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Anke Precht: Vorbereitung auf rutschige Verhältnisse im Radsport bei Regen

Wir lesen immer wieder von Stürzen im Radsport – besonders bei Regen auf rutschigem Untergrund. Radfahrer wissen, dass sie bei diesem Wetter besonders gut achtgeben müssen, sind aber hin- und hergerissen zwischen der Vorsicht und dem Wunsch nach einer guten Platzierung. Wie viel Risiko eingehen? Und wie kann die Sportpsychologie im Vorfeld helfen? Und was kann Hypnose beitragen, um das Risiko für Stürze zu vermindern?

Zum Thema: Vorbereitung auf widrige Wetterverhältnisse im Radsport

Erst einmal: Alle Radfahrer haben extrem viel Trainingserfahrung bei Regen. Sie fahren jedes Jahr Tausende von Kilometern egal bei welchem Wetter, sind regennasse Straßen und Tracks also gewohnt. Allerdings sind die Regeln im Rennen anders: Denn da fährt der Radfahrer nicht allein, sondern häufig in der Gruppe, es gibt viel Gedränge, und es wird um jeden Platz gekämpft. Rutscht einer aus, kann es leicht zu einem Massensturz kommen.

In solchen Rennen ist ein klarer Fokus besonders wichtig. Den trainieren wir Sportpsychologen mit unseren Athleten im Vorfeld. Den Tunnel, in dem nicht nur die Leistung gut abrufbar, Schmerzen gedämpft und der Fokus klar nach vorne gerichtet ist, sondern gleichzeitig alles Wichtige, was seitlich und hinten passiert, ebenfalls wahrgenommen und instinktiv berücksichtigt wird. Die minimale Bewegung mit dem Lenker, um einem stürzenden Fahrer aus dem Weg zu gehen. Der sofortige Tipp auf die Bremse, um dann seitlich vorbei zu fahren. Die sofortige Beschleunigung, um aus einer gefährlichen Situation heraus zu fahren.

Besondere Techniken

Zusätzlich kann Selbsthypnose den Athleten dabei helfen, in riskanten Situationen noch besser zu reagieren. Ein klassisches Hypnose-Phänomen ist die so genannte Zeitverzerrung: hat man sie trainiert und verinnerlicht, kann man in einer so genannten Wach-Aktiv-Trance ähnlich einem Flow-Zustand die innere Zeit schneller oder langsamer laufen lassen, als sie das auf der Uhr tut. Wenn Athleten also gelernt haben, eine innere Zeitlupe starten, haben Sie mehr Zeit, um zu reagieren. Sie sind minimal schneller, aber in einer Situation, in der jede Hundertstelsekunde zählt, kann das entscheidend sein. Besonders auf unberechenbarem Untergrund und in einem Rennen, in dem schwer vorhersehbar ist, wie sich andere Fahrer verhalten, bringt das einen zusätzlichen Vorteil.

Hypnosetechniken speziell für den Sport, bieten einige Sportpsychologen an, mentale Vorbereitung für schwierige Rennen sowieso. Nehmt also Kontakt zu uns (zur Übersicht, hier siehst du, wer in deiner Nähe ist) oder zu mir persönlich (zum Profil von Anke Precht) auf.

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Christian Bader: Warum „Konzentrier dich!“ oft der falsche Ratschlag ist

Stellen Sie sich vor, Sie sagen einem Fussballspieler vor dem entscheidenden Elfmeter: „Konzentrier dich!“ Was passiert? Meistens das Gegenteil. Warum? Weil wir Aufmerksamkeit wie einen Lichtschalter behandeln – entweder an oder aus. Doch das Gehirn funktioniert eher wie ein Mischpult mit verschiedenen Reglern.

Zum Thema: Sportpsychologie – mehr als eine grosse Werkzeugkiste

Wie bedienen Sie nun aber dieses Mischpult? Die Wissenschaft hilft uns dabei auf die Sprünge: Die moderne Aufmerksamkeitsforschung zeigt uns vier verschiedene „Aufmerksamkeitsmodi“:

  • Breit-extern: Der Spielmacher überblickt das ganze Spielfeld
  • Eng-extern: Der Torschütze fixiert die Torecke
  • Breit-intern: Der Marathonläufer spürt Atmung und Herzschlag
  • Eng-intern: Der Golfer konzentriert sich nur auf den Schwungrhythmus

Das Geheimnis liegt nicht in der Perfektion eines Modus, sondern in der flexiblen Navigation zwischen ihnen. Wie ein erfahrener DJ, der intuitiv weiss, welcher Regler wann gedreht werden muss.

Warum klassisches Mentaltraining zu kurz greift

Hier kommt die systemische Perspektive ins Spiel: Anstatt Aufmerksamkeitsprobleme zu „lösen“, geht es darum, Aufmerksamkeitsmuster zu verstehen und zu nutzen. Jeder scheinbar „störende“ Zustand – Tunnelblick, Übererregung oder Ablenkbarkeit – enthält eine verschüttete Ressource.

Aus systemischer Sicht: Stabilität ist erklärungswürdig. Wenn ein Athlet immer wieder in denselben Aufmerksamkeitsfallen landet, dann hat das eine Funktion. Die Frage ist nicht „Wie eliminiere ich das?“, sondern „Wozu ist das nützlich?“

Praktische Handlungsempfehlungen für Trainer

1. Aufmerksamkeits-Landkarte erstellen (5 Minuten) 

Fragen Sie Ihre Athleten: „Wann ist deine Aufmerksamkeit optimal? Wann wird sie hinderlich?“ Lassen Sie sie ihre ideale Aufmerksamkeitssequenz für ihre Sportart skizzieren.

2. Modi-Wechsel trainieren (in bestehende Übungen integriert)

  • Vor Technikübungen: „Welcher Aufmerksamkeitsmodus jetzt?“
  • Bei Spielformen: Timeouts für „Aufmerksamkeits-Reset“
  • Nach Fehlern: „Welcher Aufmerksamkeitsmodus hätte gepasst?“

3. Störungen als Trainingspartner (nicht als Feind) 

Schaffen Sie bewusst komplexe, wettkampfnahe Situationen. Lassen Sie Ihre Athleten lernen, mit Ablenkungen zu arbeiten, nicht gegen sie.

Der Paradigmenwechsel

Statt „Du musst dich konzentrieren“ → „Du bist der Regisseur deiner Aufmerksamkeit“ Statt „Eliminiere Störungen“ → „Nutze alle mentalen Zustände als Information“

Die systemische Kernfrage für Ihr Team: 

„Was macht dieser Kontext mit unserer Aufmerksamkeit – und wie können wir das nutzen?“ Wenn wir Aufmerksamkeit als dynamisches System verstehen statt als Werkzeug, öffnen sich neue Möglichkeiten. Ihre Athleten werden zu Dirigenten ihres eigenen mentalen Orchesters.

Mehr zum Thema:

Literatur:

  • Babiloni, C. et al. (2008). Golf putt outcomes are predicted by sensorimotor cerebral EEG rhythms. Journal of Physiology, 586, 131-139.
  • Munzert, J. (2005). Aufmerksamkeit und Konzentration. In H. Beckmann & M. Kellmann (Hrsg.), Anwendungen der Sportpsychologie (S. 95-139). Hogrefe.
  • Nideffer, R. M. (1976). Test of attentional and interpersonal style. Journal of Personality and Social Psychology, 34, 394-404.
  • Wulf, G. (2013). Attentional focus and motor learning: A review of 15 years. International Review of Sport and Exercise Psychology, 6, 77-104.

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Frage und Antwort: Wie kann ich Flashbacks besiegen?

Bei uns hat sich eine junge Turnerin gemeldet. Im Dezember erlitt seine eine schwere Knieverletzung. Inzwischen ist sie wieder im Training. Körperlich ist sie voll genesen, sagen die Ärzte. Sie aber traut sich einige Bewegungen nicht mehr zu. Das Schlimmste sind aber Flashbacks, in denen sie die Situation der Verletzung wieder vor dem eigenen Auge hat. Dann zittern ihre Muskeln und häufig bricht sie in Tränen aus. Was lässt sich dagegen tun? 

Zum Thema: Umgang mit Flashbacks

Anke Precht, Die Sportpsychologen
Anke Precht, Die Sportpsychologen

Antwort von: Anke Precht (zum Profil)

Flashbacks deuten darauf hin, dass die Verletzung aus neurologischer Sicht noch nicht vollständig verarbeitet wurde. Bildhaft gesagt: Sie liegt im inneren Archiv noch nicht in dem Ordner “erledigt / gut überstanden / ist wieder in Ordnung”, sondern in der Wiedervorlage, aus der sie bei Konfrontation mit einer ähnlichen Situation wie der, in der die Verletzung entstanden ist (oder sogar unabhängig davon) ausgekippt wird. Dann fühlt es sich für den Körper an, als würde es gerade wieder passieren oder wäre gerade erst passiert. 

Gegen solche Flashbacks mit Argumenten oder Vernunft anzugehen, ist nicht zielführend, weil es kein klassisch psychologisches, sondern ein körperliches Problem ist. Es gilt, die Erfahrung in das Archiv zu überführen. Wenn Ereignisse schockhaft sind, klappt das von alleine nicht immer. Das Problem gibt es übrigens auch häufig im Profibereich.

Was tun wir dann?

Während der Flashbacks gilt es, das Nervensystem zu beruhigen. Das kann durch ein Streicheln der Schultern passieren, mindestens fünf Minuten, vom Hals über die Schultern abwärts bis auf die Oberarme. Das kann Ihre Tochter selbst tun. Alternativ kann sie auch das Gesicht streicheln, von der Nase über die Wangen sanft nach außen, oder auf der Stirn von der Mitte nach außen – ähnlich wie man ein Baby streicheln würde, damit es sich beruhigt.

Dieses Streicheln löst im Gehirn Delta-Wellen aus, die der Verarbeitung der traumatischen Erfahrung zugutekommen und dabei helfen, die ungesunde Information zu überschreiben. In der Regel braucht es ein paar Wiederholungen, während derer man aber schon beobachten kann, dass die Flashbacks weniger lang andauern oder weniger intensiv sind.

Reicht das nicht aus, ist die Hilfe eines traumatherapeutisch bewanderten Psychologen sinnvoll, oder eines Sportpsychologen, der sich mit Trauma auskennt und körperorientierte Verfahren oder klassische Traumaverfahren wie EMDR, EMI oder Somatic Experiencing anwendet. Dann ist es in der Regel eine Sache von wenigen Sitzungen, bis das Problem gelöst ist.

Deine Frage?

Wir von Die Sportpsychologen sind für dich da. Und weil wir wissen, dass manchmal eine kleine Schwelle im Weg steht, Kontakt zu einem “Psychologen”, einer “Psychologin” oder einer/einem “MentaltrainerIn” zu suchen, machen wir einen Schritt auf dich zu. Wenn du also auch eine Frage an uns loswerden möchtest, dann nutz dafür das folgende Formular.

    Wichtig zu wissen: Manche Fragen und deren Antworten veröffentlichen wir nicht. Wir treten dann mit den jeweiligen FragestellerInnen persönlich in Kontakt. Dies behalten wir uns für Fälle vor, in denen die Anonymität nicht gewährleistet werden kann oder das angestoßene Thema besser im geschützten Raum besprochen wird. Zudem gilt: Unsere Antworten können nicht mehr als Anstösse liefern. Anstösse, von denen du als Leser oder Leserin ableiten kannst, wie wir von Die Sportpsychologen ticken und was wir so machen.

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    Prof. Dr. René Paasch: Wie Positive Organizational Scholarship den Fußballverein transformieren kann

    Fußball ist weit mehr als ein bloßes Spiel; er verkörpert Leidenschaft, Kultur und für zahlreiche Menschen eine Lebensweise. In einer Zeit, die von stetigem Stress und negativen Nachrichten geprägt ist, eröffnet die Positive Organizational Scholarship (POS) einen inspirierenden und neuartigen Zugang zur Förderung des Wohlbefindens und der Leistungsfähigkeit innerhalb von Organisationen. Doch wie lässt sich diese wissenschaftliche Disziplin auf einen Fußballverein übertragen? Genau diese Frage untersucht mein neuester Blogbeitrag.

    Zum Thema: Positive Organizational Scholarship im Fußball

    Positive Organizational Scholarship (POS) ist ein Konzept, das von Kim Cameron und seinen Mitstreitern entwickelt und definiert wurde. Es konzentriert sich auf die Förderung positiver Prozesse und Ergebnisse in Organisationen und umfasst die wissenschaftliche Erforschung von Faktoren, die zu außergewöhnlichen individuellen und organisatorischen Leistungen führen, wie z.B. die Entwicklung menschlicher Stärken, Resilienz und Vitalität (Cameron & Caza, 2004). 

    Dabei bezieht sich „positiv“ auf fördernde Prozesse und Ergebnisse in Organisationen, „organizational“ auf die zwischenmenschlichen und strukturellen Dynamiken, die in und durch Organisationen aktiviert werden, und „scholarship“ auf die wissenschaftliche, theoretisch abgeleitete und rigorose Erforschung des Positiven in Organisationen.

    POS in der Praxis: Erfolgsbeispiele aus Barcelona, Liverpool und Ajax Amsterdam

    Ein anschauliches Beispiel für die erfolgreiche Anwendung von POS im Fußball ist der FC Barcelona. Der Verein legt großen Wert auf die Förderung junger Talente in seiner berühmten Akademie „La Masia“. Diese Akademie ist nicht nur ein Trainingszentrum für Fußballtechniken, sondern auch ein Ort, an dem die ganzheitliche Entwicklung der Spieler bzw. der Spielerinnen im Vordergrund steht. In „La Masia“ werden die jungen Talente nicht nur sportlich, sondern auch auf persönlicher Ebene gefördert. Es wird großer Wert auf ihre schulische Ausbildung, soziale Fähigkeiten und charakterliche Entwicklung gelegt. Die Spieler*innen lernen Disziplin, Teamarbeit und Verantwortung, was ihnen nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch im Leben außerhalb des Sports zugutekommt. Diese Herangehensweise hat dem FC Barcelona nicht nur zahlreiche Titel eingebracht, sondern auch eine tiefe Verbundenheit und Loyalität der Spieler*innen gegenüber dem Verein geschaffen. Spieler wie Lionel Messi, Xavi Hernandez und Andres Iniesta sind herausragende Beispiele dafür, wie diese Philosophie Früchte trägt. Sie haben große Teile ihrer Karriere im Verein verbracht und eine Ära des Erfolgs mitgestaltet, die weltweit Anerkennung findet. Der FC Barcelona zeigt auch eine hohe Bereitschaft zur Innovation und Anpassungsfähigkeit. Der Verein hat moderne Trainingsmethoden und Technologien in seinen Alltag integriert, um die Leistung der Spieler zu optimieren. Die Nutzung von Datenanalysen zur Verbesserung von Spielstrategien und individuellen Trainingsprogrammen ist ein weiterer Beweis für Barcelonas Engagement für Exzellenz. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die enge Verbindung zu den Fans. Der FC Barcelona fördert aktiv die Einbindung seiner Anhänger und schafft so ein Umfeld, in dem die Spieler zusätzliche Motivation und Rückhalt finden. Die Fans des Vereins sind weltweit bekannt für ihre Leidenschaft und Loyalität, was zu einer einzigartigen Atmosphäre in ihrem Heimstadion, dem Camp Nou, beiträgt.

    Liverpool FC unter der Leitung von Jürgen Klopp hat eine ganzheitliche Herangehensweise zur Entwicklung seiner Spieler etabliert. Dabei werden nicht nur technische und taktische Fähigkeiten trainiert, sondern auch psychologische und soziale Aspekte berücksichtigt. Klopp legt großen Wert darauf, dass sich die Spieler in einem positiven Umfeld wohlfühlen und ihre individuellen Stärken gefördert werden. Klopp hat eine Kultur des Vertrauens und der Offenheit geschaffen, in der die Spieler ihre Meinung äußern und sich gegenseitig unterstützen können. Dies führt zu einem starken Teamgeist und einer positiven Psychologie innerhalb der Mannschaft. Die Spieler sind nicht nur Teamkollegen, sondern auch Freunde, was den Zusammenhalt und die Leistungsfähigkeit auf dem Platz stärkt. Ein zentraler Aspekt des Erfolgs von Liverpool FC ist der starke Teamgeist und die positive Psychologie. Diese Kultur hat maßgeblich zu den jüngsten Erfolgen des Vereins beigetragen, einschließlich des Gewinns der Champions League 2019 und der Premier League 2020. Die Spieler sind in der Lage, in Drucksituationen Ruhe zu bewahren und sich gegenseitig zu motivieren. Liverpool FC hat in den letzten Jahren auch durch seine Innovationsfreude und Anpassungsfähigkeit überzeugt. Der Verein setzt moderne Trainingsmethoden, Analysen und Technologien ein, um die Leistungsfähigkeit der Spieler zu optimieren. Diese Bereitschaft zur Innovation hat dazu beigetragen, dass Liverpool stets konkurrenzfähig bleibt und sich an die sich ständig verändernden Anforderungen des modernen Fußballs anpasst. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der starke Gemeinschaftssinn innerhalb des Vereins und die enge Bindung zu den Fans. Anfield, das Heimstadion von Liverpool, ist bekannt für seine einzigartige Atmosphäre und die leidenschaftliche Unterstützung der Fans. Der Verein fördert aktiv die Einbindung der Anhänger und schafft so ein Umfeld, in dem die Spieler zusätzliche Motivation und Rückhalt finden.

    Ajax Amsterdam ist bekannt für seine herausragende Jugendausbildung. Die berühmte Ajax-Akademie legt großen Wert auf die ganzheitliche Entwicklung der Spieler, wobei nicht nur technische Fähigkeiten, sondern auch Werte wie Disziplin, Respekt und Teamgeist vermittelt werden. In der Ajax-Akademie werden die Spieler auf und neben dem Platz gefördert. Die Trainer und Betreuer arbeiten eng mit den Spielern zusammen, um ihre individuellen Stärken zu entwickeln und sie auf die Herausforderungen des Profifußballs vorzubereiten. Diese persönliche Betreuung sorgt dafür, dass die Spieler ihr volles Potenzial ausschöpfen können. Spieler wie Johan Cruyff, Marco van Basten und Matthijs de Ligt sind Produkte dieser Philosophie und stehen für den nachhaltigen Erfolg des Vereins. Diese Spieler haben nicht nur in Ajax, sondern auch auf internationaler Ebene große Erfolge gefeiert und sind für ihre Technik, Disziplin und Führungsqualitäten bekannt. Der Verein hat immer wieder gezeigt, dass er bereit ist, neue Methoden und Ansätze zu integrieren, um den sportlichen Erfolg zu sichern. Dies umfasst innovative Trainingsmethoden, die Nutzung moderner Technologien und die Anpassung an neue Spielstile. Diese Innovationsfreude und Anpassungsfähigkeit sorgen für eine kontinuierliche Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit des Teams auf internationalem Niveau. Die positive Atmosphäre innerhalb des Vereins wird durch den starken Gemeinschaftssinn gefördert. Ajax legt großen Wert auf die Einbindung ehemaliger Spieler und die Schaffung eines familiären Umfelds, in dem sich die Spieler wohlfühlen und ihre besten Leistungen abrufen können. Diese Werte sind tief in der Vereinsphilosophie verankert und tragen maßgeblich zum langfristigen Erfolg bei.

    Nachdem wir die theoretischen Grundlagen geklärt haben, werfen wir nun einen Blick auf konkrete Beispiele aus der Praxis.

    Anwendung im Fußballverein

    Ein Fußballverein stellt nicht lediglich ein sportliches Team dar, sondern eine vielschichtige Organisation, die aus verschiedenen Ebenen besteht: der Organisationsebene, der Teamebene und der Individualebene. Jede dieser Ebenen spielt eine entscheidende Rolle für den Gesamterfolg des Vereins. Die Organisationsebene umfasst die strukturellen und administrativen Aspekte des Vereins, einschließlich der strategischen Planung, des Managements und der Logistik. Hier werden wichtige Entscheidungen getroffen, die die Richtung und Entwicklung des gesamten Vereins beeinflussen. Die Teamebene betrifft die Dynamik innerhalb der Mannschaft, die Interaktion zwischen den Spielern und dem Trainerstab sowie die Entwicklung von Teamgeist und Zusammenhalt. Auf dieser Ebene ist die Förderung von Kommunikation, Vertrauen und gemeinsamer Zielsetzung von zentraler Bedeutung. Die Individualebene konzentriert sich auf die persönliche Entwicklung jedes einzelnen Spielers. Dies umfasst nicht nur die Verbesserung technischer und taktischer Fähigkeiten, sondern auch die Förderung psychologischer und sozialer Kompetenzen. Durch gezielte Unterstützung und individuelles Coaching kann das volle Potenzial jedes Spielers entfaltet werden. 

    Durch die Implementierung der Prinzipien der Positiven Organisationalen Sozialisation (POS) können all diese Ebenen signifikant gestärkt werden. POS-Prinzipien betonen die Bedeutung von positivem Feedback, Anerkennung und einer unterstützenden Umgebung. Auf der Organisationsebene führt dies zu einer Kultur des Vertrauens und der Offenheit, in der Innovation und kontinuierliche Verbesserung gefördert werden. Auf der Teamebene trägt eine positive Feedbackkultur dazu bei, dass Spieler ihre Stärken erkennen und weiterentwickeln können, was zu einem stärkeren Zusammenhalt und besserer Leistung auf dem Spielfeld führt. Auf der Individualebene unterstützt POS die ganzheitliche Entwicklung der Spieler, indem es nicht nur ihre sportlichen Fähigkeiten, sondern auch ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen fördert. Studien belegen, dass Teams, die eine solche positive Feedbackkultur pflegen, resilienter und erfolgreicher sind (Cameron, 2008). Dies zeigt, dass der Fokus auf positive soziale Interaktionen und die Schaffung eines unterstützenden Umfelds nicht nur theoretische Konzepte sind, sondern praktische und messbare Vorteile für den Verein bringen. Ein Fußballverein, der die Prinzipien der POS integriert, kann somit nicht nur sportlichen Erfolg erzielen, sondern auch eine nachhaltige und positive Organisationskultur schaffen, die langfristig zum Wohl aller Beteiligten beiträgt.

    1. Organisationsebene

    Auf der Organisationsebene kann POS dazu beitragen, eine positive Kultur innerhalb des Vereins zu fördern. Eine solche Kultur legt den Fokus auf positive Bewertungen und Ergebnisse, die das Engagement und die Zufriedenheit der Mitarbeiter (Trainer, Betreuer, Verwaltung) erhöhen. Ein positiver Verein hat auch eine stärkere Anziehungskraft auf neue Talente und kann so sein „Employer Branding“ verbessern (Nilsson, 2015).

    Ziel: Förderung einer positiven Kultur innerhalb des Vereins, Verbesserung der strukturellen und administrativen Prozesse, Steigerung des Engagements und der Zufriedenheit der Mitarbeiter*innen

    Wöchentliche Reflexionsfragen:

    • Welche positiven Veränderungen habe ich in der letzten Woche in der Vereinsstruktur oder den administrativen Abläufen beobachtet?
    • Wie habe ich in dieser Woche zu einer Kultur des Vertrauens und der Offenheit beigetragen?
    • Welche Entscheidungen habe ich getroffen, die das langfristige Wohl des Vereins fördern?
    • Welche innovativen Ideen oder Technologien habe ich in dieser Woche in den Verein integriert?
    • Welche Maßnahmen habe ich ergriffen, um das Engagement und die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu erhöhen?

    Aktionsplan:

    • Notieren Sie mindestens drei spezifische Maßnahmen, die Sie in der kommenden Woche ergreifen werden, um eine positive Kultur zu fördern.

    Überlegen Sie, wie Sie Mitarbeiterfeedback systematisch sammeln und in Entscheidungen einfließen lassen können.

    Planen Sie regelmäßige Meetings ein, um innovative Ideen zu besprechen und zu implementieren.

    2. Teamebene

    Innerhalb der Mannschaft kann POS die Zusammenarbeit und das Vertrauen unter den Spielern stärken. Ein zentrales Konzept ist hier die „positive Bewertung“, die darauf abzielt, Stärken zu erkennen und zu fördern, anstatt Schwächen zu kritisieren. Dies führt zu einer erhöhten Motivation und besseren Leistungen auf dem Platz. Studien zeigen, dass Teams, die eine positive Feedbackkultur pflegen, resilienter und erfolgreicher sind (Cameron, 2008).

    Ziel: Stärkung des Teamgeists, Verbesserung der Zusammenarbeit und des Vertrauens unter den Spielern, Förderung einer positiven Feedbackkultur.

    Wöchentliche Reflexionsfragen:

    • Wie habe ich in dieser Woche die Kommunikation innerhalb des Teams gefördert?
    • Welche positiven Interaktionen oder Momente der Zusammenarbeit habe ich beobachtet?
    • Wie habe ich die individuellen Stärken der Spieler erkannt und gefördert?
    • Welche positiven Rückmeldungen habe ich gegeben und wie wurden sie aufgenommen?
    • Wie habe ich auf Konflikte oder Herausforderungen im Team reagiert und diese gelöst?

    Aktionsplan:

    • Notieren Sie mindestens drei spezifische Maßnahmen, die Sie in der kommenden Woche ergreifen werden, um die Teamdynamik zu stärken.
    • Planen Sie regelmäßige Team-Building-Aktivitäten ein, um den Zusammenhalt zu fördern.
    • Überlegen Sie, wie Sie eine Kultur der positiven Rückmeldung systematisch etablieren können.

    3. Individualebene

    Für die einzelnen Spieler bedeutet POS, dass ihre persönliche Entwicklung gefördert wird. Dies umfasst nicht nur ihre sportlichen Fähigkeiten, sondern auch ihre mentale und psychische Gesundheit. Spieler, die sich in einem positiven Umfeld befinden, sind kreativer, weniger anfällig für Verletzungen und Fluktuation und zeigen insgesamt bessere Leistungen (Cameron et al., 2003).

    Ziel: Förderung der persönlichen Entwicklung jedes einzelnen Spielers, Verbesserung der sportlichen, mentalen und psychischen Gesundheit.

    Wöchentliche Reflexionsfragen:

    • Wie habe ich in dieser Woche zur persönlichen Entwicklung der Spieler beigetragen?
    • Welche Fortschritte habe ich bei den individuellen Fähigkeiten der Spieler beobachtet?
    • Wie habe ich die mentale und psychische Gesundheit der Spieler unterstützt?
    • Welche positiven Rückmeldungen habe ich einzelnen Spielern gegeben?
    • Wie habe ich Spieler ermutigt, ihre persönlichen Ziele und Herausforderungen zu reflektieren und zu verfolgen?

    Aktionsplan:

    – Notieren Sie mindestens drei spezifische Maßnahmen, die Sie in der kommenden Woche ergreifen werden, um die individuelle Entwicklung der Spieler zu fördern.

    – Planen Sie regelmäßige Einzelgespräche ein, um die persönlichen Ziele und Fortschritte der Spieler zu besprechen.

    – Überlegen Sie, wie Sie systematisch individuelles Feedback und Coaching anbieten können.

    Fazit

    Die Anwendung der Prinzipien der POS in einem Fußballverein kann zu weitreichenden positiven Veränderungen führen. Von der Organisationsebene über die Teamdynamik bis hin zur individuellen Entwicklung bietet POS Werkzeuge und Ansätze, die das Wohlbefinden und die Leistung steigern. Dies zeigt, dass der Fokus auf das Positive nicht nur eine theoretische Idee ist, sondern praktische und messbare Ergebnisse liefert.

    Take Home Message

    Positive Organizational Scholarship (POS) bietet Fußballvereinen einen innovativen und wissenschaftlich fundierten Ansatz zur Steigerung des Wohlbefindens und der Leistungsfähigkeit. Durch die Anwendung von POS-Prinzipien können auf der Organisations-, Team- und Individualebene signifikante positive Veränderungen erzielt werden. Eine Kultur des positiven Feedbacks, der Anerkennung und der Unterstützung führt zu einer stärkeren Verbundenheit, höherer Resilienz und besserer Performance sowohl bei den Spielern als auch im gesamten Verein. POS ermöglicht es Fußballvereinen, nicht nur sportliche Erfolge zu feiern, sondern auch eine nachhaltige und positive Organisationskultur zu schaffen, die langfristig zum Wohl aller Beteiligten beiträgt.

    Mehr zum Thema:

    Literatur

    1. Cameron, K. S.; Caza, A. (2004): Introduction: Contributions to the discipline of Positive Organizational Scholarship. In American Behavioral Scientist 47 (6), pp. 731–739. DOI: 10.1177/0002764203260207.

    2. Cameron, K. S.; Dutton, J. E.; Quinn, R. E. (2003): An Introduction to Positive Organizational Scholarship. In Kim S. Cameron, J. E. Dutton, R. E. Quinn (Eds.): Positive Organizational Scholarship. San Francisco: Berrett-Koehler, pp. 3–13.

    3. Cameron, K. S. (2008): Paradox in positive organizational change. In The Journal of Applied Behavioral Science 44 (1), pp. 7–24. DOI: 10.1177/0021886308314703.

    4. Nilsson, S. (2015): The impact of Positive Organizational Scholarship on company performance. Journal of Business Research, 68(4), 803-810.

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    Wolfgang Seidl: IRONMAN hautnah – Die vielfältige Rolle des Mentalcoaches

    Schon seit 2012 arbeite ich als Mentalcoach mit dem Ironman-Profi Michael Weiss zusammen und durfte ihn in dieser Zeit schon bei vielen Wettkämpfen in Europa, Südafrika und den USA begleiten. Aus der engen Zusammenarbeit ist inzwischen nicht nur ein professionelles Verhältnis, sondern auch eine Freundschaft entstanden. In diesem Beitrag will ich an unserem Beispiel zeigen, wie unsere Zusammenarbeit funktioniert – entstanden ist ein Protokoll über sechs Tage sportpsychologischer Arbeit.

    Zum Thema: Arbeitsprotokoll eines Mentalcoaches beim Ironman Kopenhagen 2025

    Im August 2025 durfte ich ihn sechs Tage lang zum Ironman Kopenhagen begleiten – nicht nur als Mentalcoach, sondern wie bei allen unseren Reisen in vielen weiteren Rollen, die im Verlauf eines solchen Wettkampfes entscheidend sein können. Denn die mentale Betreuung endet nicht am Rand der Strecke oder in den Gesprächen vor dem Start. Vielmehr geht es darum, ein Umfeld zu schaffen, in dem der Athlet seine volle Leistungsfähigkeit entfalten kann. Mal bedeutet das, ein offenes Ohr für Zweifel und Gedanken zu haben, mal aber auch, für Organisation, Struktur und eine ruhige Atmosphäre zu sorgen. So wechselte ich in dieser intensiven Woche zwischen meinen Rollen als Coach, Betreuer, Chauffeur, Koch, Kameramann und Manager hin und her. 

    Das Rennen in Dänemark war auch deshalb besonders, weil ein weiterer Athlet mit uns nach Kopenhagen reiste, den Michael Weiss mittlerweile selbst als Coach betreut. Das veränderte die Dynamik – aus der engen Zusammenarbeit entstand nicht nur ein stärkeres Vertrauensverhältnis zum Profi, sondern auch ein Gefühl von Team und Freundschaft, das weit über den Wettkampf hinausgeht. Hinzu kommt: Wir wohnen bei unseren Reisen meist in einem großen Airbnb mit Küche, um uns selbst zu verpflegen und dadurch auf die besonderen Bedürfnisse für den Athleten eingehen zu können. 

    Protokoll

    In diesem Protokoll möchte ich zeigen, wie vielfältig die Aufgaben eines Mentalcoaches im Leistungssport sein können, und wie wichtig es ist, die Theorie der Sportpsychologie in den Alltag und die Praxis eines Rennens zu übersetzen.

    Tag 1 – Anreise & Vorbereitung

    • Ankunft in Kopenhagen
    • Mietauto abholen und Fahrt zur Unterkunft 
    • Einkauf für die nächsten Tage erledigen (Fokus auf qualitative Bio-Lebensmittel)
    • Kochen – Abendessen – Abwasch
    • Mentales Check-in mit dem Athleten: Stimmung, Erwartungen, Fokus
    Wolfgang Seidl (links) bei der Arbeit. Bilder: Wolfgang Seidl

    Tag 2 – Rad Strecke Besichtigung & Feinschliff

    • Frühstück
    • Persönliche Arbeit während die Athleten ihre Bikes zusammenbauen
    • Besichtigung der Radstrecke (ich mit dem Auto, die Athleten größtenteils mit dem Rad)
    • Fotos zwischendurch für Social Media
    • Kochen – gemeinsames Essen – Abwasch
    • Tagesreflexion und Ausblick und Programm für morgen

    Tag 3 – Pro Meeting und Schwimmtraining & Fußball Match

    • Frühstück
    • Fahrt zum Pro-Meeting (währenddessen Einkauf erledigen)
    • Fahrt zum Schwimm-Training 
    • Kochen – Mittagessen – Relax
    • Werbevideo für Sponsor
    • freier Abend für mich: Fußball-Match FC Nordsjælland gegen F.C. København
    • Abend: Mentale Gespräche
    Wolfgang Seidl beim Besuch eines Fußballspiels. Bilder: Wolfgang Seidl

    Tag 4 – Bike Check In & Strategie Besprechung

    • Frühstück
    • während des Trainings der Profis – private Arbeiten/Telefonate für mich
    • Kochen – Mittagessen – Abwasch – Relax
    • Fahrt zum Bike Check In und Fotos für Social Media
    • Fotos für Sponsoren 
    • Kochen – gemeinsames Abendessen – Abwasch
    • mentale Rennstrategie: Besprechung und Abläufe für Renntag

    Tag 5 – Race Day

    • Tagwache um 3:30
    • Frühstück + Sachen ins Auto bringen (Wechselsäcke, Pumpe, AfterRace Sachen, etc.)
    • Fahrt zum Renngelände + danach Auto umparken und zum gemeinsamen Treffpunkt
    • Unterstützung beim Aufwärmen und Toilettenplatz reservieren 😉
    • Unterstützung vor dem Schwimmstart 
    • während des Schwimmens die Zeiten am Tracker verfolgen um den Athleten mit Renninfos versorgen
    • nach T1 geht es bei mir mit dem Auto in die Stadt, um in der Nähe von T2 einen Parkplatz zu finden
    • vertraut machen mit der Laufstrecke und zwischendurch immer wieder am Tracker die Zeiten prüfen
    • Coaching auf Laufstrecke (vereinbarte Infos übermitteln, pushen, etc.)
    • im heutigen Fall: Michael Weiss steigt nach 13 Laufkilometern aus dem Rennen aus – passende Worte finden
    • Betreuung nach dem Rennen
    • Zielbereich, um seinen Athleten zu begrüßen
    • während Athleten ihr Bike auschecken, Auto holen und nahe dran einen Parkplatz finden
    • Rückfahrt zur Unterkunft
    • Abendessen bei Freunden und erste Renn-Reflexion

    Tag 6 – Nachbesprechung & Rückreise

    • Frühstück
    • Reflexionsgespräch: Rennverlauf, Emotionen, Learnings
    • Koffer packen
    • zweiten Athleten zum Flughafen bringen
    • Familie des Athleten von der U-Bahn abholen und zur Unterkunft bringen 
    • Relaxen und letzte Erledigungen in der Unterkunft
    • Sightseeing und Mittagessen
    • Koffer von der Unterkunft abholen und zum Flughafen
    • Mietauto zurückgeben
    • Rückflug

    Abschließende Reflexion

    Die Tage in Kopenhagen haben mir erneut gezeigt, dass Mentalcoaching im Spitzensport weit mehr ist als das reine Arbeiten mit Gedanken, Emotionen und Routinen. Es geht darum, einen Rahmen zu schaffen, in dem sich der Athlet ganz auf seine Leistung konzentrieren kann, egal ob durch gezielte mentale Übungen, eine strukturierte Tagesplanung oder schlicht durch kleine Handgriffe im Alltag.

    Als Mentalcoach war ich in diesen sechs Tagen nicht nur Begleiter, sondern auch Betreuer, Organisator, Koch, Kameramann, Chauffeur und manchmal Problemlöser für unerwartete Situationen. Genau diese Vielseitigkeit macht die Arbeit so spannend und wertvoll: Sie zeigt, dass mentale Stärke nicht isoliert entsteht, sondern im Zusammenspiel mit dem gesamten Umfeld. Das Protokoll verdeutlicht, wie eng Praxis und Theorie der Sportpsychologie miteinander verknüpft sind – und wie wichtig es ist, diese Brücke im Leistungssport aktiv zu gestalten.

    Mehr zum Thema:

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    Fortbildungen im Fokus

    Die Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie in Deutschland (asp) bietet zwei hoch interessante Online-Fortbildungen an. Die Anmeldungen für die Events sind ab sofort möglich. Hinweis: Die Veranstaltung zum Thema Selbstvertrauen wird von Yvonne Dathe (zum Profil) aus dem Netzwerk Die Sportpsychologen umgesetzt.

    Zum Thema: Veranstaltungstipps

    Yvonne Dathe, Die Sportpsychologen
    Yvonne Dathe, Die Sportpsychologen

    Yvonne Dathe: Von der Unsicherheit zur Stärke – Selbstvertrauen aufbauen – online

    Viele Sportler*innen hadern mit ihrem Selbstvertrauen. Zu manchen Zeiten strotzen sie vor Selbstvertrauen, dann passiert etwas und das Selbstvertrauen ist weg. Die Fähigkeiten sind nach wie vor vorhanden, nur eben das Selbstvertrauen nicht.

    Als Sportpsycholog*innen werden wir häufig zum Thema Selbstvertrauen beauftragt. Deshalb ist es wichtig hier Strategien und Möglichkeiten im eigenen Handwerk zur Hand zu haben.

    Datum: Mittwoch, 24. September 2025 und Mittwoch, 1. Oktober 2025
    Uhrzeit: jeweils 09:00 – 12:00 Uhr

    Fortbildungspunkte: 5 Punkte für den Verbleib auf der asp-Expert:innendatenbank

    Kosten: 119€ für asp/SASP/ÖBS Mitglieder 129€ für alle anderen Interessierte

    Anmeldung: Anmeldung über die Geschäftsstelle der asp, bitte mit Rechnungsanschrift:
    fortbildung@asp-sportpsychologie.org

    Mehr Infos: https://www.asp-sportpsychologie.de/angewandte-sportpsychologie/aus-fortbildung/fortbildungen-fuer-angewandt-arbeitende-sportpsychologinnen

    Dr. Valeria Eckardt und Annette Link: Fortbildung Elternarbeit im (Spitzen-)Sport – online

    Der zweite Teil der Fortbildungsreihe „Elternarbeit im (Spitzen-)Sport“ stellt eine Vertiefung der theoretischen und methodischen Grundlagen dar. Es werden Inhalte und Methoden für die individuelle Arbeit mit Eltern (z. B. Beratung/Coaching) sowie Workshopformate vermittelt und erarbeitet. Der erste Teil dieser Veranstaltungsserie fand am 22. März 2025 statt.

    Schwerpunkte der Veranstaltung liegen auf folgenden Themenbereichen:

    • Welche persönlichen Erfahrungen in der Arbeit mit Eltern möchte ich einbringen, reflektieren und diskutieren?
    • Wie kann ich als Sportpsycholog*in kompetent auf Anliegen von Eltern reagieren?
    • Wie kann ich das Konzept der „Elterlichen Präsenz“ in Gesprächen mit Eltern nutzen?
    • Wie können Eltern über Workshops im (Spitzen-)Sport beteiligt werden?
    • Was sollte ich bei der Konzeption von Workshops für Eltern beachten?

    Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eigene Fallbeispiele einzubringen, gemeinsam zu diskutieren und zu reflektieren. Wer gerne ein eigenes Fallbeispiel einbringen möchte, sollte sich bis spätestens zwei Wochen vor der Veranstaltung bei Annette Link und Dr. Valeria Eckardt melden.

    Datum: Samstag, 11. Oktober 2025
    Uhrzeit: 09:30 – 15:30 Uhr

    Fortbildungspunkte: 8 Punkte für den Verbleib auf der asp-Expert:innendatenbank

    Kosten: 119€ für asp/dvs/SASP/ÖBS/BÖP und BDP Mitglieder sowie 129€ für alle anderen Interessierten

    Anmeldung: bis 26.9.2025 mit Angabe der Rechnungsanschrift bei Anja Kröger office@asp-sportpsychologie.org (Die Teilnahme an der Fortbildung wird nach erfolgreicher Absolvierung des ersten Teils „Elternarbeit im (Spitzen-)Sport“ empfohlen; dies ist jedoch keine zwingende Voraussetzung.)

    Mehr Infos: https://www.asp-sportpsychologie.de/angewandte-sportpsychologie/aus-fortbildung/fortbildungen-fuer-angewandt-arbeitende-sportpsychologinnen

    Weitere Events:

    Mental Power Day

    Organisiert von unserem Profilinhaber Norbert Lewinski (zum Profil) lockt der Mental Power Day im September nach Mecklenburg-Vorpommern. Im Netzwerk nutzen wir den Freitag vor dem Hauptevent zu einer Fortbildung zum Thema Neuro- und Biofeedback (du willst ins Netzwerk eintreten – hier mehr Infos).

    Datum: Samstag, 20. September 2025
    Uhrzeit: 10:00 – 15:00 Uhr
    Ort: Sportgymnasium Neubrandenburg, Schwedenstraße 22, 17033 Neubrandenburg

    Tickets: kostenlos (vorherige Anmeldung per Mail wird vorausgesetzt: info@sc-neubrandenburg.de

    Mehr Infos: https://www.sc-neubrandenburg.de/veranstaltung/mental-power-day/

    Tag der Sportpsychologie, Düsseldorf 

    Organisiert von Jürgen Walter lockt der Tag der Sportpsychologie wieder nach Düsseldorf. Mit dabei sind als Referierende zwei Experten aus unserem Netzwerk: Janosch Daul (zum Profil) und Björn Korfmacher (zum Profil

    Datum: Samstag, 27. September 2025
    Uhrzeit: 09:15 – 16:00 Uhr
    Ort: Deutsches Tischtennis-Zentrum, Borussia-Düsseldorf-Str. 1 · 40629 Düsseldorf

    Tickets: € 129,00 (Frühbucher bis 31.07.2025: € 109,00)

    Mehr Infos: https://www.verband-sportpsychologie.de

    Tag der Sportpsychologie, Innsbruck

    Wenn es so etwas wie einen Markenstreit um die Bezeichnung “Tag der Sportpsychologie” gebe, hätte Dr. Dr. Chris Willis mit seinem Team wohl die Nase vorn. Denn Innsbruck ist eine echte Institution für die Sportpsychologie.

    Datum: Freitag, 19. September 2025
    Uhrzeit: 09:00 – 15:00 Uhr
    Ort: TIROLER BILDUNGSINSTITUT GRILLHOF, Grillhofweg 100 A-6080 Igls-Vill

    Tickets:  bis 21.08.2025: 150 Euro (…umfasst Eintritt, Tagungshandout und Mittagessen), ab 22.08.2025: 180 Euro (…umfasst Eintritt, Tagungshandout und Mittagessen)

    Mehr Infos: https://www.praxistage.com

    Mehr zum Thema:

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    Kyle Varley und Iwo Walter: Schlaf als Faktor im Sport – Warum schlafen mindestens genauso wichtig ist wie trainieren

    In der Welt des Sports ist lange bekannt, wie entscheidend regelmäßiges Training, mentale Stärke und die richtige Ernährung für unsere sportliche Leistung sind. Doch ein oft vergessener Faktor verdient mehr Aufmerksamkeit: unser Schlaf. Aus sportpsychologischer Sicht beeinflusst Schlaf nicht nur die physische Regeneration und unser Energielevel, sondern auch Konzentration, Motivation, Entscheidungsverhalten und emotionale Stabilität – alles Hauptbestandteile für sportlichen Erfolg (Fullagar et al., 2015).

    Iwo Walter ist Co-Autor des Beitrags

    Zum Thema: Was Sportler:innen zum Thema Schlaf wissen sollten

    Schlaf ist ein aktiver Prozess, in dem sich der Körper erholt, Wachstumshormone ausschüttet und das Gehirn neue Informationen verarbeiten kann. Gerade im Hochleistungssport führt der Mangel an qualitativ hochwertigem Schlaf häufig zu einer verminderten Reaktionsfähigkeit, kognitiven Leistung und Entscheidungsqualität (Watson, 2017). Eine Studie an zehn gesunden jungen Männern zeigte, dass schon eine einzige Nacht mit zu wenig Schlaf die Sprintleistung, die Koordination und die subjektiv empfundene Anstrengung beeinflusst (Reilly & Edwards, 2007). Eine Forschungsgruppe der Stanford University untersuchte zudem die Wirkung von zusätzlichem Schlaf auf die sportliche Leistung. Basketballspieler, die über mehrere Wochen mindestens zehn Stunden Schlaf pro Nacht erhielten, konnten ihre Sprintgeschwindigkeit, Trefferquote und auch ihre Stimmung massgeblich verbessern (Mah et al., 2011). Interessant ist hierbei der psychologische Faktor: Die Spieler berichteten nicht nur von besserer Leistung, sondern auch von einem gesteigerten Selbstvertrauen und allgemein mehr Freude am Training.

    Schlaf wirkt also direkt auf die emotionale Stabilität, Motivation und Stressverarbeitung. Schlafmangel erhöht die Aktivität der Amygdala – dem Hirnareal, das für emotionale Reaktionen wie Ärger oder Angst zuständig ist – und reduziert die Verbindung zum präfrontalen Kortex, der für rationale Entscheidungen zuständig ist (Yoo et al., 2007). Für Athlet:innen bedeutet das im Umkehrschluss eine höhere Reizbarkeit, mehr Wettkampfangst und eine geringere Fähigkeit zur Selbstregulation. Alle diese Faktoren können einen direkten negativen Einfluss auf die sportliche Leistung haben. Dabei spielt nicht nur die Schlafdauer, sondern insbesondere auch die Schlafqualität eine entscheidende Rolle für die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit. So können beispielsweise Durchschlafstörungen oder ein Mangel an REM- und Tief-Schlaf trotz ausreichender Gesamtdauer zu Leistungsabfällen führen (Fullagar et al., 2015).

    Wege zum besseren Schlaf

    In der Sportpsychologie spielt Schlaf deshalb auch im mentalen Training eine zentrale Rolle. Entspannungsübungen, Schlafhygiene und der gezielte Einsatz von Einschlafroutinen können Athlet:innen helfen, eine bessere Schlafqualität zu erreichen. Methoden wie das Einführen eines Schlafprotokolls oder das Lernen von bestimmten Atemtechniken vor dem Einschlafen können nachweislich die Schlafdauer und -qualität deutlich verbessern (Lastella, Lovell, & Sargent, 2014). Wie Schlafforscherin und Psychologin Dr. Christine Blume von der Universität Basel unterstreicht, ist Schlaf weit mehr als reine Erholung – insbesondere mentale Faktoren wie der innere Leistungsdruck oder emotionale Anspannung beeinflussen unsere Schlafqualität stark und sind in einer Beratung gezielt zu berücksichtigen (Blume & Cajochen, 2020).

    Ein besonders eindrucksvolles Beispiel liefert der ehemalige deutsche Fußballnationaltorwart Oliver Kahn, der stets betonte, wie zentral Schlaf für seine mentale Vorbereitung war. Er mied in den Tagen vor wichtigen Spielen elektronische Medien am Abend und etablierte feste Rituale wie Lesen und Atemübungen, um besser zur Ruhe zu kommen und in seinen regenerativen Schlaf zu finden (Kahn, 2008).

    Schlaf als Baustein der Leistungsoptimierung

    Eine Zusammenfassung verschiedener wissenschaftlicher Studien zeigt, dass Athlet:innen, die an Schlafstörungen leiden – beispielsweise durch Faktoren wie häufiges Reisen, starken Leistungsdruck oder hohe Trainingslast – ein erhöhtes Risiko für psychisches Leiden wie Depressionen oder Angststörungen aufzeigen (Gupta et al., 2017). Schlaf wird daher nicht nur als Erholungsfaktor, sondern auch als präventiver Schutzfaktor im Rahmen der sportpsychologischen Betreuung betrachtet. Besonders in der Phase vor wichtigen Wettkämpfen oder nach einer tiefgreifenden Verletzung kann ein verbesserter Schlaf nicht nur die körperliche Regeneration fördern, sondern unter anderem auch die emotionale Stabilität und Motivation wieder stärken. Der Schlaf ist damit kein passives Element der Regeneration, sondern ein aktiver Baustein sportlicher Leistungsoptimierung.

    „Schlaf ist die beste Meditation.“

    Dalai Lama

    Mehr zum Thema:

    Literatur:

    Blume, C., & Cajochen, C. (2020). Schlafstörungen in modernen Gesellschaften: Ursachen, Folgen und Lösungsansätze. Somnologie, 24(3), 143–149. https://doi.org/10.1007/s11818-020-00244-7

    Fullagar, H. H. K., Skorski, S., Duffield, R., Hammes, D., Coutts, A. J., & Meyer, T. (2015). Sleep and athletic performance: The effects of sleep loss on exercise performance, and physiological and cognitive responses to exercise. Sports Medicine, 45(2), 161–186. https://doi.org/10.1007/s40279-014-0260-0


    Gupta, L., Morgan, K., & Gilchrist, S. (2017). Does elite sport degrade sleep quality? A systematic review. Sports Medicine, 47(7), 1317–1333. https://doi.org/10.1007/s40279-016-0650-6
    Kahn, O. (2008). Ich. Erfolg kommt von innen. München: Riva Verlag.


    Lastella, M., Lovell, G. P., & Sargent, C. (2014). Athletes’ precompetitive sleep behaviour and its relationship with subsequent precompetitive mood and performance. European Journal of Sport Science, 14(Suppl 1), S123–S130. https://doi.org/10.1080/17461391.2012.660505


    Mah, C. D., Mah, K. E., Kezirian, E. J., & Dement, W. C. (2011). The effects of sleep extension on the athletic performance of collegiate basketball players. Sleep, 34(7), 943–950. https://doi.org/10.5665/SLEEP.1132


    Reilly, T., & Edwards, B. (2007). Altered sleep–wake cycles and physical performance in athletes. Physiology & Behavior, 90(2-3), 274–284. https://doi.org/10.1016/j.physbeh.2006.09.017

    Watson, A. M. (2017). Sleep and athletic performance. Current Sports Medicine Reports, 16(6), 413–418. https://doi.org/10.1249/JSR.0000000000000418

    Yoo, S. S., Gujar, N., Hu, P., Jolesz, F. A., & Walker, M. P. (2007). The human emotional brain without sleep — a prefrontal amygdala disconnect. Current Biology, 17(20), R877–R878. https://doi.org/10.1016/j.cub.2007.08.007

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    Frage und Antwort: Was tun, wenn eine Bewegung nicht funktioniert?

    Die Situation scheint einfach: Ein junger BMX-Fahrer scheitert immer wieder am Backflip. In anderen Situationen, etwa auf dem Trampolin, ist die Bewegung kein Problem. Aber auf dem Rad und in der Halle funktioniert es nicht. Was lässt sich da tun, wurden wir über den für Sportler, Sportlerinnen, TrainerInnen und Eltern offenen Kanal “Frage und Antwort” gefragt? 

    Zum Thema: Blockaden lösen

    Anke Precht, Die Sportpsychologen
    Anke Precht, Die Sportpsychologen

    Antwort von: Anke Precht (zum Profil)

    Pauschal auf die Frage zu antworten, ist immer ein bisschen abenteuerlich. Jeder Fahrer hat seine ganz eigenen Gründe (oder Blockaden), den Backflip nicht zu machen oder zu schaffen. Meistens liegt eine Angst darunter oder eine körperliche Zurückhaltung, bedingt entweder durch die Vorstellung möglicher Komplikationen oder Stürze, oder bedingt durch eine reale ungünstige Erfahrung aus der Vergangenheit, oder bedingt durch eine reale Erfahrung eines anderen Fahrers, die man beobachtet oder angeschaut hat, oder von der man gehört hat. 

    Heißt: Hinter einem “einfachen” Problem im Training kann sich eine komplexe mentale Gemengelage befinden. Darum verstehen Sie die folgenden beiden Tipps als Möglichkeiten, die vielleicht helfen können, aber nicht müssen. Gegebenenfalls kann es sinnvoll, sich individuelle sportpsychologische Unterstützung zu holen, sogar vor Ort, um die Blockade zu lösen. Die von Dr. Michael Bohne entwickelte Methode des PEP kann zum Beispiel auch im Park durchgeführt werden, und mit einem erfolgreichen Backflip enden.

    Die folgenden beiden Vorschläge kann der Sportler selbst durchführen, um zu schauen, ob einer davon den Backflip auslöst, den der Körper ja schon kann – auf dem Trampolin.

    1. Kopplung des erfolgreichen Backflips auf dem Trampolin mit einer bestimmten Situation, zum Beispiel auf der Rampe, durch einen auditiven Trigger. Das bedeutet konkret: Während der erfolgreichen Durchführung des Backflips auf dem Trampolin ruft oder spricht der Fahrer ein ganz bestimmtes Wort, das er sonst nicht verwendet – und zwar laut. Das kann auch ein Fantasiewort sein, es sollte sich gut anhören und auch nach Erfolg klingen. Dieses Wort koppelt sich mit jeder Wiederholung stärker an den gewünschten Bewegungsablauf und kann dann nach etwa 100 Wiederholungen auf dem Trampolin, einmal automatisiert, auf der Rampe genutzt werden, um genau diesen Bewegungsablauf erneut abzurufen. Die Mechanik, die dahinter liegt, ist die: Was gleichzeitig passiert, wird im Gehirn auch verknüpft – selbst wenn es ursprünglich nicht zusammenhängt.
    1. Der erfolgreiche Backflip wird für die Situation, in der er noch nicht klappt, mental in die Vorstellung geholt: Das heißt, der junge Fahrer stellt sich wieder und wieder vor, wie er sich selbst dabei beobachtet, wie er den Backflip bravourös ausführt, und zwar auf der Rennstrecke oder im Park. Das macht er so lange, bis sich diese Vorstellung vollkommen natürlich anfühlt. Erst dann wechselt er die Perspektive und stellt sich vor, wie es sich anfühlt, den erfolgreichen Backflip auf der Rampe zu machen, mitsamt der perfekten Landung und der Freude danach. So trainiert er sein Gehirn auf die Leistung, die er abrufen möchte, sie kommt ihm nach und nach immer normaler vor.

    Wichtig kann dabei sein, dieses mentale Training ein Woche sehr intensiv durchzuführen, zum Beispiel täglich zehnmal, und während dieser Zeit zwar auf dem Trampolin, aber nicht auf der Rampe zu trainieren, damit die positiven Bilder nicht während ihrer Installation durch eine Misserfolgserfahrung gestört werden. Wenn sich das Schaffen des Backflips dann normal anfühlt, geht es ins Training, mit der klaren Entscheidung: Dieses Mal ziehe ich ihn zu 100% durch.

    Deine Frage?

    Wir von Die Sportpsychologen sind für dich da. Und weil wir wissen, dass manchmal eine kleine Schwelle im Weg steht, Kontakt zu einem “Psychologen”, einer “Psychologin” oder einer/einem “MentaltrainerIn” zu suchen, machen wir einen Schritt auf dich zu. Wenn du also auch eine Frage an uns loswerden möchtest, dann nutz dafür das folgende Formular.

      Wichtig zu wissen: Manche Fragen und deren Antworten veröffentlichen wir nicht. Wir treten dann mit den jeweiligen FragestellerInnen persönlich in Kontakt. Dies behalten wir uns für Fälle vor, in denen die Anonymität nicht gewährleistet werden kann oder das angestoßene Thema besser im geschützten Raum besprochen wird. Zudem gilt: Unsere Antworten können nicht mehr als Anstösse liefern. Anstösse, von denen du als Leser oder Leserin ableiten kannst, wie wir von Die Sportpsychologen ticken und was wir so machen.

      Mehr zum Thema:

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      Christian Bader: Sportpsychologie – wir haben ein Problem

      Die Sportpsychologie ist zur grossen und bunten Werkzeugkiste des Sports geworden. Atemübungen gegen Nervosität, Visualisierung für bessere Leistung, Selbstgespräche für mehr Motivation. Diese Sammlung mag funktional erscheinen – doch sie verfehlt möglicherweise das Wesen dessen, was mentale Exzellenz wirklich ausmacht. Das Problem: Wir reparieren Symptome, statt Systeme zu verstehen.

      Zum Thema: Vom Defizit-Modell zur mentalen Exzellenz 

      Der sportpsychologische Ansatz, der sich im Sport aus meiner Sicht bisher etabliert hat, folgt oft einem Defizit-Modell: Problem identifiziert, Technik angewandt, Problem gelöst. Stellen Sie sich vor, ein Mechaniker repariert immer nur einzelne Autoteile, ohne zu verstehen, wie das ganze Fahrzeug funktioniert. Genau das passiert oft in der Sportpsychologie: Wir behandeln Aufmerksamkeit, Aktivierung und Zielsetzung als getrennte Baustellen, anstatt sie als integriertes System zu begreifen. 

      Die Sportpsychologen zeigen im Beitrag vom 25. Jänner 2025 (In den Köpfen und zwischen den Ohren… Sportpsychologie im Biathlon | Die Sportpsychologen) das Gegenteil: Wie die drei Ebenen Attention (Tunnelblick-Fokussierung auf das Ziel), Intensity (Druckregulation durch Entspannungstechniken) und Intent (klare Absicht des erfolgreichen Schiessens/Treffens) ein selbstverstärkendes System bilden. AthletInnen lernen, sich der der (brutal) hohen Intensität hinzugeben, in dem sie physische, mentale (kognitive Ebene) und emotionale (Gefühls Ebene) Aspekte berücksichtigen, statt nur auf ein Punkt einzugehen oder diesen zu eliminieren versuchen. 

      Die Illusion der Durchgriffskausalität

      Das klassische Mentaltraining folgt einem naiven Modell: Problem identifiziert → Technik angewandt → Problem gelöst. Wie ein Lichtschalter: Drücken und das Licht geht an. Doch das menschliche System funktioniert nicht wie eine Maschine!

      Die Realität im Training sieht daher oft so aus:

      • Athlet lernt Entspannungstechnik
      • Im Wettkampf funktioniert sie nicht
      • Trainer ist ratlos: „Wir haben das doch geübt!“

      Warum? Weil das System Athlet bestimmt, wie es auf unsere Interventionen reagiert – nicht umgekehrt.

      Die drei fatalen Denkfehler der modernen Sportpsychologie

      1. Der Defizit-Mythos 

      Nervosität = schlecht, Entspannung = gut. Ablenkung = Problem, Konzentration = Lösung. Diese Schwarz-Weiss-Malerei ignoriert die Funktionalität mentaler Zustände. Manchmal ist Nervosität genau das, was ein Athlet braucht.

      2. Die Werkzeugkiste-Illusion 

      Wir sammeln Techniken wie Briefmarken. Progressive Muskelentspannung hier, Visualisierung dort. Doch mentale Exzellenz entsteht nicht durch Addition von Methoden, sondern durch das harmonische Zusammenspiel psychologischer Systeme.

      3. Die Kontroll-Fantasie 

      „Du musst nur wollen!“ – Als ob mentale Prozesse per Befehl funktionieren würden. Doch Spitzenleistung entsteht oft gerade dann, wenn wir loslassen statt krampfhaft zu kontrollieren.

      Was die Systemtheorie uns lehrt

      Hier wird’s interessant: Organisationen können nichts vermittelt bekommen – sie können es nur selbst entdecken. Das gilt auch für das „System Athlet“. Unsere Aufgabe als Trainer und Berater ist nicht, Lösungen zu liefern, sondern Bedingungen zu schaffen, unter denen Athleten ihre eigenen optimalen Muster entwickeln.

      Der Paradigmenwechsel: Von der Reparatur zur Navigation

      Statt zu fragen: „Wie eliminiere ich Nervosität?“, fragen wir: „Welche Funktion hat diese Nervosität?“ Statt zu fordern: „Konzentrier dich!“, schaffen wir: „Bedingungen für flexible Aufmerksamkeit“. Statt „Die richtige Technik“ zu trainieren, entwickeln wir: „Adaptive Regulationsfähigkeit“.

      Warum Trainer diese Perspektive brauchen? Weil die Realität im Leistungssport komplex ist:

      • Ein Spieler braucht Power-Musik, der andere Ruhe
      • Was gestern funktionierte, versagt heute
      • Mentale Stärke zeigt sich nicht in Perfektion, sondern in flexibler Anpassung

      Die Lösung: Integration statt Isolation

      In den nächsten Wochen zeige ich Ihnen, wie Attention (Aufmerksamkeit), Intensity (Aktivierung) und Intent (Absicht) als integriertes System funktionieren. Nicht als einzelne Werkzeuge, sondern als orchestrierte Symphonie mentaler Exzellenz.

      Sie erfahren: Warum „Konzentrier dich!“ oft kontraproduktiv ist, weshalb manche Athleten bei hoher Nervosität ihre beste Leistung zeigen und wieso „Ich will gewinnen!“ häufig zur Niederlage führt.

      Die unbequeme Wahrheit

      Die Sportpsychologie muss erwachsen werden. Weg von der Symptombekämpfung, hin zum Systemverständnis. Weg von der Werkzeugkiste, hin zur adaptiven Navigation.

      Denn mentale Exzellenz ist kein Schalter, den man umlegt. Sie ist ein lebendiges System, das verstanden, nicht repariert werden will.

      Die entscheidende Frage für Sie als Trainer: Wollen Sie weiterhin einzelne mentale „Probleme“ reparieren – oder Bedingungen schaffen, unter denen sich mentale Exzellenz von selbst entwickelt?

      Hinweis: Ich freue mich auf Basis meiner kritischen und vielleicht spitz formulierten Töne auf Austausch, sowohl innerhalb des Netzwerks (zur Übersicht) als auch von außen. Meine Kontaktdaten stehen auf meiner Profilseite: Zur Profilseite von Christian Bader

      Mehr zum Thema:

      Literatur: 

      Weinberg, R. S. & Gould, D. (2019). Foundations of Sport and Exercise Psychology (7th Edition). Human Kinetics.

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      Robin Conen: Was langfristige Gesundheit und regelmäßiges Sporttreiben mit Persönlichkeit zu tun hat

      Wir von Die Sportpsychologen werden regelmäßig für interessante Interviews angefragt: Kürzlich war ich live bei Radio 3 vom RBB zu Gast (Link siehe unten). Thema des Gesprächs: Eine brandaktuelle Untersuchung der University College London (UCL), die derzeit in der Sportpsychologie und Gesundheitspsychologie diskutiert wird. In der Studie von Ronco et al. (2025) gingen die Forschenden der spannenden Frage nach, ob unsere Persönlichkeit vorhersagen kann, welche Trainingsintensitäten uns am meisten Freude bereiten – und wie stark wir nach einem Trainingsprogramm tatsächlich Stress abbauen? Die Ergebnisse könnten nicht nur für Sportler*innen, sondern auch für Trainer*innen und Therapeut*innen wegweisend sein.

      Zum Thema: Integration von Persönlichkeitsmerkmalen in die Sportpsychologie: Optimierung von Trainingsprogrammen und psychischer Gesundheit

      Persönlichkeit – was ist das ?

      Die „Big Five“ sind ein weit verbreitetes Konzept in der Psychologie, das fünf Hauptdimensionen der Persönlichkeit beschreibt. Diese Dimensionen helfen, die grundlegenden Unterschiede zwischen Individuen zu erklären und ihre Einflüsse auf Verhalten, Emotionen und Interaktionen zu verstehen. Diese fünf kulturübergreifenden Dimensionen umfassen:

      1. Neurotizismus: Dieses Merkmal beschreibt die Tendenz zu emotionaler Instabilität und Anfälligkeit für negative Emotionen wie Angst, Wut oder Depression. Personen mit hohem Neurotizismus haben häufiger Schwierigkeiten im Umgang mit Stress und neigen eher zu pessimistischem Denken und emotionaler Reaktivität.
      2. Extraversion: Extraversion steht für die Neigung zur Geselligkeit, Aktivität und emotionalen Ausdrucksfähigkeit. Extravertierte Menschen suchen aktiv soziale Kontakte und sind oftmals lebensfroh und durchsetzungsstark, während Menschen mit niedrigerem Extraversion-Wert oft eher zurückhaltend und introvertiert sind.
      3. Offenheit für Erfahrungen: Diese Dimension beschreibt das Interesse und die Offenheit gegenüber neuen Ideen, Erfahrungen, kreativen Prozessen und der Vielfalt des Lebens. Personen mit hoher Offenheit sind oft neugierig, künstlerisch interessiert und unkonventionell in ihrem Denken.
      4. Verträglichkeit: Verträglichkeit bezieht sich auf die Neigung zur Kooperation, zum Mitgefühl und zur sozialen Harmonie. Personen, die in diesem Merkmal hoch bewertet werden, sind oft freundlich, mitfühlend und altruistisch veranlagt, während niedrige Werte für Misstrauen und Wettbewerb orientiertes Verhalten stehen können.
      5. Gewissenhaftigkeit: Diese Kategorie beschreibt das Maß an Organisation, Disziplin und Zielstrebigkeit einer Person. Menschen mit hoher Gewissenhaftigkeit sind oft zuverlässig, fleißig und detailorientiert, während Menschen mit geringer Gewissenhaftigkeit oft spontaner und unstrukturierter sind.

      Beeinflussen Persönlichkeit und Sport sich gegenseitig? – Zur Beziehung zwischen Sportpräferenzen, Persönlichkeit und Motivation

      Es ist allgemein bekannt, dass Menschen Tätigkeiten bevorzugen, die ihnen Freude bereiten. Die Studie von Ronco (2025) an der UCL verdeutlicht, dass Persönlichkeitsmerkmale einen Einfluss darauf haben, welche Intensität des Sports als angenehm empfunden wird und in welchem Maße das Training zur Stressreduktion beiträgt. Aus den Persönlichkeitsmerkmalen lassen sich Präferenzen für bestimmte Sportarten ableiten. Extrovertierte Personen neigen dazu, hochintensive Workouts zu bevorzugen, während gewissenhafte Individuen strukturierte Programme wie Krafttraining bevorzugen. Personen mit einem hohen Maß an Neurotizismus ziehen kürzere Einzelsportarten vor, während solche mit hoher Verträglichkeit Freude an ausgedehnten Ausdauereinheiten finden. Gewissenhafte Menschen meiden hochintensive Einheiten. Diese Ergebnisse liefern der sportpsychologischen Praxis wertvolle Anhaltspunkte für eine gezieltere Gestaltung von Angeboten im Breitensport und tragen zur Reduzierung von Einstiegshürden bei. Eine gezielte Ansprache kann helfen, diese Hürden abzubauen, indem Trainingseinheiten individuell angepasst werden und der Sport somit Spaß und Freude bereitet.

      Kurz gesagt: Die Studie zeigt, dass Sport nicht für alle gleich „wirkt“ – welche Trainingsart uns Spaß macht und wie sehr sie uns entspannt, hängt auch von unserer Persönlichkeit ab.

      Verändert Sport die Persönlichkeit?

      Das Ausüben einer neuen Sportart und der regelmäßige Besuch von Fitnesstudios führt zwangsläufig nicht zu einer Veränderung der Persönlichkeit. Vielmehr steigt die Motivation, kontinuierlich körperlich-sportlich aktiv zu bleiben (z.B. regelmäßige Trainingsbesuche), wenn Sportart und Persönlichkeit gut passen und Spaß bereiten. Positive Erlebnisse, möglicherweise durch biologisches Feedback (z.B. Dopaminausschüttung, Muskelaufbau, Stressreduktion), können im Laufe der Zeit zu einer Verhaltensänderung führen. Diese automatisierten Verhaltensweisen können sich dann zu Gewohnheiten und schließlich zu einem neuen, gesünderen und sportlicheren „Lifestyle“ entwickeln. Aufgrund dieser neuen (gesundheitsfördernden) Gewohnheiten kann sich dann die (kognitive und emotionale) Einstellung zum Sport im Laufe der Zeit wandeln, während Persönlichkeitsmerkmale relativ stabil bleiben – jedoch kann sich daraufhin die PersönlichkeitsWEITE verändern (z.B. dass eine Person, die introvertiert ist, sich eher in Teamsportarten einzubringen, als diese zu meiden) – eine Persönlichkeit lässt sich nicht „komplett verändern“, aber entwickeln. 

      Ähnliche Ansätze sind auch in der Wirtschaft bekannt, indem durch gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen (z.B. Führungskräfteentwicklung auf Basis eines systemischen Coachings) führungsrelevante Persönlichkeitsmerkmale, wie z.B. Dominanz oder Einfühlungsvermögen entwickelt werden.

      Wie kann der Sportpsychologe bei der Persönlichkeitsentwicklung im Gesundheits- und Leistungssport helfen?

      Sportpsychologen spielen eine bedeutende Rolle bei der Persönlichkeitsentwicklung sowohl im Gesundheits- als auch im Leistungssport. Ihre Unterstützung reicht von der Verbesserung der mentalen Stärke und Selbsterkenntnis bis hin zur Förderung eines gesunden Umgangs mit Stress und Leistungsdruck.

      Im Leistungssport sind mentale Stärke, Konzentration, Selbstvertrauen und Motivation entscheidend für den Erfolg. Sportpsychologen helfen nicht nur dabei, diese mentalen Fähigkeiten zu entwickeln, sondern bieten auch Werkzeuge zur Bewältigung von Ängsten und zur Steigerung der Leistungseffizienz. 

      Systemische Beratungsansätze können eine wichtige Rolle bei der Förderung der Persönlichkeitsentwicklung im Sport spielen, indem sie einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, der die physischen, psychologischen und zwischenmenschlichen Aspekte des Lebens eines Sportlers in Einklang bringt. Dieser Ansatz konzentriert sich darauf, den Sportler in seinem weiteren sozialen Kontext zu verstehen, einschließlich seiner Beziehungen zu Trainern, Teamkollegen und seiner Familie. Die Forschung betont, wie wichtig es ist, diese zwischenmenschlichen Beziehungen bei der Entwicklung von Sportlern zu berücksichtigen, da sie sowohl zum psychischen Wohlbefinden als auch zur sportlichen Leistung einen wesentlichen Beitrag leisten.

      Wie kann die Sportpsychologie beim Aufbau von gesundheitsfördernden Routinen von regelmäßiger sportlicher Aktivität und Fitness unterstützen?

      Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Erwachsenen, wöchentlich mindestens 150 Minuten moderate oder 75 Minuten intensive aerobe körperliche Aktivität zu betreiben. Diese Aktivität sollte über die Woche verteilt werden – im Alltag werden diese Empfehlungen oft nicht erreicht. 

      Die Sportpsychologie ist entscheidend für die Etablierung gesundheitsfördernder Gewohnheiten durch regelmäßige sportliche Betätigung. Sie trägt zur Verbesserung der psychischen und physischen Gesundheit bei, indem sie Strategien zur Verhaltensänderung und zur Steigerung der Motivation einsetzt. Regelmäßige körperliche Aktivität verbessert die psychische Gesundheit durch Stressabbau und die Förderung positiver Stimmungen. Dies geschieht durch die Regulation des hormonellen Stresssystems und verbessert die neuronale Plastizität im Gehirn, was die Stimmung und das kognitive Leistungsniveau steigern kann.

      Sportpsychologen, die zusätzlich eine systemische Ausbildung vorweisen, wie etwa eine Approbation in Systemischer Psychotherapie abgeschlossen haben, können in der sportpsychologischen Betreuung den Schwerpunkt auf die Interaktionen und Beziehungen zwischen Individuen und ihren sozialen Systemen setzen. Diese Herangehensweise kann beim Etablieren von Routinen für körperliche Aktivität von Vorteil sein. Diese Beratungsform betrachtet den Einzelnen nicht isoliert, sondern als Teil eines Beziehungsnetzwerks, das das Verhalten beeinflusst. Durch diese Perspektive kann der systemische Ansatz helfen, Routinen für körperliche Aktivitäten zu schaffen, indem sie Faktoren wie Unterstützung durch Familie und Freunde, persönliche Ziele und Motivationen sowie organisatorische und zeitliche Strukturen einbezieht. Sportpsychologen mit systemischen Schwerpunkt können mit Athleten*innen und Laiensportler*innen zusammenarbeiten, um Hindernisse zu identifizieren und Strategien zu entwickeln, die soziale Unterstützung und Motivation zur regelmäßigen Fitness-Ausübung maximieren. Ein weiterer Aspekt des systemischen Beratungsansatzes ist die Betonung individueller Stärken und Ressourcen, die aktiviert werden können, um Veränderungen zu fördern und zu stabilisieren. Durch das Erkennen und Nutzen dieser Ressourcen kann der Einzelne effektivere Strategien finden, um körperliche Aktivität in den Alltag zu integrieren, aufrechtzuerhalten und langfristig die Gesundheit zu fördern.

      Mehr zum Thema:

      Link zum RBB-Beitrag:

      https://www.radiodrei.de/programm/schema/sendungen/radio3_am_morgen/archiv/20250809_0600/fruehkritik_0740.html

      Quellen:

      Ronca, F., Tari, B., Xu, C., & Burgess, P. W. (2025). Personality traits can predict which exercise intensities we enjoy most, and the magnitude of stress reduction experienced following a training program. Frontiers in psychology16, 1587472. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2025.1587472

      Silverman, M. N., & Deuster, P. A. (2014). Biological mechanisms underlying the role of physical fitness in health and resilience. Interface Focus4(5), 20140040. https://doi.org/10.1098/rsfs.2014.0040 Walton, C. C., Tamminen, K. A., Rice, S., Frost, J., Gwyther, K., Kerr, G., Purcell, R., Kim, J., Henderson, J. L., & Pilkington, V. (2024). Mental Health Among Elite Youth Athletes: A Narrative Overview to Advance Research and Practice. Sports Health: A Multidisciplinary Approach16(2), 166–176. https://doi.org/10.1177/19417381231219230

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