Insbesondere Trainer müssen sensibel sein. Sensibel für Signale, die anzeigen, wo und wie Veränderungen möglich und notwendig sind. Mayer/Hermann (2018, S. 28) ziehen hier den Vergleich zu einem Schauspieler. Ein guter Schauspieler beherrscht nicht nur seine eigene Rolle perfekt, sondern achtet darauf, wie er sich mit seiner Interpretation in das Stück einfügt und so zu einer Gesamtwirkung beitragen kann, die die Erwartungen aller übersteigt.
Das Thema Doping steht spätestens seit den jüngsten Geschehnissen und Geständnissen rund um den österreichischen Ex-Skilangläufer Johannes Dürr konstant in den Medien. Vieles wurde bereits geschrieben und diskutiert. An der diesjährigen asp-Tagung in Halle an der Saale sprach Johannes Dürr vor sportpsychologischem Publikum über seine Geschichte. Es war sehr eindrücklich und hat mich zum Nachdenken gebracht.
Perfektionismus ist einpsychologisches Konstrukt, welches versucht, Unterschiede zwischen Personen bezüglich ihres Strebens nach möglicher Perfektion und Fehlervermeidung zu erklären. Nach Stöber und Otto (2006) hat Perfektionismus zwei Dimensionen: Zum einen das Perfektionistische Streben und zum anderen die Perfektionistische Besorgnis.
Was versteckt sich hinter dem Misserfolg von Mourinho und dem Erfolg von Solskjaer? Was können andere Trainer daraus über Führung lernen? Eine sozialpsychologische Analyse des Führungsverhaltens der beiden Trainer kann uns helfen, Licht ins Dunkel zu bringen.
Verletzungen können schwerwiegende Folgen für die Karriere eines Athleten bedeuten und ihn emotional schwer belasten. Wenn es um den Weg von der Verletzung hin zum Wiedereinstieg in den kompetitiven Sport geht, spielen auch psychologische Faktoren eine wichtige Rolle. Wichtig: Aber auch schon präventiv kann die Sportpsychologie einen bedeutsamen Beitrag dazu leisten, dass die Wahrscheinlichkeit sinkt, eine Verletzung zu erleiden.
Die „toxische Männlichkeit“ sorgt dieser Tage für grosse mediale Schlagzeilen. Die Rede ist von der schädlichen Wirkung tradierter Männlichkeitsideologie, wie sie in den kürzlich erschienen Richtlinien der American Psychological Association (APA)1 dargestellt wird. Wie äussern sich die umfassend beschriebenen Elemente „Leistung“, „Risiko“, „Dominanz“, „Vermeidung von Schwäche“ und „Gewalt“ im Leistungssport und welche Konsequenzen sind aus Sicht der Sportpsychologie zu diskutieren?
"Insides" aus der deutschen American Footballszene, Tipps für Fußballer und deren Eltern aus dem Bereich der Nachwuchsleistungszentren (NLZ) und konkrete Hinweise für Mannschafts- und Individualsportler. Auf den ersten Blick sind das die Topthemen, die Leser auf die Plattformen Die Sportpsychologen bringt. Bei der genaueren Analyse wird aber deutlich, wie vielschichtig das Interesse an sportpsychologischen Inhalten geworden ist.
“Das Erlebnis hat mich zum Nachdenken gebracht”, gibt Erik Schneider zu. Der Thüringer, seit Frühjahr 2018 Disziplintrainer Ski-Langlauf der deutschen Frauen, spricht von der Junioren WM Anfang des Jahres im schweizerischen Goms. Als Außenseiterteam holte sich die deutsche Staffel mit Anna-Maria Dietze, Celine Meyer, Alexandra Danner und Lisa Lohmann Gold. Schneider, bei der WM noch Juniorinnentrainer: “Vom...
Jeder kennt das Gefühl von Sieg und Niederlage. Die Folgen, welche beide Resultate im Ergebnis innerhalb eines Vereins haben können, sind im Sport allgegenwärtig. Während im Falle des Erfolges sich alle Beteiligten in den Armen liegen und ein intensives Glücksgefühl erleben, schlägt eine andauernde Durststrecke ins Gegenteilige um. Warum dies so ist, wird deutlich, wenn man sich vor Augen führt, auf welche Art und Weise unsere Gefühlslage von Erfolg und Misserfolg beeinflusst wird. Aus psychologischer Sicht mag dies damit zusammenhängen, dass im Falle des Erfolgs im Sport alle seelischen Grundbedürfnisse gleichzeitig befriedigt werden: das Bedürfnis nach Selbstwert, der Wunsch, alle Dinge im Griff zu haben (Kontrolle), das Verlangen nach lustvollen Erlebnissen und nach positivem Kontakt mit anderen. Und genau aus diesem Grund, weil wir den Erfolg so intensiv erleben, leiden wir umso mehr im Falle der Niederlage.
Es traf mich heftig, als ich vor wenigen Wochen vom tiefen Fall des Olympiasiegers Christian Schenk erfuhr. Ende August gab er in einem Interview jahrelanges Doping zu, sprach von gravierenden psychischen Problemen und kündigte medienwirksam seine Autobiographie an: „Riss – mein Leben zwischen Hymne und Hölle“. Für mich war Christian Schenk tatsächlich ein König der Leichtathletik, auch ein sportliches Vorbild in meiner Aktivzeit als Leichtathlet und Zehnkämpfer. Sein „Zerrbild“ als (unverändert!) legitimer Zehnkampf-Olympiasieger von 1988 und der Vorstellung eines an Wahnzuständen leidenden Patienten, der sich im Alltag nicht mehr vor die Haustüre traute, macht mich betroffen.

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