrieben. Kurz zusammengefasst, welche Herausforderungen haben die Zeit denn für Kollegen und Kolleginnen so besonders gemacht?

    In meiner qualitativen Interviewstudie ging es ganz allgemein darum, wie sportpsychologische ExpertInnen ihre Betreuungsarbeit seit Beginn der Pandemie wahrnehmen. Dabei hat sich gezeigt, dass private und berufliche Lebensbereiche sehr stark ineinander übergegangen und die Grenzen verschwommen sind, wodurch sich verschiedene Herausforderungen für die SportpsychologInnen ergeben haben. Beispielsweise wurde es als große Belastung empfunden den KlientInnen im digitalen Raum Verschwiegenheit zuzusichern, wenn z.T. aus privaten Wohnräumen in Anwesenheit der eigenen Familie beraten musste. 

    COVID hat auch dazu geführt, dass sportpsychologische ExpertInnen ihre eigene Arbeitshaltung und Beratungsphilosophie hinterfragt und überprüft haben. Dabei haben sich interessanterweise alle Befragten bestätigt gefühlt ihren eingeschlagenen Weg (z.B. eine systemische Beratungspraxis) weiterführen zu wollen. Zu Beginn der Pandemie herrschte bei fast allen Befragten eine große Unsicherheit darüber, wie proaktiv sie Kontakt zu ihren KlientInnen halten sollten. Während einige sehr schnell aktive Angebote machten, zogen andere sich zunächst zurück und warteten ab, bis die KlientInnen von sich aus Kontakt aufnahmen. 

    Konsens bestand in der Erfahrung, dass im Anfangsstadium der Pandemie im Frühjahr 2020 keine (verstärkte) Nachfrage an sportpsychologischer Beratung bestand sondern es im Gegenteil sehr ruhig wurde. Erst viel später, im Winter/ Frühjahr 2021 änderte sich diese Grundstimmung ihrer Erfahrung nach, als die KlientInnen der Situation überdrüssig wurden. Diese akkumulierte Pandemie-Müdigkeit wurde von den ExpertInnen selbst geteilt, denn sie waren die Situation, nur digital beraten und eingeschränkt im Training und Wettkampf begleiten zu können, satt. Wesentliche Charakteristika ihrer Betreuungsarbeit im Spitzensport wie beispielsweise das Mitreisen, der regelmäßige Kontakt zu AthletInnen, die informellen Gespräche mit KollegInnen fielen weg. Ein Sportpsychologe schilderte im Interview, dass er einfach nur noch weg wollte vom Computer, wurde sehr emotional, weinte und rief: „Ich war es so leid! Einfach nur noch satt! Es war eine wirklich harte Zeit…” 

    Die Interviews waren z.T. sehr gefühlsintensiv, was sehr deutlich zeigt, dass sportpsychologische BeraterInnen eben nicht nur als ExpertInnen sondern auch als Menschen durch diese Pandemie gegangen sind! Eine sehr wichtige Ableitung ist meiner Meinung nach, dass Selbstfürsorge für effiziente und nachhaltige Betreuungs- und Beratungsarbeit in der Sportpsychologie eine ethische Notwendigkeit und kein Luxus ist. Ohne Selbstfürsorge als Fundament wird die Fürsorge anderer unmöglich: You can’t pour from an empty cup!

    Mal ganz persönlich: Mit welcher Strategie bist du durch den bisherigen Pandemieverlauf gekommen und welches Rüstzeug hast du für dich für den Herbst schon parat gelegt?

    Ich bin mir bewusster geworden über das, was mir wirklich wichtig ist im Leben: Ich mache sehr regelmäßig Sport und lebe einen aktiven Lebensstil mit sehr viel Kontakt zur Natur. Alles, was irgendwie machbar ist, verlagere ich an die frische Luft, z.T. mache ich auch walk’n’talks an der frischen Luft mit meinen KlientInnen bzw. treffe sie digital draußen. Für mich ist in der Natur sein, die Luft zu riechen, tief mit jeder Zelle meines Körpers atmen zu können, reinste Selbstfürsorge. Außerdem versuche ich bewusst Zeit mit meiner Familie zu haben (auch wenn ich leider fast jedes Wochenende arbeite) – es sind die kleinen Minimomente im Alltag, die zählen.

    Seit Pandemiebeginn berate ich sehr viel digital, was von meinen KlientInnen sehr geschätzt wird, da der Kontakt sehr regelmäßig und von den Zeiten her flexibel möglich ist. Mittlerweile ist es Usus für sie mir von überall auf der Welt kurz ein Update zu geben. Da reise ich also virtuell immer mit!

    Du hast den Wechsel aus dem Spitzensport in die Wissenschaft gemeistert. In welcher Art und Weise gleichen sich denn die Disziplinen? Und was rätst du Sportlern und Sportlerinnen, die nach der Karriere in der Sportpsychologie, egal ob wissenschaftlich oder angewandt, durchstarten wollen?   

    Ich sehe tatsächlich sehr viele Parallelen in diesen beiden Domänen, denn das im Spitzensport dominante Leistungsnarrativ (performance narrative; Douglas & Carless, 2006), welches die vollkommene Aufopferung für den Sport verlangt und dabei andere Lebensbereiche/Identitäten verdrängt, herrscht meiner Meinung nach auch in der Wissenschaft vor. Es geht in der Forschung eben auch darum auf hohem Niveau schnell und beständig zu performen – nichts Neues also, wenn man aus dem Leistungssport kommt! 

    Raten würde ich an der Sportpsychologie Interessierten sehr breit zu lesen zu beginnen und dann eine gesunde Auswahl an Themen zu treffen, auf die sie sich spezialisieren wollen. Die Sportpsychologie ist ungemein vielfältig und gerade in den letzten Jahren haben sich etliche neue Forschungsfelder aufgetan. Da einen Überblick zu behalten und sich nicht zu verlaufen, wenn man an vielen verschiedenen Forschungssträngen/Diskursen interessiert ist, ist eine ziemliche Herausforderung.

    Für den angewandten Bereich gilt dies für mich ebenso: Es gibt tolle Artikel zu Fallstudien, aus denen man gerade zu Beginn viel lernen kann. Danach gilt es, sich darüber bewusst zu werden, welchem Beratungsansatz man folgen möchte und sich auf diesen zu spezialisieren.

    Was für mich allerdings ein großer Unterschied zwischen Athletin und Sportpsychologin sein ist, ist dass ich als helfende Profession „unsichtbar“ agiere. Es geht darum, meine KlientInnen bestmöglich in ihren Aufgaben und in ihrer Lebensführung zu unterstützen und dabei im Hintergrund zu arbeiten. Mir wurde nach Tokio von einem Klienten in dem Medien gedankt für die tolle Zusammenarbeit. Das hat mich wahnsinnig gefreut, weil ich es als enorme Wertschätzung empfunden habe, aber gleichzeitig auch sehr überrascht, denn ich erwarte mir gar keine öffentliche Aufmerksamkeit für meine Betreuungsarbeit. Wenn ich gute Arbeit leiste, dann melden es mir meine KlientInnen rück und evaluieren sie positiv. DAS ist vollkommen ausreichend und macht Lust auf mehr. Zu sehen, dass ich einen kleinen Beitrag dazu leisten kann, dass Menschen sich selbst besser kennen und verstehen lernen und sie auf vielfältigste Weise wachsen zu sehen, ist für mich ungemein faszinierend und macht mich gleichzeitig sehr demütig vor meinen KlientInnen und dem Leben ganz allgemein!

    Bildquelle: Violetta Obliber-Peters (Bild: Martin Pröll)

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    Johanna Constantini: Aus der Liebe für den Sport lernen

    Was hat die digitale Darstellung von Pärchen im Netz, also bei Instagram, Facebook oder auch tiktok, mit der Lebenswirklichkeit im Leistungssport zu tun? Eine ganze Menge, schließlich ist die persönliche Bindung in sportlichen Beziehungsgeflechten oftmals auch als sehr eng einzustufen. Und vor allem kann der Sport durchaus aus dem privaten Beziehungsmanagement lernen.

    Zum Thema: Von #goals im Sport – Postings als Teamstrategie

    Als soziale Wesen dreht sich unser Dasein vor allem darum, miteinander in Beziehung zu treten. Selten passiert dies intensiver, als im Sport. Schließlich ist es der Lebensbereich, der zumeist Leidenschaften bündelt, die zur Höchstleistung motivieren. Wegbegleiter sind häufig Bezugspersonen, mit denen man sportliche Extreme durchlebt hat und an Herausforderungen gewachsen ist. Leidenschaft schweißt zusammen und bedeutet vielfach Teamwork bis an die Spitze. Dabei stellt jene Zusammenarbeit gleichsam das höchste Gut dar, um auch im Sport gesund zu bleiben. Zumindest eine stabile Bezugsperson an der Seite zu wissen. 

    Beziehung zu leben, bedeutet jedoch heute oftmals etwas anderes, als es dies noch vor wenigen Jahren getan hat. Vor allem, was die Darstellung nach außen angeht. Sogenannte #couplegoals-Postings lassen im Privatleben eine ganze Community aufhorchen, in dem sie zeigen, was an einer Liebesbeziehung scheinbar wichtig ist. Bilder, Videos und poetische Zeilen bilden die virtuelle Darstellung jener Paare ab, die sich an den Likes und Comments ihrer Fans erfreuen. 

    Was heißt das für den Sport?

    Auch wenn die Beziehungen im Sport zwischen Teamkollegen, Trainern und Athleten oder auch Personen aus dem Betreuerstab andere Eigenschaften als Liebesbeziehungen vorweisen, so werden sie ebenfalls vielfach im digitalen Rampenlicht zur Schau gestellt. Zumindest von einem Part. Diese #goals bedürfen genauso Absprachen. Nämlich zwischen denjenigen, die auf den Postings abgebildet, damit virtuell präsentiert werden. Beziehung funktioniert schließlich nicht ohne Kommunikation. Nicht im Leben, nicht im Sport und nicht im Netz. 

    Mehr zu #couplegoals in einem Interview von Johanna Constantini für die Presse: 

    https://www.diepresse.com/6167108/couplegoals-wie-beziehungen-online-gelebt-werden?from=rss

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    Markus Gretz: Alexandra Popp und die Henne oder das Ei

    Wenn man die Spielerinnen der deutschen Fußball Nationalmannschaft in den Interviews während der finalen EM-Phase sieht, beobachtet man viel Spaß und Freude. Mir kam dabei heute die Frage in den Sinn, was kam wohl zuerst? Hatte die sportlich überragende Alexandra Popp schon von Beginn der EM so viel Spaß oder ist sie erst aufgrund der sportlichen Erfolge so gelöst und fröhlich? Als Nächstes kommt mir die Frage in den Sinn, wie sich diese Stimmung wohl auf die sportliche Leistung auswirken wird oder ausgewirkt hat?

    Zum Thema: Spaß als Erfolgsfaktor im Leistungssport

    Ich habe schon oft mit Sportler*innen in meinen Coachings darüber gesprochen wie man wieder mehr Spaß im Sport haben kann. Die einfache Lösung, der die meisten Klient*innen auch schon Jahre lang hinterherrennen, ist der Weg, durch Erfolge für mehr Freude am Tun zu sorgen. Klar, gewinnen macht Spaß! Wenn ich aber den Spaß erzeugen will, indem ich mich zwanghaft auf’s gewinnen versteife, dann macht mir das zumindest eher unangenehmen Druck und eher nicht mehr so viel Spaß.

    In den Beratungen gehen wir dann meist ganz systemisch-zielorientiert das Ganze von hinten an. Wir versuchen dann erst mal das Gefühl und den Zustand vorzustellen, wenn es wieder so richtig Spaß macht und überlegen uns, was man dann anders fühlen würde, was man anderes tun würde und wie andere einen anders sehen würden. Wir nutzen dabei die menschliche Vorstellungskraft und können neue Lösungsräume schaffen, um zum Ziel zu kommen. Die meisten Sportler*innen entwickeln in diesem Prozess konkrete Ideen, wie sie wieder mehr Spaß im Sport haben wollen.

    Spaß als Erfolgsfaktor

    Aber ist man mit Spaß auch erfolgreich? Diese Frage ist auch im Coaching sehr wichtig. Wenn ich sie den Athlet*innen stelle, kommt meist ein klares “Ja, klar!”. Erst auf die Frage, ob der Spaß auch Nachteile für die Leistung haben kann, werden viele stutzig und nachdenklich. Dann kommen meistens langsam Ideen, wie: “Man könnte zu unkonzentriert und leichtsinnig werden.” 

    Diese sogenannte Auswirkungsüberprüfung ist ein sehr wichtiger systemischer Prozess. Denn jede Lösung wird auch neue Probleme bringen. Wenn man sich aber schon vorher Gedanken über die Nachteile einer Lösung macht, ist es möglich, auch dafür Lösungen und Möglichkeiten zu finden oder diese einzupreisen.

    Erst Erfolg, dann Spaß oder umgekehrt?

    So können Sportler*innen einen Zustand erzeugen, in dem sie Spaß haben aber mit viel Konzentration und genug Ernsthaftigkeit. Vielleicht versuchen Spieler*innen sogar ihr ganzes Team mit diesem Zustand “anzustecken”. Der Erfolg kann dann ganz natürlich kommen und muss nicht erzwungen werden.

    Natürlich wird der Spaß auch meist mehr, wenn sich der Erfolg dazu gesellt und die gelöste Stimmung im deutschen Team hat sicherlich auch etwas mit dem – zumindest für Außenstehende – überraschenden sportlichen Höhenflug zu tun. Allerdings habe ich schon mehrmals in meiner Arbeit die Erfahrung gemacht, dass Athlet*innen es zuerst schaffen, wieder mehr Spaß zu haben und dann der Erfolg dazu kommt. Es bleibt also auch hier ein ungelöstes philosophisches Problem. Es können beide den Anfang machen: Spaß und Erfolg!

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    Quellen:

    https://www.sportschau.de/fussball/frauen-em/alexandra-popp-112.html

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    Themenseite: Stress und Leistungsdruck

    Denken wir nur an uns bestens bekannte Interview-Situationen. Der Sportler oder die Sportlerin hat gerade bei einer großen Meisterschaft oder einem anderen Top-Event alles reingeworfen, was ging. Und darf dann vor einem Mikrofon Rede und Antwort stehen. In sicher neun von zehn Fällen sprechen die SportlerInnen im Verlauf des Interviews über das Thema Druck und Stress. Häufig ist das Thema dann negativ besetzt, dabei gehört Leistungsdruck zu einem stetigen Begleiter im Sport. Nur haben nicht wenige AthletInnen noch nicht den optimalen Umgang gefunden. 

    Wir von Die Sportpsychologen haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Texte zum Thema veröffentlicht. So haben Thorsten Loch (zum Profil) und Prof. Dr. René Paasch (zum Profil) vor allem den Aspekt des Scheiterns unter großem Druck in den Fokus genommen. Darauf aufbauend zeigt Klaus-Dieter Lübke Naberhaus (zum Profil) auf, wann Druck zu Stress wird. Als Beispiel nimmt er die Performance der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft bei den olympischen Spielen in Peking. Im Wintersport und bei den Olympischen Spielen bleibt Lisa König (zum Profil), die in ihrem Text besonders auf die wichtige Rolle der Aktivierung eingeht. 

    Kann Druck auch gesundheitlich gefährlich werden? Dieser Frage geht Prof. Dr. Oliver Stoll (zum Profil) auf den Grund. Auf dem Weg dahin erklärt er unter anderem, was es mit dem viel strapazierten Begriff Mindset auf sich hat. Dr. Christian Reinhardt (zum Profil) macht zum Abschluss deutlich, dass Druck eben auch ein Privileg sein kann und weshalb es sich gerade in stressigen Phasen lohnen kann, in den Rückspiegel zu schauen. 


    Hinweis: Unsere Experten und Expertinnen (zur Übersicht) helfen dir individuell gern weiter, wenn du die Sportpsychologie für dich nutzen willst. Darüber hinaus kannst du mit Hilfe unseres Online-Coaching Programmes “Abliefern, wenn es darauf ankommt” (zum Angebot) dein sportpsychologisches Grundwissen ausbauen beziehungsweise festigen.

    Abliefern, wenn es darauf ankommt:

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    Jürgen Walter: “Es ist kein Jürgen-Walter-Verband”

    Es sei kein “Jürgen-Walter-Verband”, sagt Jürgen Walter. Gemeint ist eine von dem Düsseldorfer gegründete Vereinigung, welche der angewandten Sportpsychologie auf die Sprünge helfen will. Nach vielen Personalwechseln im Vorstand in der Gründungsphase und etwas Verzug mit dem Start einer eigenen Homepage soll der Verband der praktischen Sportpsychologie nun erste Aktivitäten umsetzen. In den Kreisen der etablierten Sportpsychologen und Sportpsychologinnen wird der Verband noch eher wenig beachtet. Kritisch stößt demgegenüber auf, dass allein mit der Formulierung “Verband” eine Konkurrenzsituation zur asp, der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie in Deutschland, vermutet werden kann. Wir haben Jürgen Walter, der bis zum Juni 2022 Profilinhaber von Die Sportpsychologen war, zu einem Interview gebeten.   

    Jürgen Walter, du hast vor etwa zwei Jahren einen Verband der praktischen Sportpsychologie gegründet. Was ist die Absicht dieser Gründung, was willst du erreichen und was sind konkrete Vorhaben? 

    Die Erkenntnis, dass sportpsychologische Aspekte im Sport von der 1. Bundesliga bis zur 3. Kreisklasse wichtig sind, hat in den letzten Jahren in Deutschland mehr und mehr an Bedeutung gewonnen. Dennoch findet sie nicht die Beachtung, die ihr zustehen müsste. Nach wie vor steigen auch im Profisport in Deutschland Mannschaften lieber ab, als sich sportpsychologische Unterstützung zu holen. Wir wollen dazu beitragen, dass das Image der Sportpsychologie weiter steigt und auch z.B. im Amateursport mehr zur Anwendung kommt. dies können aus unserer festen Überzeugung andere Verbände nicht leisten. Auch wenn z.B. die asp den praktischen Aspekten der Sportpsychologie zuletzt immer mehr Bedeutung beigemessen hat, steht bei ihr dennoch die wissenschaftliche Erforschung sportpsychologischer Fragestellungen im Vordergrund. 

    Zuletzt gab es etwas Wirbel um deinen Verband. Gerade weil die Bezeichnung Verband ja eine gewisse Konkurrenz zum Berufsverband asp, der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie in Deutschland vermuten lässt. Ist der Wirbel einkalkuliert oder hast du die Absicht, die Wogen zu glätten?

    Der neue Verband ist ja kein Jürgen-Walter-Verband, ich bin nur zufällig derzeit der 1. Vorsitzende. Der neue e.V. wird – so wie die asp – solange bestehen, bis 3/4 der Mitglieder die Auflösung beschließen. Zur Gründung haben sich ca. 20 Interessierte und engagierte Personen zusammengefunden, mit Heike Henkel und Christian Keller auch zwei früher international sehr erfolgreiche Athleten*Innen. Der Name der neuen Institution wurde mit dem Justiziar in unserem Berufsverband BDP e.V. sehr lange erörtert. Möglich wäre gewesen: Deutsche Gesellschaft für Sportpsychologie e.V. oder Sportpsychologische Gesellschaft e.V., aber das hätte erneut zu wissenschaftlich geklungen. Leider ist der Titelschutz für Psychologen nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs von 2018 sehr aufgeweicht, wir hätten uns daher sogar Verband der praktischen Sportpsychologen. e.V. nennen dürfen, auch wenn wir – wie die asp – auch Nicht-Psychologen aufnehmen. Das hat mich schon sehr gewundert bzw. irritiert! Wir verstehen uns nicht als Konkurrenz zu anderen Verbänden, sondern wollen eher die Möglichkeiten der praktischen Sportpsychologie bekannt machen und weiter entwickeln, wie z.B. die Erstellung von sportartspezifisichen Entspannungsmedien zur Verbesserung der mentalen Stärke und die Produktion weiterer Filme zu sportpsychologischen Themen, möglichst wieder in Fernsehqualität. Auch die Organisation eines “Tag der Sportpsychologie” einmal jährlich in jedem Bundesland haben wir uns auf die Fahne geschrieben.

    Im Oktober planst du einen Tag der Sportpsychologie NRW. An wen richtet sich die Veranstaltung? Und wie wirst du das Event virtuell ausgestalten?

    Am Freitag, 21. Oktober, soll der nächste “Tag der Sportpsychologie NRW” – der übrigens von unserem Berufsverband BDP unterstützt wird – zum Thema “Sportpsychologische Aspekte beim Coachen von Kindern und Jugendlichen” als Präsenz-Veranstaltung im Tischtenniszentrum Düsseldorf stattfinden. Dort fand diese Veranstaltung bereits vor Corona zweimal statt. Als Hauptredner konnten wir diesmal Jan Fitschen gewinnen, ehemaliger 10.000-m Europameister, der über vergleichende Förderung junger Athleten in Deutschland und Kenia berichten wird. Eine Teilnahme könnte insbesondere für Trainer interessant sein aber auch für alle Berufsgruppen, die Kindern und Jugendlichen im Sport fördern wollen.

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