Im Rahmen der Deutschen Klettermeisterschaft im neu geschaffenen Olympic-Combined-Format in Augsburg hat Johannes Wunder von Die Sportpsychologen Alma Bestvater getroffen. Die 22-Jährige ist eine der besten deutschen Kletterinnen und berichtet von Chancen und Nebenwirkungen des olympischen Windes, der in der Kletterszene weht. Denn schon 2020 wird die Sportart olympisch. Da die Aufnahme ins Programm aber mit einigen einschneidenden Veränderungen einhergeht, stehen selbst die Stars der Szene wie Alma Bestvater vor großen Herausforderungen.
Ski-Alpin-Athlet Christian Hirschbühl (27) ist mittlerweile in der Weltspitze angekommen und erfüllte sich 2018 mit seiner Olympia-Teilnahme in Peyongchang einen Traum. Der Slalom- & Riesenslalom-Spezialist hat einen sehr steinigen Weg hinter sich. Ein Weg, der geprägt war von vielen Rückschlägen wie Verletzungen oder Leistungstiefs, die ihn in seiner Entwicklung immer wieder zurück warfen. Ob er sich jedoch gerade deshalb so entwickelt hat, wie er sich entwickelte, erzählt er uns im folgenden Interview.
Ronaldo, der in Portugal vor allem deshalb verehrt wird, weil er Hoffnung macht, hat in den vergangenen Jahren an sportlicher und menschlicher Größe gewonnen. Selbst sein Firlefanz rund um die Freistöße können wir aus sportpsychologischer Sicht so eintüten, dass er allen anderen Kickern der Erde verdeutlicht hat, wie wertvoll Automatismen und Routinen sein können. Vielleicht hat er nun im Herbst seiner Karriere auch bewiesen, dass er seine Perfektionismus zu beherrschen gelernt hat. Wir erinnern an dieser Stelle an den Text von Prof. Dr. Oliver Stoll aus dem Jahr 2014 und hauchen leise “adiosch”:
Das Scheitern der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM 2018 ist historisch. Sehr ausschweifend wird nun darüber diskutiert, was in Russland nicht nur den Fans auf den Feiermeilen gefehlt hat: Wille, Überzeugung, Kreativität, Zusammenhalt und Führungsstärke. Solche kritischen Ansätzen führen in den allermeisten zurück auf das Team und das Teamgefüge - und genau hier setzen wir an.
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist erstmalig bei einer Weltmeisterschaft in der Vorrunde ausgeschieden. Wir haben die erfreulich offenen Aussagen von Spielern, dem Bundestrainer und TV-Experten nach der Niederlage zusammengefasst, um den Eindruck nach dem historischen WM-Aus einzufangen. Deutlich wurde, wie häufig auch in der tv-medialen Auswertung sportpsychologische Aspekte diskutiert werden. 
Toni Kroos gab uns im Spiele gegen Schweden eine herausragende Vorlage gab: Denn warum ließ sich der dreifache Champions League-Sieger von Real Madrid so auffällig viel Zeit vor der Ausführung des Freistosses?
Als am Freitagabend Serbien gegen die Schweiz spielte, war einer dieser Konflikte im Stadion deutlich zu spüren. Da bei der Schweiz, unter anderem mit Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri, Spieler mit kosovarischen Wurzeln spielen, hatten die serbischen Fans schnell diese zentralen Akteure als Feindbilder ausgemacht. Bei jedem Ballbesitz wurden die beiden Spieler, deren Familien während des Bürgerkriegs in die Schweiz geflüchtet waren, von den serbischen Fans ausgepfiffen.
Die mögliche Ursache ist die Fokussierung auf den Misserfolg und der negative Affekt, welchen den Zugang zu den eigenen Stärken blockiert. Lösungorientiertes, passischeres und schnelles Spiel waren Mangelware in der Begegnung. Hier ist Jogi Löw gefragt. Hilfreich ist das Abrufen einer erfolgreichen Situtionen (Imagination). Zudem kann Löw die Spieler bei der Ehre packen und gezielte Rückmeldung auf eine positive Körpersprache (Embodiment) nehmen. Was macht uns aus und wie viel haben wir dafür gegeben - ggf. kann er Bezug auch auf Situationen aus dem Trainingslager nehmen. Hier scheint der Solgan "Best NeVer rest" ideal zu sein. Sicher wurde dieser Spruch mit Inhalten aus der Manschaft gefüllt, welche es zu mobilisieren gilt.
Der Fokus liegt bei der Gruppensupervision klar auf den mentalen Techniken; klassischer Weise das Aufgabengebiet der Mentaltrainer. Meines Erachtens ist ein grosser Vorteil dieser Gruppe, dass die sportpsychologischen Interventionen, Techniken und Tools bereits gut bekannt sind und vorausgesetzt werden können. Darauf aufbauend wird eine individualisierte und fallspezifische Anwendung erst möglich. Kreativität, Erfahrung und Offenheit für Neues sind dabei die treibenden Merkmale, die Diskussionen und Findungsprozesse für neue Lösungen antreiben.
Aus den Herausforderungen dieser Sportart ergeben sich also viele klassische Ansatzpunkte für sportpsychologisches Mentaltraining – und immer mehr Privatpersonen (auch ohne Vereinsanbindung oder Wettkampfambitionen) suchen bei mir Unterstützung.

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