Johannes Wunder: Warum Trainer ihre Teams nun digital zusammenhalten sollten

In vielen Ligen wurde der Spielbetrieb für diese Saison beendet. Schulen sind geschlossen, Sportanlagen dürfen vielerorts nicht betreten werden. Kaum ein Sportler kann noch halbwegs regulär trainieren. Die meisten Trainer stehen vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Denn eines steht fest: Gerade in Teamsportarten kann die weitestgehende Isolation, in der wir uns befinden, negative Auswirkungen auf die Teamprozesse haben. Aber es gibt Lösungen. Vom Beiten- bis zum Leistungssport.

Zum Thema: Auch in der Krise weiter als Team agieren

Die Corona-Krise trifft nicht nur viele Unternehmen. Auch der organisierte Sport ist massiv betroffen. Auf die vielen Absagen und Ausfälle folgt die Frage, wie es nun weiter geht? Für viele Eltern bedeutet die Schließung der Schulen in Kombination mit dem Herunterfahren des Vereinslebens eine große Herausforderung. 

Viele Menschen und gerade Kinder gehen gern zum Sport, um sich dort mit Gleichaltrigen zu treffen und gemeinsam einer Leidenschaft nachzugehen. Diese Kontakte fallen nun (Anm.d.A.: richtigerweise) aus. Dennoch gibt es in der Aussichtslosigkeit Möglichkeiten, um weiterhin mit dem Team in Verbindung zu bleiben. Seitdem die großen Konzerne Google, Mircrosoft und Co. ihre Meetingsoftware kostenlos zur Verfügung stellen, damit sich Unternehmen und Privatpersonen virtuell treffen können, liegt es auch auf der Hand darüber nachzudenken, wie auch der organisierte Sport dieses Angebot nutzen kann. 

Maßnahmen für Trainer und Teamleiter

Was spricht eigentlich dagegen, in regelmäßigen Abständen einen Online-Meetingraum einzurichten und alle Teammitglieder einzuladen? Eine virtuelle Trainingseinheit sozusagen. Bei den kleinen Sportlern ist ein selbst entworfenes Sport-Quiz, jeweils bezogen auf die entsprechende Sportart, denkbar, um intuitiv das Wissen zu fördern und auch einfach für Spaß zu sorgen. Wer die Lösung zuerst weiß, darf einmal laut in die Kamera rufen. In vielen Programmen sind zusätzlich auch virtuelle Flipcharts und Whiteboards eingebaut: Teilnehmer können sogar in Partnerarbeit eine Aufgabe bearbeiten, Infos recherchieren und diese in unterschiedlichen Farben auf den Bildschirm der anderen notieren. Bei älteren Sportlern können Gruppenmeetings genutzt werden, um gemeinsam Heim-Trainingspläne oder Teamziele für die Zukunft zu besprechen oder die nun vergangene Saison zu reflektieren. Der Coach kann sein Wissen selbst einbringen oder sich sogar Experten dazuholen. Sogar Online-Entspannungskurse sind möglich und bieten eine weitere echte Alternative, um gemeinsam als Team an einem Thema zu arbeiten. Das alles klingt für mich wie Aufgaben, die in jedem Trainingslager oder Feriencamp ohnehin gemacht werden. Jetzt nur eben online.

Johannes Wunder

Sportarten: Basketball, Klettern, Ski-Alpin, Volleyball, Schwimmen, Handball, Fußball, Tennis, Windsurfen, Mountainbiken

Kontakt:

j.wunder@die-sportpsychologen.de

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Zum Profil von Johannes Wunder bei Die Sportpsychologen:

https://www.die-sportpsychologen.de/johanneswunder/

So bleibt die Mannschaft nicht nur im Austausch, sondern auch der Trainer kann zwischenmenschliche Beziehungen aufrechterhalten und sogar stärken. Für viele Eltern wäre ein derart abwechslungsreicher Termin ebenfalls eine Entlastung zum sonst eher langweiligen Alltag, der nun bevorsteht. Außerdem bin ich mir sicher: Die Kinder und Jugendlichen werden mit Freude auf den Samstagnachmittag blicken, wenn anstatt des geplanten Wettkampfs eine wirkliche Alternative besteht. Bei all den Ideen und Möglichkeiten sei an dieser Stelle nochmal ausdrücklich zu erwähnen, dass der Trainer dafür sorgen muss, dass wie auch bei anderen digitalen Projekten und Aufnahmen die Einverständnis der Eltern vorliegt.

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In eigener Sache: Die leeren Räume, die durch Trainings- und Spielausfälle entstehen bieten auch die Möglichkeit, sich um Dinge zu kümmern, die bisher liegen geblieben sind. Dazu zählt in vielen Vereinen auch das Thema Sportpsychologie.

Schon gewusst: Viele Kolleginnen und Kollegen (zur Übersicht) haben wie ich (zum Profil von Johannes Wunder) in den vergangenen Monaten das Onlineangebote gezielt erweitert. Denn Sportpsychologie im modernen Zeitalter gelingt auch digital. Sicher finden Sie auf unseren Seiten passende Expertinnen oder Experten, die sich auf Ihr Thema spezialisiert haben. Von virtuellen Workshops, über Coachings bis hin zu einer situationsbezogenen Zusammenarbeit – wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

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