Aus Asterix mal eben Obelix machen? Mit Hilfe eines passenden Zaubertranks ist das kein Problem – zumindest wissen wir das aus den unzähligen Geschichten der notorischen Außenseiter, die zum Schluss immer etwas zu lachen und zu feiern haben. In der Sportpsychologie kann das Reframing – mit etwas Phantasie – als Zaubertrank verstanden werden. Wie Klaus-Dieter Lübke Naberhaus das meint, muss er uns im Video genauer erklären:
Zum Thema: Umbewerten lernen
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In seiner Serie beschäftigt sich Klaus-Dieter Lübke Naberhaus, einer unserer Hypotherapie-Experten im Netzwerk von Die Sportpsychologen, mit mentalen Techniken, die Sportler voranbringen. In der ersten Folge ging es um magische Augenblicke, nach denen sich nicht nur Athleten, sondern auch Trainer, Manager, Berater, Eltern und Freunde sehnen – Moments of Excellence:
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Neue Wege in der Sportpsychologie: Infolge der Corona-Pandemie stand die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie in Deutschland vor der Absage. Stattdessen haben die Organisatoren der asp2020 aus Salzburg um Prof. Dr. Günter Amesberger entschieden, die Konferenz komplett in die digitale Welt zu verlagern.
Vom 21. bis 23. Mai 2020 läuft die Tagung in gewohnter zeitlicher Struktur, allerdings im virtuellen Umfeld. Alle Tagungsinhalte werden über Videokonferenzen und digitale Zusatzinhalte angeboten. Der Startschuss erfolgt am Donnerstag, 12.30 Uhr, mit der feierlichen Eröffnung der Veranstaltung, die in diesem Jahr passender Weise unter dem Motto: „ZUKUNFT DER SPORTPSYCHOLOGIE zwischen Verstehen und Evidenz“ steht.
Das Experten-Netzwerk Die Sportpsychologen ist auch intensiv personell vertreten: So bieten unter anderem Prof. Dr. Oliver Stoll, Cristina Baldasarre, Dr. Hanspeter Gubelmann und Markus Gretz eigene Veranstaltungen an.
Ob sich ein erwachsener Mensch bewegt – im Sinne von: sportlich betätigt – ist seine eigene freie Entscheidung. Niemand, mich eingeschlossen, hat das Recht, ihm Sport nahe zu legen, gar ihn als Couch-Potato abzuwerten. Sport tut einem gut, hält den Körper gesund und macht den Kopf frei. Ganz einfach. Das wissen Menschen, die sich regelmäßig bewegen – es geht ihnen einfach besser. Die positive Wirkung von Bewegung auf Körper und Geist ist in jedem Alter auch wissenschaftlich mehrfach belegt. Aber um die Wissenschaft geht es nicht. Es geht auch nicht um das Gewissen: „Ich habe es mir vorgenommen aber…“ Letztendlich entscheidet jeder für sich selbst und niemand sollte diese, seine Entscheidung auslegen. Als Sportpsychologe fühle ich mich auch nicht berufen, jemanden zu Höchstleistungen zu „peitschen“, der es nicht will und ihn deswegen auch nicht abzuwerten, dass er es nicht will. Dies gilt für den Breitensport ebenso.
Zum Thema: Wie die Corona-Pandemie den Sport in seinen Grundfesten erschüttert – Ende offen
Aber es gibt ein Alter, wo der Mensch sich nicht-bewegen nicht kann: Die Kindheit. Am Anfang hat er Freude daran zu krabbeln, weil er seinen Radius erweitert und somit seine Neugierde befriedigen kann. Dann hat es Freude am Stehen, Gehen, den Eltern davonlaufen oder mit dem Hund mitlaufen. Das Kind lernt Fahrradfahren oder düst mit seinem Roller zwischen Passanten am Gehsteig durch, die er als Hindernis interpretiert und ein Gefühl von Sieg davon trägt. Er ist nämlich schneller unterwegs und dieses Gefühl von schneller, geschickter wird ihn noch Jahre lang beschäftigen. Dann lernt es andere Kinder kennen, auf Bäume klettern, Bälle werfen, im Schwimmbad die Rutsche stundenlang hinauf hinunter, rückwärts, Kopf nach vorn, alles was ihm einfällt und an Kreativität mangelt es ihm nicht. Es realisiert, sich mit anderen zu bewegen, macht nicht nur Spaß, es ist auch eine Möglichkeit, sich zu erproben und zu behaupten und das macht noch mehr Spaß.
Vielleicht entscheidet sich das Kind für eine Sportart, wo es all das komprimiert haben kann: Spaß, Entwicklung, Sieg und Gemeinschaft und tritt einem Sportverein bei. Und dann, mitten in diesem Entwicklungsprozess kommt die Schule: sitzen, im Pausenhof nicht laufen, sitzen und noch mehr sitzen. Auf dem Stundenplan steht zwar Sport aber sollte die Frau Lehrerin keine Affinität zum Sport haben, heißt das entweder eine Freistunde am Sportplatz oder ein Spaziergang im Wald. Na gut, manchmal Völkerball. Die Entwicklung orientiert sich aber nicht an den zivilisatorischen Vorgaben, das Kind bleibt in Bewegung und will sich messen und behaupten. Die Lehrerin ist ratlos, die Eltern verzweifelt, das Kind bekommt keine positive Beurteilung und darf deswegen solange nicht mit Freunden Fußballspielen, bis die Noten nicht ausgebügelt sind. Der Teufelskreis nimmt seinen Anfang.
Ein sportlicher Weg?
Das Kind entdeckt die andere Möglichkeit zu spielen, geschickt sein zu können, eine verlockende bunte Möglichkeit, die seine Fantasie anregt und es auch herausfordert. Zudem kann unser Beispielkind es auch unkompliziert und unbemerkt machen und es gibt auch da, andere Kinder – das Handy. Es hat ihm das Christkind beschert und die Eltern schauen nun mal nicht so genau auf die Uhr. Das Kind kommt in eine höhere Schule, noch mehr Lernstoff, noch mehr sitzen, viel mehr Hausaufgaben und somit doppelt so viel sitzen. Die neuen Freunde kennen andere, viel interessantere Spiele am Handy. Diese Schule ist viel ernsthafter, es wird einem täglich eingeprägt, man lerne fürs Leben, deshalb der enorme Zeitaufwand. Und der Sport? – drei ganze Runden laufen? Das ist anstrengend, die Mädchen werden in der Pubertät eher träge, Jungs folgen. Sie bleiben zwar den Wettkämpfen näher, verlagern ihr Interesse allerdings individuell und das was die Schule vorgibt, ist eh öde.
Zugegeben, eine etwas überspitzte Darstellung der negativen Entwicklung hinsichtlich der Bewegung und Bewegungsmöglichkeit unserer Kinder. Aber es kommt dicker! Es gibt viele Beispiele, wo der Sport ein Teil des Lebens bleibt, sich sogar zu einem großen Part des Lebens entwickelt und daraus Leistungssport, zum aktiven Vereinssport oder zu einem lebenslangen Breitensport etabliert. Aber stellen wir uns mal vor, es kommt ein Tag, an dem plötzlich alles gesperrt ist. Die Lage ist ernst, es vergeht eine Woche, noch eine, ein Monat: Das Kind hat gerade Fahrrad fahren, schwimmen gelernt aber er darf nicht raus. Er ist seit einigen Jahren im Verein, macht sich recht gut, aber der Verein ist geschlossen. Mit seinen Freunden darf er sich nicht treffen und Papa war noch nie fürs Kicken zu begeistern, Mama quält sich auch nur langweilig am Heimtrainer vor dem Fernseher. Aber dann nach einigen vielen Wochen, für ein Kind eine endlos lange Zeit, kommen positive Nachrichten: Zuerst darf man shoppen, dann sich mit ein, zwei Freunden treffen, dann Essen und zuletzt in die Schule gehen. Der Sport? Nun ja, der bleibt gefährlich, der Volleyballplatz am Ende des Dorfes ist zwar zugänglich aber ohne Mindestabstand ist Volleyball verboten. Mit, kann man Volleyball nicht spielen. Der Tennisplatz genauso und das Freibad ist ein echter Sicherheitsparcours mit Minutenregelung an der Rutsche, Mundschutz an der Wiese. Die Vereine bekommen aufwendige Auflagen und manche Sportarten gehören sowieso zu den Risikogruppen, für die gibt es nicht einmal Auflagen, nur ein Verbot. Die letzte Hoffnung auf endlich Toben und sich bewegen ist die Schule, die bald losgeht – los geht? Ja, Mathe, Kunst Bio, der Sportunterricht bleibt aus – mit den Sicherheitsauflagen nicht realisierbar.
Nun habe ich zwei drei doch recht wütende Fragen:
Warum sind etliche Sportlehrer und Trainer durchaus in der Lage, kreative Möglichkeiten zu entwickeln, um den Sportunterricht und den Vereinssport auch unter diesen Bedingungen gestalten oder alternativ am Laufen halten zu können, ihre Kinder bewegen – andere hingegen berufen sich gemütlich auf die vorgegebene Unmöglichkeit? Weil ersteren die Relevanz der Bewegung für die gesunde Entwicklung unserer Kinder bewusst ist und am Herzen liegt.
Die Bundesliga geht los: Wer wird in zehn Jahren Juniorkader, wenn sich der Leistungssport egoistisch lediglich um sich selbst kümmert und die kleinen Kicker, Reiter, Schwimmer, Tennisspieler, Radfahrer in ihrem Bewegungsdrang alleine lässt? Vorbilder mit großen Namen setzten sich doch für kleinere ein?
Und die letzte Frage, an wen auch immer gerichtet, erübrigt sich bei der Bildungspolitik oder bei der gesellschaftlichen Einstellung: Tausende im Shopping Center, im Baumarkt, der Sportplatz, der bleibt zu. Ernsthaft? Shoppen vor Sport?
Die Bundesliga ist zurück. Unsere Experten diskutieren die drängenden Fragen nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga. Es geht um den Einfluss der Zuschauer auf die Leistung der Spieler und die Sinnhaftigkeit der Beschränkungen des Jubels. Zudem greifen unsere Experten das Thema Ängste auf und diskutieren, wie sich die zwischenzeitlich erhöhte Anzahl von Auswechslungen auf das Spiel auswirkt. Auseinander gehen die Meinungen hinsichtlich des Umgangs der Profi-Spieler mit den Geisterspielen.
Zum Thema: Laufleistungen, Herthas Jubelposse, neue Ängste, fünf Auswechslungen und Kritik zur Kategorisierung von Spielertypen
Laut Sky unterscheidet sich die Laufleistung in Bezug auf die zurückgelegten Kilometer sowie die Anzahl und die Qualität der Sprints der Bundesliga-Spieler nach der Corona-Krise nicht von den Werten vor der Pause. Was sagt uns das aus sportpsychologischer Perspektive?
Prof. Dr. Oliver Stoll (zur Profilseite): Das war mir von Anfang an klar. Alles was wir aus der Forschung zum Einfluss der Zuschauer wissen zeigt, dass sie keinen Einfluss auf die sportliche Leistung haben. Wenn angepfiffen wird, ist es eben ernst für die Spieler. Die Aufgabe steht im Fokus, nicht das Spektakel drumherum.
Klaus-Dieter Lübke Naberhaus (zur Profilseite): Da sei die Frage erlaubt, weshalb das auch anders sein sollte? Intensive individuelle Vorbereitung, professionelle Einstellung zu den noch zu absolvierenden Spielen, gute Vorbereitung durch das gesamt Team um das Team. All das war zu erwarten und auch eine professionalisierte sportpsychologische Vorbereitung scheint es gegeben zu haben. Somit wäre ein anderes Ergebnis sehr verwunderlich gewesen und hätte die Professionalität des Bundesligafußballs aus meiner Sicht sehr in Frage gestellt.
Anke Precht (zur Profilseite): Es zeigt sehr realistisch, dass die Spieler auch während der Pause intensiv trainiert haben. Profis, die wussten, dass sie früher oder später wieder auf dem Platz stehen und dann fit sein müssen. Zusätzlich liegen sehr hohe Erwartungen auf ihnen. Gerade in der aktuellen Situation steckt die Bundesliga viel Kritik ein, da können die Teams nur über gute Leistungen überzeugen, auch die Herzen ihrer Fans, von denen sie ja wissen, dass sie zuschauen – wenn auch aus der Ferne.
Dr. René Paasch (zur Profilseite): Eins war für mich sehr sicher: Alle werden fit sein. Die Trainer und der komplette Stab der Bundesligisten, haben in den letzten Wochen großartige Arbeit geleistet. Man hört immer wieder, dass die Jungs physisch bereit sind und jetzt endlich spielen wollen. Die Gegebenheiten für die Athletik waren hervorragend. Videobasiertes Training, Home-Trainer u.v.m. konnten zu jederzeit eingesetzt werden.
Rolf Jakob (zur Profilseite): Im Profisport herrscht mannschaftsintern eine grosse Konkurrenz um einen sicheren Platz in der Mannschaftsaufstellung. Somit nutzten die Spieler die spielfreie Zeit, um ihrer Kondition und Bewegungskoordination weiter auszubauen. Die lange Spielpause war eine gut Gelegenheit, die Grundlagenkondition zu verbessern. Diese Chance und Zeit zu nutzen, Schwächen gezielt zu bearbeiten, ohne die Stärken zu vernachlässigen. Ein gezieltes Training an allen konditionellen Faktoren kann auch Verletzungen stark reduzieren.
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Beim Spiel TSG Hoffenheim gegen Hertha BSC Berlin kam es bei den drei Berliner Toren zu innigem Jubel. Die DFL-Empfehlungen wurden klar missachtet. Wie lässt es sich trainieren, Corona-konform zu jubeln und macht diese Empfehlung überhaupt Sinn?
Kathrin Seufert (zur Profilseite): Für die Spieler ist es sicherlich schwierig, nun auch noch ihre Emotionen zu lenken. Die Trainer wünschen sich, dass die Spieler volle Leistungsfähigkeit an den Tag legen und die leeren Ränge um sich herum ausblenden. Wenn sie nun also in voller Fahrt sind und im Punktspiel treffen, möchten sie ihrer Freude auch Ausdruck verleihen. Möglicherweise wäre es ja eine schöne Beschäftigungung die Abende im Quarantäne-Hotel zu nutzen und sich Corona-Jubel auszudenken, welche dann auch regelkonform sind.
Uwe Knepel (zur Profilseite): Die Frage nach dem Sinn ist durchaus gerechtfertigt. Schließlich spielen zwei Mannschaften 90 Minuten lang eine Sportart mit einer überaus hohen Anzahl von körperkontaktreichen Begegnungen. Gerade hier ist ein großer Reiz, der diese Sportart zu einer der größten und beliebtesten macht. Sowohl für die Spieler, die um jeden – mehr oder weniger regelkonformen – Preis versuchen, die gegnerische Mannschaft an einem Torabschluss zu hindern, als auch für die Zuschauer. Dies scheint ohne Körperkontakt kaum möglich zu sein.
Davon ausgehend, dass die Berliner Spieler sich nicht bewusst dazu entschieden haben, genau jetzt “innig” zu jubeln, lässt sich dieses Verhalten recht gut anhand der jüngsten Geschichte der Herthaner beschreiben. Ein hohes Maß an wiederkehrendem Tohuwabohu und dem direkten Weg in die Pandemiezeit, gepaart mit dem wiederholten Nichterreichen der eigenen Ziele und Wünsche (kein Spieler der Bundesliga will ein Spiel verlieren) kann den Druck in jedem einzelnen, aber auch im Mannschaftsgefüge stark steigen lassen. Im Moment des Jubels, haben all die mit dem Druck verbundenen Emotionen, wie zum Beispiel Ängste und Sorgen, ein Ventil finden können, welches eine Mannschaft in schwierigen Zeiten auch dringend benötigt. Aber auch für die Zuschauer (auch an den Fernsehgeräten) machen diese Zweikämpfe und die damit verbundenen Emotionen das Fußballspiel zu einem besonderen Erlebnis.
Klaus-Dieter Lübke Naberhaus (zur Profilseite): Nun, die Frage nach der Sinnhaftigkeit stellt sich bei vielen der ergriffenen Maßnahmen rund um das Coronavirus. Und die Meinungen hierzu gehen auch unter den “Experten” weit auseinander, deshalb ist eine Diskussion darüber müßig. Doch kommt es in einer an Kontakten reichen Sportart dann darauf an, ob die Spieler beim Jubeln im Kontakt sind? Doch die Sportler haben auch eine Vorbildfunktion, die hier gefragt ist und ansonsten die Sonderbehandlung der Bundesliga wieder in den Brennpunkt rückt.
Ansonsten handelt es sich aus sportpsychologischer Sicht um Rituale, die tief verankert sind und wovon Teams leben. Emotionale gemeinschaftliche Momente sind enorm wichtig für das Team, der gemeinschaftliche Moment der Druckentladung, und dass die Herthaner hier ihren eigenen Weg gehen, dass wissen wir ja nicht erst seit diesem Wochenende.
Dr. René Paasch (zur Profilseite): Der Torjubel von Spielern ist „nicht Bestandteil“ der medizinisch-organisatorischen Regelungen, auf deren Grundlage die Bundesliga neu gestartet wurde. Zum Thema Torjubel wurden in Ergänzung zum Konzept lediglich Hinweise zur Orientierung gegeben – Sanktionen erübrigen sich daher. Aus diesem Grund sehe ich keine Notwendigkeit, dieses Verhalten zu trainieren.
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Uwe Rösler, Trainer von Fortuna Düsseldorf, hat vor einigen Jahren eine Krebserkrankung überstanden. Entsprechend zählt er zur Risikogruppe. In den vergangenen Wochen äußerte er sich zu Ängsten. Die Arbeit hilft ihm, sich abzulenken. Wie können Trainer und Funktionäre Spielern Ängste nehmen, die sich um sich oder nahe Angehörige sorgen?
Kathrin Seufert (zur Profilseite): Eine sicherlich simple aber einfache Möglichkeit ist es, gemeinsam darüber zu sprechen und sich auszutauschen. Die Sorgen und Ängste zu teilen, kann für viele schon für Entlastung sorgen. Ebenso möchte ich empfehlen, sich nicht mit Informationen zu überladen, sondern geregelt und in Maßen die neuen Vorgaben und Regelungen zu konsumieren und entsprechend neutrale objektive Berichte zu nutzen.
Anke Precht (zur Profilseite): Hilfreich könnte eine realistische Risikoeinschätzung sein. Wir neigen häufig dazu, bei einer vagen Gefährdungslage das allgemeine Risiko zu unter- und das persönliche zu überschätzen. Mehr als 15 Jahre nach der Krebserkrankung ist das persönliche Risiko kaum höher als bei anderen Menschen zwischen 60 und 70. Gleichzeitig dürfte der Fußball gerade zu den sichersten Arbeitsplätzen der Republik zählen. Regelmäßige Tests, Quarantäne der Teams… Sich diese Tatsachen bewusst zu machen, kann dabei helfen, entspannter an die Arbeit zu gehen.
Klaus-Dieter Lübke Naberhaus (zur Profilseite): Aufklärung und Transparenz sowie ein sinnvolles Risikomanagement sind die geeigneten Mittel zur Begegnung der Angst. Dazu kommen noch die Akzeptanz, dass das Leben voller Risiken ist und hier hilft die Einordnung des Coronavirus als Todesursache für 0,4% aller Sterbefälle in einem Jahr. Andere Risiken sind deutlich höher und jeder Mensch gehört das ganze Leben, also jeden Tag, zu einer Risikogruppe. Die der Verkehrsteilnehmer zur Risikogruppe derer, die verunfallen und im Straßenverkehr versterben können, usw. Und die inneren, durch die äußeren Gefahren ausgelösten Ängste, lassen sich mit Meditations- und Entspannungsverfahren gut bearbeiten.
Dr. René Paasch (zur Profilseite): Aus meiner Sicht zeigen sich hier besonders Wissensdefizite hinsichtlich der Übertragungswege und in Bezug auf die gefährdeten Risikogruppe des Coronavirus. Häufig haben viele auch das Gefühl, in einer bedrohlichen Situation einfach irgendetwas tun und sich schützen zu müssen. Eine zurückliegende Krebserkrankung ist nicht gleichzusetzen mit einem geschwächten Immunsystem. Die Fürsorge und die damit verbundene Angst ist Absolut verständlich – aber hier gilt es eben, diese Impulse in die richtige Richtung zu lenken. Sachliche Aufklärung über den Infektionsweg und die Infektionsrisiken hilft, ebenso der Hinweis auf angemessene Maßnahmen. Hier einige Anregungen, wie Verantwortliche und Betroffene damit umgehen können: Im ersten Schritt beginnt das kognitive Training, bei dem sie lernen, ihre angstfördernden Gedanken zu erkennen, zu überprüfen und zu verändern. Dazu werden gezielte offene Fragen formuliert, z.B. Was tatsächlich passiert, wenn er erkrankt? Sie werden somit angeleitet, den Realitätsgehalt ihrer Angst zu überprüfen. Gemeinsam können dann Alternativen und hilfreiche Gedanken erarbeitet werden, die dazu beitragen, die gefürchtete Situation in Zukunft besser bewältigen zu können. Diesbezüglich besteht die Möglichkeit, nun hilfreiche Sätze auf kleine Karteikärtchen zu notieren, diese bei sich zu tragen und in Angst auslösenden Situationen hervorzuholen („Es kann nichts passieren!“ oder „Wir sind bestmöglich medizinisch versorgt!“). Sollten die Ängste jedoch weiterhin bestehen, dann wäre die fachkundige Begleitung zu empfehlen.
In der Bundesliga sind nun zwischenzeitlich fünf Auswechslungen möglich. Was ändert sich dadurch für die elf Spieler aus der Startformation, für die Einwechselspieler, für die Trainer und ggf. auch mit Blick auf die Trainingsphasen unter der Woche?
Prof. Dr. Oliver Stoll (zur Profilseite): Das Spiel könnte theoretisch schneller werden. Aber da sind ja leider auch die vielen englischen Wochen.
Uwe Knepel (zur Profilseite): Das könnte die Möglichkeit bieten, neue taktische Ansätze zu überlegen oder gar anzuwenden. Vielleicht ist es eine Chance für momentan schwächere Mannschaften, verbunden mit der Möglichkeit, verschiedene Systeme in einem Spiel umzusetzen.
Dr. René Paasch (zur Profilseite): Die zwei zusätzlichen Auswechselspieler erweitern die Handlungsoptionen der Trainer. Möglicherweise werden künftig weniger Allrounder, die mehrere Positionen abdecken können, auf die Ersatzbank genommen, dafür wieder eher Spezialisten. Es ist gut möglich, dass die Auswechselspieler wieder positionsspezifisch ausgewählt werden.
Klaus-Dieter Lübke Naberhaus (zur Profilseite): Zwei Spieler mehr als Option eröffnet Spielräume. Für das taktische und strategische Handeln des Trainers, für die Verteilung der Belastung der Spieler und natürlich auch für die Sicherheit des einzelnen Spieler in der Stammformation. Auswechslungen werden wahrscheinlicher, damit steigt der Druck auf der einen, jedoch auch der Anreiz auf der anderen Seite.
Rolf Jakob (zur Profilseite): Mehr Auswechslungen ergeben mehr Möglichkeiten in den Spielsystemen für den Trainer. Das Spiel wird wahrscheinlich noch schneller und athletischer werden. Spezialisten werden spezifischer eingesetzt und Allroundspieler weiterhin zur Stabilität gebraucht. Offensive und defensive Spielphasen werden wahrscheinlich schneller wechseln. Positiv sind sicher auch der grösseren Möglichkeiten zur Regeneration. Eine gute Idee zur Attraktivitätssteigerung und Weiterentwicklung des Fußballs. Die Leistungen in allen Sportarten inklusive Fußball haben sich in den vergangenen Jahren verbessert die Auswechslungen werde dies noch mehr fördern.
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Hans-Dieter Hermann hat kürzlich die Spieler in vier Kategorien hinsichtlich ihre Umgangs mit den Geisterspielen eingeordnet. Woran erkennen Trainer, zu welcher Kategorie ein Spieler gehört? Lassen sich diese Kategorien durch gezielten Training ändern? Und inwiefern müssen Trainer ihre Spieler unterschiedlich abholen?
Klaus-Dieter Lübke Naberhaus (zur Profilseite): Wir neigen dazu, in Schubladen und Kategorien zu denken, ich halte davon wenig, sondern bin dem ganzheitlich humanistischen Denken verbunden. Der Mensch ist zu komplex und individuell. Gezielte Arbeit mit dem Einzelnen bezogen auf seine Motivationen ist da meine Richtschnur und tagtägliche Aufgabe des Teams um das Team. Sich der eigenen Motivation, des eigenen Denkens und der eigenen Gefühlslage bewußt zu werden, ist die Arbeit eines jeden Menschen, eines jeden Spielers an sich selbst. Und dann kann ich meine Spieler in Kooperation mit ihnen gut einschätzen und abholen, ihnen das geben, was sie in der Vorbereitung auf diese besondere Situation brauchen. Alles andere bleibt aus meiner Sicht Stückwerk und wird einer individuell humanistisch orientierten Menschensicht nicht gerecht.
Dr. René Paasch (zur Profilseite): Ich sehe das ähnlich wie Hans. Die Spieler werden heute unterschiedlich reagieren und das anhand von verschiedenen Verhaltensweisen. Der Reaktionsspieler wird sich schwerer tun ohne das Publikum und die fehlende verbundene sprachliche Emotionalität. Eine verstärkte Kommunikation nach innen und außen könnten dann die Folge sein. Der Teamplayer wird nach einer gewissen Orientierungsphase schnell in den vollen Wettkampfmodus finden. Er wird verstärkter nach Verbundenheit auf dem Platz suchen, denn dies bedeutet für ihn Vertrautheit und Sicherheit. Der Meister aller Klassen wird sich von der Gesamtsituation nicht beirren lassen und Vollgas geben. Höchstwahrscheinlich wird dieser Spieler mit einer verbesserten Leistungsfähigkeit auftreten. Hingegen könnte der Trainingsweltmeister den fehlenden Zuschauerdruck und die für sich bestärkende Kommunikation der Teamkollegen als Vorteil wahrnehmen und befreiter aufspielen.
Anne Lenz (zur Profilseite): Ich kann mich Renés Antwort nur anschließen. Dennoch sollte trotz dieser aufgestellten Kategorien berücksichtigt werden, dass diese Kategorisierung keine Reaktionen vorhersehbar macht und jeder Spieler immer noch hoch individuell die Situation erleben wird. Trainer, die ihre Spieler gut kennen, werden durch Leistungsvergleiche von Trainingsspielen (wenig/keine Zuschauer), Ligaspielen und Endspielen (extreme Zuschauerreaktionen), ihre Spieler einschätzen können. Zudem kann hierbei auch ein offenes Gespräch und eine Selbsteinschätzung des Spielers unterstützen. Die Änderung der Kategorie vom z.B. Trainingsweltmeister zum Meister aller Klassen ist generell möglich, bedarf jedoch einen ausgiebige Betreuung und ist ein langer Prozess, der nicht kurz vor einem Spiel durch ein sportpsychologisches Gespräch verändert werden kann. Nichtsdestotrotz kann die Kategorisierung der Spieler die mentale Vorbereitung erleichtern, sodass bei einer sportpsychologischen Betreuung die Spieler einer gemeinsamen Kategorie in einen Austausch gehen und sich gemeinsam (mit dem Sportpsychologen &/oder Trainer) mental auf den Wettkampf vorbereiten können und auf ihre individuellen Bedürfnisse eingegangen werden kann.
Mannschaften scheitern selten am Mangel an fußballerischen Fähigkeiten. Viel häufiger sind die Ursachen im psychologischen und pädagogischen Bereich zu suchen. Unerklärlicher Leistungsabfall, plötzlich auftretende Trainings- und Wettkampfpause, soziale Distanz, nicht mehr zu kontrollierende Konflikte im Team, Formkrisen oder Motivationsverluste. Im Ergebnis bedeutet dies häufig eine Niederlagenserie, es entsteht eine zunehmend schlechte Stimmung im Team und im Vereinsumfeld, in der Medienöffentlichkeit wächst der Druck. Wie können Sportpsychologen helfen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen?
Zum Thema: Potential der Sportpsychologie im Fußball
Anders als bei Taktik- oder Technikfragen gibt es hinsichtlich der psychologischen Einflüsse kaum Patentrezepte, die immer und überall funktionieren. Aber es gibt zentrale Ansatzpunkte, auf die ein Sportpsychologe schaut, wenn er als neuer Bestandteil in einem Trainerteam oder im Verein installiert wird, um den Teamzusammenhalt zu verbessern. Je mehr Zeit zur Verfügung steht, desto besser. Übrigens “besser” für alle im System: Trainer, Spieler, Staff, Funktionäre und Fans. Zur Not – und oft ermöglichen erst “sportliche Notlagen” wie die akute Abstiegsgefahr überhaupt die Bereitschaft, auf einen Sportpsychologen zu setzen – muss die Arbeit auch in wenigen Wochen Früchte tragen.
Die Schlüsselqualifikation von Sportpsychologen ist es, zwischen den Parteien (Trainer und Mannschaft, zum Teil einzelne Grüppchen, hinzu kommen Personen aus dem engeren Umfeld des Teams) zu agieren. Denn die dauerhafte und prozessbegleitete Interaktion zwischen Psychologen, Trainer und Sportler kann zu jeder Zeit zur Optimierung von Trainings- und Wettkampfleistungen beitragen und die Gesunderhaltung nachhaltig fördern. So weit, so unstrittig. Aber wo setzt ein Sportpsychologe nun an, um positiv auf den Teamzusammenhalt einwirken zu können? Auch unter Zeitdruck? Folgende Ansatzpunkte halte ich für besonders wichtig:
Synergie und Kommunikation
Positive Gefühle in herausfordernden Zeiten stellen für die Leistung jedes Sportlers eine Kraftquelle dar. Synergie bewirkt, dass auch schwächere Spieler sich in der Mannschaft steigern, dass sie zusätzliche Kräfte mobilisieren können und Kreativität entwickeln. Sie entsteht durch die Lust und Freude, Mitglied einer Mannschaft zu sein, durch das gemeinsame Erlebnis des Miteinanders und der gemeinsamen Aufgabe als Herausforderung. Ohne die Aktivierung positiver Gefühle wird sich der Synergieeffekt nicht einstellen und zur Minderung der Einzelleistung führen. Mannschaften sollten deshalb viel miteinander sprechen, um das nötige Vertrauen und Verstehen zwischen den Spielern aufzubauen. Das Erleben der harmonischen Zusammenarbeit und die Begeisterung für die gemeinsamen Aufgaben stellt eine zusätzliche Energiequelle für den Einzelnen dar. Insbesondere in herausfordernden Zeiten, kann die schöpferische Kraft, die Energie und die Stärke der Einzelspieler vereint werden und in der Summe als gemeinsame Mannschaftsleistung hervorstechen. In diesem Zusammenhang sollte auf und neben dem Platz jetzt besonders die Kommunikation zwischen den Spielern gefördert werden (stimmlich, sprachlich, nonverbal durch Gesten, Blickkontakt und Körpersprache). Dabei kommt es nicht nur darauf an, was gesagt wird, sondern auch, wie es gesagt wird. Denn lobt der Trainer und Spieler, lässt Zweifel abschwächen und kann euphorisieren und bestärken.
Mit dem Begriff der „Rolle“ ist die Erwartung verknüpft, die ein Spieler auf einer Position erfüllen soll. Mit der Rollenerwartung sind zweierlei Aspekte verknüpft (Baumann, 2008):
Forderungen und Pflichten, die an die Rolle gebunden sind, d.h. der normative Aspekt
der persönliche Beitrag zur Mannschaftsleistung, d.h. der antizipatorische Aspekt
Das Rollenverständnis beinhaltet also für den Sportler die Fragen:
Was muss ich tun? (Norm, Pflicht)
Was darf ich tun? (Individualitätsgrad)
Was soll ich tun? (persönliche Erwartung)
Was kann ich tun? (Selbsteinschätzung)
Gerade in schwierigen Phasen ist es besonders wichtig, dass jeder Spieler seine Fähigkeiten und Fertigkeiten dem Team zur Verfügung stellt und die Forderungen und Pflichten so gut es geht erfüllt. Des Weiteren streben Spieler von Mannschaften ein gemeinsames Ziel an, das sie allein nicht erreichen können. Deshalb stellt das gemeinsame Ziel (z.B. Klassenerhalt) einen wesentlichsten gemeinschaftsbildenden Faktor dar. Wenn alle Mannschaftsmitglieder ihre persönlichen Ziele dem gemeinsamen Ziel unterordnen (Meisterschaft, Auf- und Abstieg), dann verwenden alle Mitglieder den Ausdruck „Wir“ in derselben Bedeutung und verfolgen dieses mit großer Leidenschaft und Einsatzwille. Hinweis: Berücksichtigen Sie dabei, dass das Mannschaftsziel stets in engem Zusammenhang mit den Wünschen und Bedürfnissen der Teammitglieder stehen! Näheres zum Thema Ziele:
Gemeinsame Herausforderung, deren Überwindung nur durch eine gemeinsame Anstrengung, durch gegenseitiges Unterstützen und Helfen gelingen kann, mobilisiert Kräfte, d.h. die äußere Belastung verursacht gruppendynamische Veränderungen, die sowohl den Aufgaben- als auch den sozialen Zusammenhalt verbessern. Dieses Phänomen begegnet mir oft in meiner Praxis z.B. bei Teams, die gegen den Abstieg kämpfen oder unbedingt aufsteigen wollen. Unter „Not“ kann jede Situation verstanden werden, die den Wünschen und Zielen der Mitglieder entgegensteht und nur durch gemeinsame Anstrengung bewältigt werden kann. Ob sich die gemeinsame Herausforderung tatsächlich im positiven Sinne auf eine Mannschaft auswirkt, hängt allerdings auch noch von anderen Faktoren ab, z.B. dem Selbstvertrauen oder auch vom Vorhandensein einer Führungspersönlichkeit, die es versteht, die Notwendigkeit der gemeinsamen Anstrengung bewusst zu machen und gemeinsame Energie freizusetzen. Näheres dazu:
Spieler und Trainer schreiben den Erfolg oder Misserfolg häufig der Art und Weise zu, wie gut das Team zusammenarbeitet. Wenn man den Zusammenhang zwischen Leistung und Teamzusammenhalt kurzzeitig fördern will, sollten Sie auf den zwischenmenschlichen Bereich verstärkt achten. Daraus erwachsen persönliche Beziehungen wie Sympathie und soziale Verbundenheit. Ganz besonders ist dabei die Bedeutung des sozialen Zusammenhalts in herausfordernden Zeiten zu erwähnen. Die Praxis zeigt, dass Mannschaften, die sich gegenseitig unterstützen, anfeuern und ermuntern, erheblichen Einfluss auf die Anstrengungsbereitschaft der Spieler ausüben können. Siehe dazu auch:
Der wesentliche Einfluss bei einer “Neuerfindung” des Teamgeists in einer sportlich krisenhaften Situation kommt dem Trainerverhalten und den führenden Mannschaftsmitgliedern zu. Gerade dann brauchen jüngere oder ängstliche Spieler die Unterstützung starker, erfahrener Persönlichkeiten. Klare Aufgabenstellungen sind erforderlich und realistische Zielsetzungen sollen Richtlinien des Handelns sein. Sich aus der gewohnheitsmäßigen Routine zu lösen und neuartige Ziele zu formulieren, die im Training und im Wettkampf erreicht reicht werden können, bewirken teilweise Wunder. Ein vertrauensvolles Verhältnis und eine offene Kommunikation zwischen Spielern und Trainer sind die Voraussetzungen dafür, dass sie ihre Gedanken mitteilen und unbeschwert Leistungen erbringen können. Ein Sportpsychologe kann in diesem Bereich dem Trainer oder dem Trainerteam effektiv helfen.
Sigurd Baumann. Mannschaftspsychologie (Kindle-Position1870). Kindle-Version. Lau, A. (2005a): Die kollektive Leistung in den Sportspielen – eine interdisziplinäre Analyse. Habilitationsschrift. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Lau, A. (2005b): Das Teamentwicklungstraining – ein systemisches Konzept für die Mannschaftssportspiele. Leipziger Sportwissenschaftliche Beiträge, 46(1), 64-82
Lau, A. & Stoll, O. (2007). Gruppenkohäsion im Sport. Psychologie in Österreich, 27 (2), 155-163.
Seelig, H., Göhner, W., Mahler, C. & Fuchs, R. (2006). Selbstkonkordanz und Sportteilnahme: Längsschnittliche Überprüfung zweier konkurrierender Kausalstruktur-Modelle. In B. Halberschmidt & B. Strauss (Hg.), Elf Freunde sollt ihr sein? (S. 126). Hamburg: Czwalina.
Stell dir einmal vor, du läufst durch den Wald. Du läufst so vor dich hin, denkst so vor dich hin, den Blick in die Ferne gerichtet. Plötzlich trittst du auf einen Stein, knickst um, verlierst das Gleichgewicht und fällst fast hin. Siehst du in genau diesem Moment die wunderschöne Pflanzenwelt um dich herum? Siehst du leuchtende Schmetterlinge und bunte Vögel? Hörst du den Wald rauschen und die Vögel singen? Ich bin mir sicher, du nimmst gar nichts von dem bewusst wahr, was nicht direkt mit deinem kleinen Unfall zu tun hat. Der Fehltritt hat dich von einem Moment auf den anderen die Brille wechseln lassen. Es ändert sich der Blick auf die Welt und keineswegs die Umwelt als solche.
Zum Thema: Werkzeuge im sportpsychologischen Coaching
Wenn ein Sportler mit einem Problem ins Coaching kommt, könnte man meinen, irgendetwas im Außen müsste verändert werden. Manchmal ist das so, manchmal ist es aber auch nur der eigene Blick auf die Welt. Bestimmte Fragen können dazu anregen, Dinge neu zu bewerten. Sie regen dazu an, die Brille zu wechseln.
Ein junger Fußballspieler spielt erstmals vor mehreren hundert Zuschauern. Gerade bei Auswärtsspielen wird er oft ausgepfiffen, wenn er an den Ball kommt. Er fühlt sich überfordert und klein, versucht keine Fehler zu machen und nur nicht aufzufallen. Er spielt tatsächlich weit unter seinen Möglichkeiten. Eine Frage könnte sein: „Ist das der nächste Schritt? Die Leute interessieren sich für dich. Es wird noch lange nicht jeder ausgepfiffen! Jeder Pfiff gegen dich ist irgendwie auch Anerkennung, oder?“ Die Pfiffe bleiben, allerdings ist die Bewertung der Pfiffe auf einmal eine ganz andere.
Ein Tennisspieler leidet massiv unter Angst bei allen offiziellen Spielen. Er äußert: „Ich bin so ein Angsthase. Immer wenn ich bei einem Medenspiel auf den Platz gehe, wird mir fast schlecht vor Aufregung. Ich habe schon vor dem Spiel so schweißnasse Hände, dass ich kaum den Tennisschläger richtig festhalten kann. Ein richtiger Feigling bin ich. Das ist so peinlich.“ Der Coach antwortet mit einer Frage: „Ja, Bauchschmerzen und Schwitzen, das bedeutet wohl, dass dir das Spiel sehr, sehr wichtig ist, oder? Und dass du nicht mehr in der gemütlichen Komfortzone des täglichen Trainings bist, richtig?“ Der Spieler bejaht und der Coach bestärkt ihn nochmal in der neuen Sichtweise: „Hut ab! Das ist sehr mutig von dir, dich dieser Situation immer wieder zu stellen.“ Die Frage verschiebt die ursprüngliche Bewertung des Tennisspielers von „Ich bin ein ängstlicher Feigling.“ hin zu „Ich bin mutig. Es ist anerkennenswert, dass ich es trotzdem tue.“ Mit welcher Bewertung im Kopf, kann er wohl besser spielen?
Ein weiterer Tennisspieler vergibt immer wieder gute Chancen durch eine sehr verspielte Spielweise. Mit Stopps und Lobs versucht er, seine Gegner vorzuführen und verpasst es immer wieder, Punkte konsequent zu Ende zu spielen. Nach einem so verlorenen Spiel bemerkt er im Gespräch mit seinem Coach sehr selbstkritisch: „Verdammt, ich muss damit aufhören. Ich bin so ein dummer Idiot. Ich bin so ein bescheuertes Spielkind. Ich lerne es nicht mehr.“ Der Coach gibt ihm recht. „Das sehe ich ganz genauso wie du. In mehreren Situationen hast du die Gelegenheit verpasst, den Sack mit einem einfachen Schlag zuzumachen. Konsequent zu Ende zu spielen. Das hat wertvolle Punkte gekostet. Wenn du an das Match davor denkst, da war deine kreative und ungewohnte Spielweise ein großer Pluspunkt und hat deinen Gegner öfters aus dem Konzept gebracht.“ In einem späteren Gespräch kann der Coach dann deutlich machen, wann eine verspielte, ungewöhnliche und kreative Spielweise günstig ist und wann sie eher den Erfolg behindert. Damit kann der Spieler genauer auf seine Art zu spielen blicken, je nach Spielsituation, anstatt sie undifferenziert als dumm zu verurteilen. Fragen verändern den Blick des Sportlers auf die Welt und auch auf sich selbst – damit verändern sie auch sein zukünftiges Verhalten.
Betrachtungswinkeloptimierung
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Verrückte Bundesliga-Wochen. Nach dem das Mannschaftstraining auf Grund der ersten Covid-19-Fälle in der Bundesliga untersagt wurde, trainierten alle Spieler in den eigenen vier Wänden oder machten einen kleinen Lauf durch ihre Nachbarschaft. Erst kürzlich konnte dann Training in Kleingruppen aufgenommen werden. Doch dabei ist nicht an das „normale“ Fußballspielen zu denken: Kein Körperkontakt, kein Zweikampf, wenig, was auf ein elf gegen elf hindeutet. Und nun soll also der Ligabetrieb wieder beginnen und die verbleibenden neun Spieltage sowie eine Nachholpartie ausgetragen, ein Meister gekürt, zwei direkte Absteiger ausgemacht, die internationalen Plätze vergeben und die Relegationskandidaten erspielt werden. Stellt sich die Frage, was dieser Wandel für einen Sportler eigentlich bedeutet? Um dies zu erörtern, habe ich mir einige Gedanken zu den psychologischen Aspekten dieses Wandels gemacht und den früheren Bundesliga-Profi und jetzigen DAZN-Experten Sebastian Kneissl nach seiner Expertise zu diesen verrückten Bundesligawochen befragt.
Zum Thema: Von Aktivierung bis Routinen – Wettkampfvorbereitung während der Corona-Pandemie
Ein erster Faktor ist die Aktivierung der Athleten, um wieder in den „Spielmodus“ zu kommen. Es ist ein wenig wie nach der Sommerpause und doch ganz anders. Daher muss es den Spielern gelingen, ihre Aktivierung und Spannung auf ein gutes mittleres Level zu heben, um eine optimale Leistungsfähigkeit (siehe Blog-Beitrag: Sportpsychologie beim Warmmachen) zu erreichen. Aber machen wir es konkret: Wie hätte sich Sebastian Kneissl als früherer Bundesliga-Spieler auf den Re-Start in menschenleeren Stadien vorbereitet?
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“Ich persönlich würde mir klarmachen, dass ich noch nicht bei 100% sein kann, weil das schlicht unmöglich ist – schon gar nicht, nach dieser Phase. Die Akzeptanz dieses Faktors bringt schon einen sehr großen Schritt nach vorne mit sich. Maßgabe sollte aber natürlich dabei sein, dass ich als Spieler in der konkreten Situation eines Geisterspiels alles raushaue, was ich im Akku habe. Dass muss meine Benchmark sein. Es geht für jeden nun darum, sich an den eigenen Werten zu orientieren und diese auf den aktuellen Stand zu bringen. Wichtig: Hier muss eine Anpassung erfolgen. Niemand sollte sich und seine Leistungen mit dem Level von vor der Corona-Zeit vergleichen. Also Druck rausnehmen und sich klar darüber sein, dass es nun eine andere Zeit ist und man sich neu orientieren muss. Und das wichtigste für Geisterspiele wird sein, dass ich mich darauf fokussierte, wie war es denn früher in der Jugend?! Da hat man auch gerne mal vor 30 Zuschauern gespielt, wenn alle Eltern da waren. Bei den Geisterspielen werden es knapp 120 sein. Aber mit der gedanklichen Vorbereitung kann jeder Spieler voll fokussiert aber locker in den ersten Spieltag nach der Coronapause gehen.”
Automatismen ohne “echtes” Training
Es ist nun länger her, dass alle Bundesliga-Kicker den Fußball gespielt haben, den wir alle kennen, mit Grätschen, Zerren, Trikot zupfen und kleineren Tacklings und Nicklichkeiten. Diese Automatismen wurden aufgebrochen, stattdessen musste nahezu alles auf kontaktlose und distanzierte Abläufe reduziert werden. Diese Veränderung wird nun wieder zurückgenommen und es muss ein nächstes Umlernen stattfinden. Aus der Psychologie wissen wir – aber dies kennt auch jeder Freizeitsportler – , dass es ungemein schwierig ist, seine gewohnten Abläufe mal eben zu verändern. Dies bestätigt auch Sebastian Kneissl:
“Aus den Gesprächen mit Spielern weiß ich, dass sie sich mit den Trainingseinheiten zuhause schwer getan haben. Das war und ist weiterhin für alle eine Herausforderung. Es sind vor allem die spielspezifischen Situationen, wie Spielantizipation und Gegnerdruck, die im neuen Alltag einfach fehlen. Und nun, denken wir an die bevorstehenden Spiele, war die reelle Vorbereitungszeit natürlich relativ kurz. Aber ganz klar: Es freuen sich alle, dass es endlich wieder losgeht und da gerät die Trainingssituation der letzten Wochen schon wieder ein wenig in den Hintergrund. Die immense Vorfreude überwiegt.”
Ängste vor einer möglichen Infektion
Das Wissen, dass ein gefährlicher Virus der Grund für die Einschränkungen der vergangenen Wochen war, macht es nun nicht leichter, wieder in den vollen Körperkontakt zu gehen. Niemand kann einschätzen, ob so Infektionen entstehen können, mit denen Spieler ihre Liebsten anstecken könnten. Diese Gedanken machen auch vor den Köpfen der Spieler nicht halt. Können diese Ängste nun eine hemmende Wirkung auf de Sportler haben, Sebastian Kneissl?
“In den Köpfen der Spieler sind durchaus ein paar Ängste und Sorgen präsent. Hierbei spielen vor allem die Gedanken um mögliche Ansteckungsketten eine Rolle. Was ist, wenn ich mich infiziere? Trag ich das mit nach Hause zu meiner Familie, zu meinen Eltern? Beruhigend wirkt da aber tatsächlich die Auseinandersetzung mit dem Konzept, welches die DFL und die Vereine entwickelt haben. Und am Ende ist die Freude auf ihren Beruf und ihre Leidenschaft so groß, dass sich die Ängste auch relativieren – zumindest bei denjenigen, mit denen ich zuletzt gesprochen habe.”
Sorge vor Verletzungen
Bleiben wir bei möglichen Sorgen, denken aber sportspezifischer: Nach den Trainings im „home office“ mit Fahrradergometern sowie Kraft-und Stabilisationsübungen, wurden erste fußballerische Trainingseinheiten eingeführt. Und nun soll es schnell wieder zum Vollbetrieb übergehen. Aus sportwissenschaftlicher Sicht besteht daher nun eine Sorge, dass die muskulären Belastungen so unterschiedlich waren, dass beim Neustart, der nun so schnell ansteht, die Körper der Fußballer noch nicht auf die volle Normalbelastung vorbereitet sind und dies auch in den Köpfen der Athleten zu Unsicherheiten und im schlimmsten Fall zu Verletzungen führen kann.
“Ja, die Gefahr besteht. Wichtig ist, dass es wieder zu einem Spielfluss kommt. Insgesamt muss ich persönlich aber ein großes Kompliment an Christian Seifert und die DFL aussprechen, dass auf Basis ihrer konzeptionellen Arbeit der Ligabetrieb nun aufgenommen werden kann. Meiner Meinung nach kann dieses Modell auch als Schablone und Vorreiter für andere Sportarten dienen, sofern alles durchgeht und es funktioniert. Wenn es klappt, wird es ein Meilenstein sein, den die DFL rund um Seifert installiert haben. Davon können andere profitieren, auch wenn der Fußball natürlich andere finanzielle Möglichkeiten als andere Sportarten hat.”
Kathrin Seufert
Sportarten: Fußball, Schwimmen, Eishockey, Basketball, Schießsport, E-Sports aber auch offen für alle anderen Sportarten
Schauen wir konkret auf die nun veränderte Spielsituation: Durch die leeren Ränge im Stadion wird es kein klassisches Spiel, wie es in den Köpfen der Bundesliga-Spieler verankert ist. Rituale und Vorstartroutinen, wie sie vielleicht bisher im Gedächtnis abgespeichert waren, müssen mit neuen Bildern versehen werden. Wird das den Akteuren schwer fallen, Sebastian Kneissl?
“Es kann sicherlich dazu führen, dass der oft genutzte Mannschaftskreis in der Kabine wegfallen muss und das Einstimmen auf das Spiel in der Form nicht mehr stattfinden kann. Es sind viele kleine Bausteine, die sich verändern werden. Von daher ist es aus meiner Sicht wichtig, dass die Spieler für diese Veränderungen im Vorfeld sensibilisiert werden. Zumal wir von einer grundsätzlich anderen Ausgangslage reden – und hier meine ich nicht die Begleiterscheinungen des Corona-Themas. Denn anders als bei einem klassischen Start zu Beginn der Saison oder nach der Winterpause starten wir direkt in die entscheidende Saisonphase: Es geht um die Meisterschaft, den Abstieg und die internationalen Plätze. Auch damit werden die Spieler umgehen müssen.”
Vorbereitung ist alles
Die Spieler stehen vor der individuellen Herausforderung, sich nun bestmöglich mit der veränderten Situation auseinanderzusetzen und entsprechend vorzubereiten. Die Akzeptanz der Tatsache, dass es nun ist, wie es ist, kann da nur noch mal unterstrichen werden. Um eine optimale Leistung zu bringen, müssen die Spieler im Hier und Jetzt unterwegs sein. Es geht um Achtsamkeit und Aufmerksamkeit – im Training, in den Spielen und in der fordernden Zeit dazwischen.
Das Wissen um diese Fakten ist ein erster wichtiger Schritt. Sich damit auseinanderzusetzen, warum uns eine Phase wie diese so aus dem Konzept werfen kann – ganz egal ob als Fußballer, anderer Sportler oder „Normalo“ – gibt die weitere Richtung vor. Es geht darum, die Waage zwischen Aufgabe und der eigenen Fähigkeiten wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Wenn wir uns zwei Waagschalen vorstellen, wo in der einen sich eine Aufgabe, eine Situation, eine Herausforderung befindet, müssen dafür in die gegenüberliegende Waagschale passende Fähigkeiten gelegt werden, so dass am Ende ein Ausgleich entsteht. Da wir in Momenten der Ungewissheit und neuen Situationen nicht immer direkt abschätzen können, welche Fähigkeiten dort eigentlich benötigt werden, ist es ein schrittweises Austarieren unserer Waage. Schaffen wir es nämlich nicht, immer wieder die passenden Fähigkeiten entgegenzusetzen, schlägt die Waage aus. Oder anders formuliert: Es entsteht Stress. Und den wollen wir ja nicht haben. Also denkt schrittweise und verringert die Komplexität der Aufgaben, denen ihr ausgesetzt seid, um immer wieder eure Fähigkeiten „hineinzugeben“. Nach und nach zu 100%, mit voller Konzentration auf sich selbst, mit veränderten Abläufen aber der immer gleich bleibenden Liebe zum Fußball.
Das Netzwerk (zur Übersicht) und ich (zum Profil von Kathrin Seufert) unterstützen Euch gern dabei, diese Vorbereitungen sowohl im Fußball als auch in allen anderen Sportarten anzugehen und die mentale Komponente zu stärken.
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Es ist die Gretchenfrage, die mir als Sportpsychologe seit Bekanntwerden der Corona-Pandemie am häufigsten gestellt wurde: «Was empfiehlt der Sportpsychologe im Umgang mit dieser aussergewöhnlichen Situation?» Meine provokativste aller Antworten lautete bisher: „Wär ich heute Spitzensportler, ich würde augenblicklich meinen Rücktritt vom Spitzensport erklären!“
Zum Thema: Passende Tipps und Anregungen für den Umgang mit der Krise
Szenenwechsel: Anfang dieses Jahres wurde ich gebeten, zusammen mit meiner Arbeitskollegin Cristina Baldasarre einen Artikel zum Thema Self-Enhancement im Sport und aus Sicht der Sportpsychologie zu verfassen (psychologie.ch: Sport soll Lebensschule sein). In unseren Darlegungen orientierten wir uns an der im Schweizer Sport häufig bemühten These, wonach Spitzensport eine gute Lebensschule sein kann, die u.a. positive Effekte auf die Persönlichkeitsentwicklung zeige. Corona-unvorbelastet und mit primärem Blick auf den heutigen Jugendleistungssport schlossen wir unsere Bestandsaufnahme mit folgender Abwägung: „Inwiefern Sport tatsächlich eine gute Lebensschule sein kann, hängt im Wesentlichen von einer individuell passenden Entwicklung des jugendlichen Selbst ab. Im Leistungssport der Kinder und Jugendlichen sind Grenzen dort erreicht oder überschritten, wo exzessive Ansprüche von aussen oder von innen dem Wohlergehen der jungen Menschen Schaden zufügen.“
Vier Monate später und auf dem Hintergrund eines mittlerweile achtwöchigen und nahezu weltweiten Lockdowns erscheint die Frage nach Selbstoptimierung im Spitzensport unter gänzlich veränderter Optik. Wie praktisch in allen anderen Berufen auch pausiert der Spitzensport. Anstelle einer klaren Zielorientierung auf Olympia, mit häufig egozentrisch und perfektionistisch getriebenen Handlungsweisen, finden sich die SpitzensportlerInnen in einem bis dato einzigartigen Horrorszenario wieder. Ich höre vom CH-Eishockey-Nachwuchstalent, das nach erfolgreichem Highschoolabschluss in Amerika jäh aus seinen nordamerikanischen Karriereträumen erwacht und in die Schweiz zurückkehren muss. Ich sehe das überglückliche Strahlen der jungen Golfspielerin im Zoom-Meeting, wie sie von der überschwänglichen Vorfreude auf das erste Training von kommender Woche auf dem wiedereröffneten Golfplatz spricht. Schliesslich erfahre ich von der Entscheidung einer Ikone des Wintersports, dass sie ihre Karriere mit den Olympischen Spielen 2022 beenden will.
Schock und Orientierungslosigkeit
Was die drei SportlerInnen mit allen anderen im ersten Moment teilten: Schockzustand, Verlust der sportlichen Perspektive, Ratlosigkeit. Interessant für mich ist die Erfahrung, dass die SportlerInnen in der Folge schnell über Karrierefrust und Existenzängste hinwegkommen sind und sich engagiert der neuen Herausforderung stellen. Auf die Frage nach dem „wie weiter“ gibt es aus meiner Sicht keine Pauschalantworten sondern stimmige, individuell passende – nämlich die besonderen Ressourcen der Athleten berücksichtigende – Lösungsansätze! In einer erkundenden Anamnese verwende ich hierzu ein Orientierungsraster, das sich aus einigen gängigen differential-psychologischen Ansätzen herleiten lässt.
1) Zwischen Sicherheit und Freiheit: Ist die Person vermehrt auf sozialen Support angewiesen oder will sie sich den offenen Raum zu Nutze kommen lassen?
2) Zwischen Kreativität und Perfektionismus: Will sich die Person kreativ inspirieren (lassen) oder sucht sie nach Möglichkeiten, bisher eher Versäumtes nachzuholen?
3) Zwischen Lage- und Handlungsorientierung: Sieht sich die Person eher als „Opfer“ der gegebenen Situation oder nimmt sie selbstvertrauend und selbstverantwortlich das Zepter in die eigene Hand?
4) Zwischen Rookie und Dinosaur: Was bedeutet diese Zäsur in Bezug auf den aktuellen Karriereabschnitt und die Fortsetzung der Karriere?
5) Zwischen Selbstbezogenheit und Wir-Gefühl: Wie orientiert sich die Person im sozialen Kontext, bevorzugt sie den „eigenen Weg“ oder vielmehr das Miteinander in der Gruppe?
6) Zwischen Plan A und Plan B: Was wird aus Plan A, wie sah eigentlich Plan B aus und wäre jetzt ein Plan C denkbar?
Self-Enhancement im Dämmerlicht einer neuen Normalität
Ich versuche in meiner aktuellen Arbeit mit den AthletInnen, einen Teil des Weges durch den Corona-Tunnel gemeinsam mit ihnen zu gehen. Mein ressourcenfokussiertes Vorgehen orientiert sich vor allem an den konstruktivistischen Denkmustern und den reichen Erfahrungsschätzen des Gegenübers. Vielleicht triggert die aktuelle Situation beim jungen Sportler die Überzeugung, zukünftig konsequent(er) an seinen mental skills zu arbeiten. Die Golfspielerin erkennt in ihren guten Turnierleistungen zu Beginn des Jahres bedeutende technische Fortschritte. Sie spürt – mehr denn je – ihre Passion für ihren Sport, den sie ab kommender Woche wieder mit Leidenschaft und klarer Trainingskonzeption auf dem wiedereröffneten Golfplatz ausleben will.
Vielleicht war es meine provokante Äusserung „Danke Corona, für mich ist jetzt der letzte Applaus verhallt!“, die beim routinierten Athleten die Lunte zum ultimativen „indian summer“ seiner Karriere gezündet hat. In Anlehnung an den Psychoanalytiker Bert Hellinger erkenne ich heute noch deutlicher, wie sehr es für unsere „Lebensschule Spitzensport“ zutrifft, dass Umwege notwendig sind, damit wir die Landschaft besser kennenlernen.
„Warum kann ich den Pass nicht mehr spielen?“ „Hör endlich auf zu grübeln.“ „Was mache ich da bloß schon wieder?“ Wer kennt diese Sprüche denn nicht? Wahrscheinlich wir alle, doch offen sprechen darüber nur wenige. Dies zeigt, dass Unsicherheit und Skepsis in der heutigen Gesellschaft nicht zwingend zu den Schlüsselqualifikationen gezählt werden. Auch erfolgreiche Menschen sprechen eher selten über dieses Thema. Anstelle des Unsicheren oder des Verzweifelten präsentiert man sich lieber als standfest und selbstbewusst. Keine Frage; man braucht auch Mut und Selbstbewusstsein, um seine Ziele zu erreichen. Durch Zögern und Zaudern allein kommt man nicht weiter – aber eben auch nicht ohne. Im Grunde sind Zweifel nämlich etwas sehr Nützliches, sofern man sie richtig einzusetzen weiß. Sie helfen uns dabei, klügere Entscheidungen zu treffen, Hindernisse vorauszusehen und vielversprechende Chancen rechtzeitig zu erkennen. Aber wie genau funktioniert das? Wie kann man positiv zweifeln?
Zum Thema: Zweifel haben ihre Berechtigung. Wann können ausgerechnet Zweifel und Unsicherheit uns weiterbringen und wann sollte der innere Zweifler beiseite geschoben werden?
Beispiel: Die Partie im FUT-Modus bei FIFA 20 läuft; du bestimmst das Spiel, jedoch konntest du aus deiner (vermeintlichen) Überlegenheit noch keinen Profit herausschlagen. Plötzlich und unverhofft, eine kleine Unaufmerksamkeit und der Gegner schlägt mit seiner ersten Chance eiskalt zu. Rückstand. Diesen möchtest du schnellstmöglich wieder egalisieren, doch die Verteidigung deines Gegners steht tief und du findest nicht die richtigen Mittel, um die Lücke zu reißen. Die Zeit läuft ohne Gnade ab und je näher das Ende rückt, desto eher machen sie sich bei dir bemerkbar, deine Selbstzweifel.
Zugegebenermaßen, Zweifel sind eine äußerst unangenehme Geschichte. Schließlich widersprechen sie dem fundamentalen Bedürfnis der Menschheit nach Sicherheit. Wer zweifelt, fühlt sich häufig instabil, verwirrt und überfordert, was allzu oft in Untätigkeit endet. Man agiert nur noch passiv, was in der Regel in einem Wettkampf nicht handlungsdienlich ist und dem Gegner in die Karten spielt.
Zweifeln, aber richtig!
Solche und andere Erfahrungen sind mit der Grund dafür, dass Unsicherheit im sozialen Umfeld einen schlechten Ruf genießt. Auf Zweifler schaut man herab, während hingegen entschlusskräftige, mutige und spontane Menschen bewundert und beneidet werden. Dabei können Zweifel extrem nützlich sein. Dies ist jedoch vielen nicht bewusst. Der entscheidende Punkt in diesem Zusammenhang ist, dass sie sich auf das richtige Objekt richten. Zweifel sind durchaus zielführend, sofern sie zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort auf das richtige Objekt gerichtet sind. Bleiben wir bei dem weiter oben genannten Beispiel. Anstatt sein eigenes Können in Frage zu stellen, sollte man sich an das „erinnern“, was man kann. Wo liegen meine Stärken? Was kann ich beeinflussen? Nur dann wird es einem möglich sein, sein bestes Spielen abzurufen und das Ruder noch rumzureißen. Im Anschluss an die Partie kann man seinen inneren Zweifler zur Analyse zu Rate ziehen, um für kommende Partien und ähnliche Spielsituationen einen Lösung zu haben.
„Ein Übermaß an Zweifeln führt zum Stillstand, ein Mangel macht hingegen blind.“ Emanuel Koch
Kleines Zwischenfazit: Zweifel sind grundsätzlich weder gut noch schlecht. Wie so oft gilt also auch hier der Leitspruch: Die Dosis macht das Gift.
Wie Bremse und Gaspedal
Wer beispielsweise sein Können in Wettkämpfen immer wieder infrage stellt, dem wird es auf Dauer nicht gelingen, während einer Partie – wenn es drauf ankommt – an sein Leistungspotential zu gelangen. Zu viel Unsicherheit wirkt also lähmend auf uns. Auf der anderen Seite könnte man glauben, dass keinerlei Zweifel das Mittel der Wahl sei. Dem ist natürlich nicht so. Wer sich für den Größten hält und nur so vor Selbstsicherheit strotzt, verliert mit der Zeit den Blick über das große Ganze. Ein allzu großes Ego verengt die eigene Wahrnehmung und macht „blind“ vor drohenden Rückschlägen. Wie wir sehen, ist das zielgerichtete Zweifeln also eine Gratwanderung. Positives Zweifeln heißt, der Unsicherheit Raum zu geben – zur passenden Zeit, am rechten Ort.
Koch zeichnet in seinem Buch ein treffendes Bild: Zweifel und Überzeugung sind wie die Bremse und das Gaspedal beim Auto. Wer dauernd mit Vollgas rast, wird irgendwann womöglich in einen Unfall verwickelt werden. Und wer vor lauter Angst ständig auf der Bremse steht, kommt wahrscheinlich nie an. Genauso verhält es sich auch mit dem Zweifeln. Um seine Ziele zu erreichen, muss man seine Bedenken gezielt, am richtigen Ort und zur richtigen Zeit Raum geben. Wenn sich beispielsweise Hindernisse am Horizont auftun oder man in Ruhe überlegen möchte, welche Richtung die richtige ist, sollte rechtzeitig abgebremst, rechts rangefahren und eine Pause eingelegt werden. Hat man jedoch genügend gezweifelt, gilt es, die Phase des Zögerns zu beenden, den Gang einzulegen und ordentlich Gas zu geben, denn nur so kannst du Strecke machen.
Praxistipp
Überlege dir am besten im Voraus, wo genau deine Zweifel angebracht sind. Während des Wettkampfes (Turnier) oder beispielsweise der Weekend League ist es nicht angebracht, an dir und deinen Fähigkeiten zu zweifeln. Ein Tag unter der Woche als Beispiel ist hierfür durchaus geeigneter. Abgesehen vom Timing ist es wichtig, dem Zweifel zwar ausreichend Raum zu geben, aber auch nicht zu viel. Diesen Raum nennt Emanuel Koch den „Korridor der positiven Zweifel“. Damit ist der schmale Grat gemeint zwischen zu viel und zu wenig – jener Ort, an dem Kreativität und Innovationen entstehen.
Das Zweifeln und Zaudern erfreut sich in unserer Gesellschaft keiner besonderen Beliebtheit. Tatsächlich kann ein Übermaß an Zweifel und an Unsicherheit lähmend wirken. Wer jedoch zu wenig zweifelt, riskiert wiederum, wichtige Hindernisse und Chancen zu übersehen. Koch`s Korridor des positiven Zweifelns liegt genau dazwischen. Hier an dieser Stelle wird zielgerichtet gezweifelt, damit innovative Ideen entstehen können. Wann zweifelst du? Wie oft gehst du den Korridor entlang oder hast du ihn für dich noch nicht entdeckt? Gerne unterstützen meinen Kollegen (zur Übersicht) und ich (zum Profil von Thorsten Loch) dich dabei, den richtigen Ort, Raum und Zeitpunkt zu finden.
Wir sind uns nicht mehr sicher, wann genau die Idee zur Bildung eines gemeinsamen Kompetenzzentrums mind2win entstanden ist. In Erinnerung sind uns engagierte Diskussionen, die sich 2016 bei der Entwicklung der helvetischen Schwesterseite unser heutigen trinationalen Plattform „Die Sportpsychologen“ zugetragen haben. Vielleicht liegen die inhaltlichen Wurzeln aber auch in zwei Forschungsaktivitäten im darauffolgenden Jahr, als an der Uni Bern eine Marktanalyse zum Berufsfeld der Sportpsychologie in der Schweiz sowie eine Arbeit zu erfolgreichen Karriereverläufen in der Angewandten Sportpsychologie publiziert wurden.
Zum Thema: Zum Start des Kompetenzzentrums mind2win
Fakt ist: In der Schweiz scheint nur wenigen eine längerfristige und erfolgreiche Berufskarriere in der Sportpsychologie zu gelingen. In einer für das CH-Berufsfeld repräsentativen Studie zeichnen Seiler et al. (2018) ein sehr heterogenes Bild – mit einem mittleren Beschäftigungsgrad von lediglich 33.4% und einer eher bescheidenen Ertragslage insgesamt. Ein Drittel der Befragten gab eine sportpsychologische Tätigkeit von lediglich 5% an. Über die Hälfte der Teilnehmenden bezog ein Jahres-Nettoeinkommen von maximal 10’000 CHF aus rein sportpsychologischer Tätigkeit. Lediglich 14% erzielten ein Einkommen von über 70’000 CHF.
„Haltung und Berufsethik„
„In unserem beruflichen Tun stehen die Spitzensportlerin, der Trainer, die Mutter oder der Manager – eben der Mensch! – im Zentrum unseres Interesses. Alle Angebote orientieren sich an wissenschaftlichen Standards und den ethischen Richtlinien unseres Fachverbandes (SASP).“
Schon früh deutete Seiler (2009) den Ursprung des teilweise geringen Arbeitsumfangs als Folge inherenter Problematiken des Berufsfeldes. Zwar scheint die Nachfrage an sportpsychologischen Interventionen stetig zu steigen, die Möglichkeiten einer Tätigkeit im Angestelltenverhältnis im sportpsychologischen Bereich bleiben seit Jahren jedoch beschränkt. Dies hat zur Folge, dass sich selbständige Sportpsychologinnen und Sportpsychologen bei der Bewerbung um Aufträge in einem sehr kompetitiven Umfeld bewegen. Sie konkurrieren nicht nur mit Kollegen aus den eigenen Reihen, sondern auch mit Bewerbern aus anderen Branchen, z.B. Coachingpsychologinnen oder Mentaltrainer. Einige junge, sehr gut ausgebildete Berufskolleginnen und –kollegen reagieren in diesem fordernden Umfeld resignierend und verlieren angesichts der unüberwindlich scheinenden Hindernissen ihre Motivation. Wenn überhaupt bieten sie Interventionen nur noch in einem kleinen Rahmen und als Nebenerwerb an.
Der Schlüssel: Proaktives Karriere-Engagement
Wie aber gelingt es einem kleinen Personenkreis, sich im Berufsfeld Sportpsychologie zu etablieren? Gibt es erfolgversprechende Strategien? Welche Barrieren treten auf und wie kann man konstruktiv mit diesen umgehen? Was sind notwendige persönliche Merkmale, um in diesem kompetitiven Umfeld bestehen zu können? Welche Ressourcen begünstigen einen günstigen Verlauf der Karriere? Anhand dieser Fragestellungen führte Jaensch (2017) eine qualitative Analyse mit zwölf Schweizer SportpsychologInnen durch, welche nach objektiven Kriterien als erfolgreich eingestuft wurden. In ihren Schlussfolgerung betont die Autorin die Relevanz von Widerstandsfähigkeit, Ausdauer und Anpassungsfähigkeit.
„Analyse, Programmentwicklung und Evaluation„
„Modernes sportspsychologisches Coaching passt sich den Bedürfnissen des Klienten und den Anforderungen der Situation an. Im Rahmen unserer individuell-zielorientierten Beratung und Begleitung erhalten unser Klientinnen und Klienten ein auf sie zugeschnittenes, persönliches mentales Trainingsprogramm – im Sport wie auch im Business.“
„Neben Mut sollten Interessenten zudem eine hohe Leistungsbereitschaft sowie Interesse an Lernen und Weiterentwicklung mitbringen. (…) Auch die identifizierten Karrierestrategien sind in hohem Masse durch ein proaktives Verhalten bestimmt. Hierzu zählen der Aufbau eines Netzwerks sowie das Knüpfen von Kontakten, eine hohe Bereitschaft zur Aus- und Weiterbildung sowie die aktive Steigerung des Bekanntheitsgrades (S.66).“
Zudem erachtet ein wesentlicher Teil der Befragten den kollegialen Austausch sowie die Zusammenarbeit als wertvolle Ressource. Einige Teilnehmende berichten von den positiven Facetten der Teamarbeit oder äussern den Wunsch in ein Team eingebunden zu sein. „Dabei sollte nicht nur kollegialer Austausch sowie Intervision gefördert werden, sondern die Entwicklung gemeinsamer Interventionen. Durch diese Art der Zusammenarbeit könnten auch umfangreichere Projekte oder eine bessere Betreuung für künftige Klienten angeboten werden, was durch einen einzelnen Sportpsychologen oder eine einzelne Sportpsychologin nicht realisiert werden kann (S.70)“
„Netzwerk, Anlauf- und Auskunftsstelle„
„Wir sind ein Team von drei bestens ausgebildeten und im Spitzensport anerkannten SportpsychologInnen, die aufgrund unserer unterschiedlichen beruflichen Karrieren eine Fülle an Expertise, Erfahrungen sowie ein grosses Netzwerk einbringen. Wir stehen mit unseren Namen für seriöse und fundierte Massnahmen zur Unterstützung von Ambitionierten und Hochleistern.“
Kompetenzzentrum: Bedürfnisorientiert, kompetent und vernetzt.
Als wir uns anlässlich unseres Treffens zur Idee, Ausrichtung und Ausgestaltung von mind2win austauschten, erkannten wir schnell die Chancen und Möglichkeiten, welche uns kumulierte 60 Jahre Berufserfahrung in mehr als 60 Sportarten und dem entsprechend weitgespannten Beziehungsnetzwerks bieten würden. Viele Jahre gemeinsamer Tätigkeit im Berufsverband der SASP, insbesondere die Erfahrungen in der Entwicklung und stetigen Weiterentwicklung der Plattform Die Sportpsychologen (Mehr Infos: Mitmachen), bilden zudem eine solide, tragfähige Kooperationsbasis. Wir setzen dabei vor allem auf unser proaktives Engagement im Team – auch in Zusammenarbeit mit Die Sportpsychologen!
Mind2win
Sportpsychologische Beratung und Coaching zugeschnitten auf Ihre Bedürfnisse. Für Sportler, Trainer, Teams, Wirtschaft- und Industrieunternehmen.
Seiler, R. (2009). Angewandte Sportpsychologie in der Schweiz: Ausbildungskonzeption und Berufsfeldperspektiven. Zeitschrift für Sportpsychologie, 16(1), 29-34.
Seiler, R., Blaser, M., Stocker, E., & Jänsch, N. (2018). Strukturmerkmale des Berufsfelds Sportpsychologie in der Schweiz. Zeitschrift für Sportpsychologie, 25, 33-44.
Jaensch, N. (2017). Karriereentwicklung von Schweizer SportpsychologInnen. Unveröff. Masterarbeit Uni Bern.