Jeder Ausdauersportler ist schon einmal über die Abkürzung "UWV" oder das dahinter verborgene Wortungetüm "Unmittelbare Wettkampfvorbereitung" gestolpert. Allzu oft stelle ich aber bei meinen eigenen Wettkämpfen fest, dass sich viele Athleten mit der Nutzung von überlegt entwickelten Routinen schwer tun. Sogar bei echten Profis stoße ich in diesem Themenbereich nicht selten auf größeres Optimierungspotential. 
Catia Gubelmann ist eine Schweizer Nachwuchssprinterin. Die junge Leichtathletin startet für den LC Uster. Im Rahmen des Englischunterrichtes bekam sie die Aufgabe, über einen “Ort” zu schreiben. Die Tochter des Profilinhaber Dr. Hanspeter Gubelmanns verfasste daraufhin diesen Text:
Bei der SGS Essen sind Cheftrainer Daniel Kraus und Sportpsychologe Dr. René Paasch seit 2016 ein Gespann. Der frühere Zweitliga-Profi, der für den FC Carl Zeiss Jena als Torhüter knapp 100 Spiele bestritten hat, wollte bei seinem Amtsantritt unbedingt einen Fachmann für den Arbeitsbereich Sportpsychologie als Teil seines Trainerteams etablieren. Zum Video in voller...
Bei den olympischen Spielen in Tokyo im Sommer 2020 wird Klettern olympisch. Die Medaillen werden aber nicht in den etablierten Einzeldisziplinen des Sportkletterns vergeben, sondern in einer Kombination aus Lead, Speed und Bouldern. Viele Athleten stehen vor riesigen Herausforderungen - schließlich müssen sie ihr Können nun auch in Wettkampfformen unter Beweis stellen, von denen sie bislang lieber die Finger gelassen haben.
“Ich wollte Kontrolle über die Situation haben”, sagt Matthias Hofbauer rückblickend. Aber gibt es eine wirkliche Kontrolle beim Penalty überhaupt? Spielt nicht Zufall, Tagesform oder die Leistung des gegnerischen Goalies eine so dominante Rolle, so dass sich diese spielentscheidenden Sekunden eigentlich nicht trainieren lassen? Oft heisst es ja auch, dass der tatsächliche Druck einer solchen Situation gar nicht künstlich herzustellen sei… Der 37-Jährige Leader der Schweizer Unihockey-Nati wollte vor seinem augenscheinlich letzten WM-Auftritt im Dezember 2018 aber nichts dem Zufall überlassen und bereitete sich mit Hilfe des Bewegungsvorstellungstrainings intensiv auf den Showdown im Penalty-Schiessen vor. Nicht ohne Grund...
Welche Bedeutung hat die Sportpsychologie im Judo? Alexander Wieczerzak, Judo-Weltmeister 2017, hat zum Thema besondere Erfahrungen gemacht.
«Ich habe das ungefähr mit 13 Jahren so richtig gemerkt und meine erste Reaktion war eigentlich, dass es sich sehr natürlich angefühlt hat, also gut. Ich wusste aber auch, wie mein Umfeld, also die Familie, die Schule und die Freunde so ungefähr über dieses Thema dachten. Also hatte ich auch Angst, als anders abgestempelt zu werden oder etwas Falsches zu machen.»
Gerade im Ausdauersport ist die Psychologie besonders wichtig. Denn solch ein Rennen dauert neun Stunden und wenn dann der Kopf nicht am richtigen Platz sitzt, dann können neun Stunden schnell in die Hose gehen.
Aus einem fussballerischen „Opel“ kann auch die Sportpsychologie keinen „Porsche“ machen. Sie kann den Lack polieren, den Einspritzer optimieren, den Vergaser frei bekommen. Also die Leistungsfähigkeit maximieren.
Was ist Sportpsychologie? Welche Themenfelder umfasst die angewandte Sportpsychologie und wie entwickelt ein Sportpsychologe seine spezifischen Kompetenzen, um in der Sportpraxis Sportlerinnen und Sportler zu begleiten? Genau davon berichte ich üblicherweise in der ersten Semesterstunde in der Vorlesung «Sportpsychologie» im Rahmen des Lehrdiploms Sport an der ETH Zürich. Gestützt auf relevante Basisliteratur (siehe Quellenverzeichnis!) und exemplifiziert am eigenen Werdegang versuche ich, den Studierenden einen möglichst anschaulichen und interessanten ersten Einblick in unser Arbeitsfeld zu vermitteln. In einer abschliessenden Diskussion wird mir meist die Frage gestellt: „Gehört es zum Anforderungsprofil des Sportpsychologen, selbst ein sehr guter Sportler (gewesen) zu sein?“ Meine Antwort auf diese Frage lautet immer: „Aus meiner Optik nein! Was ich allerdings als unabdingbare Voraussetzung erachte, ist ein ausserordentlich hoch ausgeprägtes Interesse am Sport generell sowie möglichst vielfältige Selbsterfahrungen – als Trainerin oder als Athlet – in der Praxis.“ Von einer derartigen Selbsterfahrung berichtet dieser Beitrag.

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