Konflikte und Streit können Sportmannschaften, Sportorganisationen oder auch Teams in Unternehmen in ernste Probleme stürzen. Dieser Vortrag gibt einen praktischen Einblick, wie mit Konflikten umgegangen werden kann um leistungsfähig zu bleiben und warum ein passgenaues Konfliktmanagement wichtig ist um Probleme nicht größer werden zu lassen als sie eigentlich sind.
„Angst essen Seele auf“, so heißt ein bekannter Film aus dem Jahr 1974 des Regisseurs Rainer Werner Fassbinder. So könnte allerdings auch der Titel der aktuellen Corona Krise lauten. Viele Menschen verspüren Angst, getrieben durch Unsicherheiten in der jetzigen Situation und Horrorszenarien aus den Nachrichten.
Zum Thema: Umgang mit Ängsten
„Ich werde ganz krank vor Sorge.“Dieser oft gehörte Satz hat seine Daseinsberechtigung, denn Angst wirkt sich auf das Immunsystem aus. Gerade lang anhaltende Angst, gepaart mit dem Gedanken der Unkontrollierbarkeit der Situation oder dem Gefühl, der Situation ausgeliefert zu sein, stellen einen nicht zu unterschätzenden Einflussfaktor auf das Immunsystem dar.
Ergänzend zu diesem Thema habe ich vor einiger Zeit eine Studie zusammengefasst, welche sich mit Placebo und Nocebo Reaktionen auseinandersetzt. Diese möchte ich euch zur Verfügung stellen, denn sie gibt einen Hinweis darauf, warum es sinnvoll sein kann, ruhig einen Tag mal auf Nachrichten zu verzichten und sich den schönen Dingen des Lebens hinzugeben. Gerade jetzt!
Placebo und Nocebo
Im März 2017 veröffentlichten Corsi & Colloca im Journal „Frontiers in Psychology“ ihre Studie mit dem Titel „Placebo and Nocebo Effects: The Advantage of Measuring Expectations and Psychological Factors“ (Placebo und Nocebo Effekte: Der Vorteil von Messungen der Erwartungshaltung und von psychologischen Faktoren).
Es konnte schon in vorherigen Studien aufgezeigt werden, dass psychologische Faktoren wie Optimismus, Beeinflussbarkeit und Empathie zu Placebo-Effekten führen. Währenddessen psychologische Faktoren wie Pessimismus, Angst und Katastrophisierung mit Nocebo-Effekten assoziiert werden.
Die Leitfragen der Studie
In dieser Studie wurden folgende Fragen verfolgt:
Wie beeinflussen psychologische Faktoren und die Erwartung von Schmerz das empfundene Schmerzerleben?
Entsteht placeboinduzierte Hypoalgesie (vermindertes Schmerzempfinden) und noceboinduzierte Hyperalgesie (Schmerzüberempfindlichkeit) als Folge von Erwartungen und Persönlichkeitsmerkmalen?
Methode:
Es absolvierten 46 gesunde Personen (24w & 22m) eine sehr zuverlässige Konditionierungsaufgabe. Die Versuchspersonen mussten folgende Bestimmungen erfüllen: – keine kardiovaskulären oder neurologischen Erkrankungen – keine psychiatrischen Krankheiten (weder selbst, noch in der Familienhistorie) – kein aktueller oder früherer Drogenkonsum – kein akuter oder chronischer Schmerz – keine Farbblindheit – keine aktuelle Schwangerschaft – keine Einnahme von Schmerzmitteln oder anderen Medikamenten – kein Tabak- oder Nikotinkonsum
Die Teilnehmer bekamen über Hautkontakt eine Wärmestimulation und gleichzeitig ein visuelles Feedback über die Wärmeintensität (und somit die zu erwartende Schmerzwahrscheinlichkeit).
Es wurden drei verschiedene Schmerzlevel zugefügt: 1. sehr schmerzhaft (47,5° / rot) 2. mittel schmerzhaft (44,5° / gelb) 3. wenig schmerzhaft (41,5° / grün)
Zu Beginn gab es eine Aneignungsphase. Hierbei wurden 18 Stimulationen (sechsmal wenig schmerzhaft / sechsmal mittel schmerzhaft / sechsmal sehr schmerzhaft) gesetzt und mit den dazugehörigen visuellen Feedbacks versehen.
In der Testphase kam es zuerst zum visuellen Reiz (vier Sekunden). Anschließend sollten die Teilnehmer ihren erwarteten Schmerz auf den kommenden Stimulus auf einer VAS Skala (0= kein Schmerz / 100= maximaler tolerierbarer Schmerz) festlegen (fünf Sekunden). Dann wurde der Wärmestimulus ausgeführt (acht bis zehn Sekunden). Der Schmerzreiz wurde immer auf die Intensitätsstufe „mittel“ gestellt, egal welche der drei Farben zuvor angezeigt wurde. Es gab insgesamt neun Durchgänge. Die Teilnehmer trugen ihr empfundenes Schmerzlevel direkt nach dem Schmerzerleben wieder auf einer VAS Skala ein. Somit sollten die Placebo- und Noceboeffekte gemessen werden.
Mit psychologischen Fragebögen wurden folgende placebo- und nocebobezogene Faktoren ermittelt.
Die Analyse der VAS Aufzeichnungen während der Aneignungsphase konnte aufzeigen, dass die Teilnehmer deutlich zwischen den drei Schmerzleveln unterscheiden konnten.
Folgende VAS Scores konnten im Durchschnitt erhoben werden. – 47,5° (rot/sehr schmerzhaft) -> 74.73 – 44,5° (gelb/mittel schmerzhaft) -> 29.55 – 41,5° (grün/wenig schmerzhaft) -> 9.37
Auch die erwarteten VAS Scores unterschieden sich signifikant. – 47,5° (rot/sehr schmerzhaft) -> 75.63 – 44,5° (gelb/mittel schmerzhaft) -> 34.74 – 41,5° (grün/wenig schmerzhaft) -> 11,30
In der Testphase kam es trotz gleichbleibender Temperatur zu einem signifikanten Effekt.
Denn auch hier unterschieden sich die VAS Scores bei der Schmerzbeurteilung. – 44,5° (rot/mittel schmerzhaft) -> 46.98 – 44,5° (gelb/mittel schmerzhaft) -> 29.96 – 44,5° (grün/mittel schmerzhaft) -> 17.86
Die Schmerzempfindlichkeit korrelierte sehr stark mit dem erwarteten Schmerz. Es ergaben sich somit hyperalgesierende Noceboeffekte und hypoalgesierende Placeboeffekte.
Hinsichtlich der psychologischen Faktoren konnte aufgezeigt werden, dass Ängstlichkeit und die Angst vor Schmerz negativ mit dem Placebo korrelierten und somit diesen Effekt schwächten. Der Noceboeffekt korrelierte positiv mit Ängstlichkeit und dem Trend zur Katastrophisierung. Scheinbar kommt es durch Ängstlichkeit zu einer Fehlbewertung des Stimulus, sodass dies zu einem erhöhten Schmerzerleben führt.
Ein hoher Score bei Motivation und das Wissen um Beeinflussbarkeit sind die ausschlaggebenden Faktoren, die zu höheren Placeboeffekten führten.
Der Noceboeffekt scheint vor allem durch einen hohen Score bei Angst und Depressivität beeinflusst.
Die Erwartung von hohem Schmerz ging mit einem hohen Noceboeffekt einher. Die Erwartung von wenig Schmerz ging mit einem Placeboeffekt einher.
Fazit
Wie können wir diese Erkenntnisse nun in der aktuellen Corona-Pandemie für uns nutzen? Die momentane Situation sollte sicher nicht verharmlost werden. Vielmehr geht es darum, die Kontrolle darüber zu behalten, wie sehr mich diese beängstigen darf, oder wie viel Raum und Einfluss ich diesem Thema einräume. Denn negative Erwartungen haben eine physiologische Auswirkung, auch auf unser Immunsystem. Deshalb ist es ratsam, Ängste nicht weiter zu schüren und die Menge an negativen Informationen bewusst auch einmal zu begrenzen. Das nennen wir auch Psychohygiene!
Vielleicht reicht es ja aus, jeden zweiten oder dritten Tag die Zahlen des Robert-Koch-Instituts anzuschauen, anstatt fünfmal täglich den Corona-Live-Ticker aufzurufen. Wir sollten uns bewusst immer wieder positive Dinge in Erinnerung rufen und danach Ausschau halten. Wichtig: Ein Sportpsychologe kann Sportlern, Trainern und Anderen dabei helfen, negative Verhaltensweisen aufzudecken und Strategien zu entwickeln, sodass Ängste und Unsicherheiten aus dem Fokus geraten und so an Effekt verlieren.
Auch Sportler fürchten sich mal. Besonders jetzt, wo sie aus ihrem gewohnten und klar strukturierten Leben plötzlich herausfallen. Die Corona-Krise hinterlässt bei vielen Sportlern Unsicherheit. Darauf lässt sich mit mentalen Techniken gut reagieren. Und das Beste: Einmal gelernt, hilft das Werkzeug auch in vielen anderen außerordentlich herausfordernden Situationen.
Zum Thema: Die 5-8-Atmung
Meine Kollegen von Die Sportpsychologen (zur Übersicht) und ich (zum Profil von Anke Precht) werden dieser Tage mit ganz unterschiedlichen Sorgen von Sportlern konfrontiert. Hier eine kleine Auswahl, von der ich berichten kann:
Gibt es meinen Verein in der kommende Saison noch?
Was ist mit meinem sicher geglaubten Vertrag?
Wie kann ich das Training bis ins kommende Jahr neu aufbauen, jetzt, wo Olympia verschoben wird? Bin ich kommendes Jahr noch in der Auswahl?
Wie entscheide ich mich? Die Karriere um ein Jahr verlängern – oder Plan B?
Was ist, wenn mein Sponsor mich nicht mehr unterstützen kann? Wie kann ich meinen Sport dann weiterführen?
Ganz normale Reaktionen – aber auf Dauer Fehl am Platz
Es ist normal, dass auch bei Sportlern in diesen Situationen Ängste auftauchen. Sie sind die normale körperliche Reaktion auf Umbrüche und Situationen, deren Bewältigung noch nicht sicher scheint. Das vegetative Nervensystem läuft im Alarmmodus, der uns wach macht und schnell reagieren lässt.
Auf die Dauer ist das aber ungünstig. Vor allem die Entscheidungsfähigkeit und die strategische Planungsfähigkeit werden dadurch eingeschränkt. Zeit, das Nervensystem in den Ruhezustand zurück zu bringen.
Der schwedische Psychologe Lars Eric Unestahl hat nach langen Forschungen, die verschiedenen Atemtechniken in ihrer Wirksamkeit für Ent-Spannung verglichen haben, folgende als besonders wirksam destilliert. Er nennt sie die 5-8-Atmung und sie funktioniert so:
Atme dabei entspannt aber ganz normal ein und zähle dabei in einem regelmäßigen Takt von eins bis fünf. Das können zum Beispiel Sekunden sein.
Dann atme 8 Takte aus.
Das bedeutet: Das Ausatmen dauert länger als das Einatmen.
Atme einige Minuten in diesem Rhythmus, bis sich die Gedanken und der Körper beruhigt hat und nutze sie täglich ein paarmal, während du in der Orientierungsphase bist.
Umfangreich einsetzbar
Wer diese Technik trainiert hat, kann sie auch wunderbar bei zu starkem Lampenfieber vor einem Wettkampf oder einem Spiel nutzen. Außerdem hilft sie dabei, während einer Pause schneller herunterzufahren und dadurch Kräfte zu sparen.
Unsere Sportpsychologen kennen weitere Techniken, um gelassen zu werden und einen kühlen Kopf zu bewahren oder ganz gezielt konkrete Ängste als Entwicklungsmotoren zu nutzen. Sprecht uns an – siehe Beitrag: Hilfe für Sportler, Trainer und Manager während der Corona-Krise
Die französischsprachige Schweizer Tageszeitung “Le Matin Dimanche” hat Dr. Hanspeter Gubelmann von Die Sportpsychologen um eine Einschätzung gebeten, wie sehr Spitzensportler die aktuelle Situation infolge der Corona-Pandemie einschränkt und beeinflusst. Wir dürfen an dieser Stelle die deutsche Version des Interviews veröffentlichen, in dem deutlich wird, wie facettenreich und individuell Sportler auf diese für alle so besondere Lage reagieren können. Auch mit Hilfe der Sportpsychologie.
Le Matin Dimanche: Ist ein Elitesportler geistig besser in der Lage, eine Zeit der Gefangenschaft zu bewältigen als der Durchschnittsmensch? Wenn ja, warum? Wenn nicht, warum nicht?
Es ist aus meiner Sicht schwierig, einen Vergleich zwischen DEM Elitesportler und DEM Durchschnittsmenschen zu ziehen. Zudem: Lässt sich eine Leichtathletik-Europameisterin bei den Juniorinnen mit einem arrivierten Eishockeyspieler in der NHL vergleichen? Was ich damit sagen will: die Corona-Pandemie stellt jeden einzelnen Spitzensportler und -sportlerin in seiner sehr individuellen Lebenssituation vor eine völlig neue und sehr herausfordernde Situation – gleich wie jeden „Durchschnittsmenschen“ auch! Mitentscheidend ist für alle das „mindset“ des Individuums. Wenn ich das Selbstvertrauen habe und von mir überzeugt bin, einen Weg aus dieser Situation zu finden, wenn ich mir neue Ziele setzen kann, die mich inspirieren können und wenn ich Unterstützung aus meinem Umfeld spüre – dann erarbeite ich mir eine gute Ausgangslage. Ich glaube, dass diese positive, selbstbewusste Herangehensweise sehr wichtig ist – im und ausserhalb des Sports!
Die Original-Veröffentlichung in der Sonntagsausgabe: Le Matin dimanche, 29.03.2020
Kann die „Panik“, die durch die Pandemie hervorgerufen werden kann, dem Druck eines Wettkampfs ähneln?
Nein, eher nicht. Wettkampfdruck entsteht in einer Situation, die der Sportler sehr gut kennt. Mit zunehmender Erfahrung lernt er damit umzugehen. Die mentale Erschütterung durch eine Pandemie ist vielmehr gekennzeichnet durch Orientierungslosigkeit und der Ungewissheit, wie die Zukunft aussehen wird. Diese aktuelle Fassungslosigkeit ist vergleichbarer mit der anderen Situationen im Sport, wenn zum Beispiel das hoffnungsvolle Abfahrtstalent stürzt und realisieren muss, dass ihn der erlittene Kreuzbandriss ein Jahr seiner Karriere rauben wird. Anstelle der körperlichen Versehrtheit tritt nun die Pandemie auf, und fordert von allen Athletinnen und Athleten eine Neuorientierung mit der Ungewissheit, wie der Weg in den kommenden Monaten aussehen wird.
Gibt es möglicherweise einen Unterschied zwischen Einzel- und Mannschaftssportlern?
Was uns momentan alle betrifft, ist das Zurückgeworfensein auf uns selbst. Uns droht die Vereinsamung. Möglich, dass das soziale Netzwerk einer Mannschaft hilft, Kontakt und Austausch einfacher zu gestalten. Ich kann mir aber ebenso gut vorstellen, dass einer sozial vernetzten Einzelsportlerin diese Kontaktpflege sehr gut gelingt! Sie hat in ihrer Karriere im Sport eben genau diese Fähigkeit entwickelt, ihr Netzwerk in der Zeit schon vor Corona zu pflegen!
In der aktuellen Zeit droht ein Vakuum. Was empfehlen Sie den Sportlerinnen, die sie betreuen?
Ja, dieses Vakuum hat sich mit der Ungewissheit bezüglich der Olympischen Spielen 2020 in Tokio immer stärker gebildet. Deshalb war es wichtig, dass kürzlich die Meldung mit der Verschiebung kommuniziert wurde. Jetzt ist dieser immense Druck endlich weg. Swiss Olympic Missionchef Ralph Stöckli hat dazu die bestmögliche Direktive postuliert: „Durchschnaufen, runterfahren, neu planen.“
Aber glücklich kann das den Sportler nicht machen?
Nein, natürlich nicht! Aber die Grundhaltung eröffnet Chancen und Möglichkeiten, um später wieder voll motiviert und erfolgreich in den Wettkampfsport einzusteigen. Zudem ist auch für Spitzensportler die Zeit, um an sich und die eigene Gesundheit zu denken und sich solidarisch mit der Umwelt zu zeigen. Ja, es gibt Wichtigeres, als jetzt an Olympia zu denken! Es geht momentan nicht um persönliches Glücksempfinden, sondern um eigene Ressourcen, die eigene Haltung und Selbstwirksamkeit. „Ich kann gut mit mir allein“, „ich sehe das Glas halbvoll und nicht halbleer“ und „Ich traue mir zu, diese Herausforderung zu packen“. Viele – nicht nur Spitzensportler – haben jetzt Zeit sich damit zu beschäftigen.
Sie empfehlen die Zeit zu nutzen, um die mentale Seite zu stärken. Welche Trainingsmethoden sind dazu besonders geeignet?
Aktuell würde ich nicht von mentalem Training sprechen. Es geht nicht um mentale Stärke, welche die Athletin irgendwann in einem zukünftigen Wettkampf wieder einsetzen soll. Mir liegt die mentale Gesundheit am Herzen, indem ich mir Zeit und Raum gebe für mich und meine psychischen Ressourcen. Natürlich können jetzt auch Entspannungstechniken helfen, Halt und innere Ruhe zu finden. Für Athleten, die ich betreue, werde ich aber andere Fragen stellen, wie zum Beispiel: Was bedeutet dir dein Sport? Hast du einen Plan „B“? Gibt es etwas – auch ausserhalb des Sports – das dich fasziniert. Bei jungen Sportlerinnen könnte es eine passende Gelegenheit sein, über eine duale Karriere im Spitzensport nachzudenken.
Besteht die Gefahr, dass man wegen fehlender Fristen völlig „loslässt und abstellt“?
Eine berechtigte Frage. Der Schweizer Radprofi Stefan Küng meint dazu: „Es wäre übertrieben zu sagen, ich fiele jetzt in ein Loch. Aber es gibt ein Vakuum, wo die Ziele waren, wo die ganze Motivation war.“ Da schwingt selbstverständlich auch Enttäuschung mit und es braucht eben Zeit, diese negativen Gefühle zu verarbeiten. In der jetzigen Situation würde ich es als eine Art „Selbstfindung“ bezeichnen, die es als Aufgabe – nicht nur Menschen im Spitzensport – zu lösen gilt. Für mich ist klar. Corona wird unser Verständnis verändern. Ich hoffe auch sehr zum Guten für uns Menschen!
Sprechen Sie mit den Sportlern auch über zukünftige sportliche Ziele?
Eben, zuerst sollen sich die Spitzensportler Zeit nehmen, auch um etwas Distanz vom bis zuletzt harten Trainingsalltag zu finden. Ich halte es für uns alle aktuell als sehr bedeutsam, dass wir uns primär mit diesem Eingeschränktsein befassen, uns daran gewöhnen. Selbstverständlich helfen dazu auch ganz einfache, kleine Ziele. Ich versuche mich vielleicht neu als Koch oder gestalte mein Wohnzimmer um. Später, auch wenn ich wieder Lust verspüre und die Möglichkeit habe, ein sinnvolles Training zu absolvieren, kann ich dort investieren. Dann wird auch die Lust und die Leidenschaft zurückkehren können – wohl aber erst dann, wenn die Pandemie bezwungen ist!
Die vorliegende Fibel fasst kompakt und prägnant die wichtigsten Erkenntnisse und wesentlichen Techniken des Mentaltrainings für Freizeit-Bergsportler zusammen. Sie macht den Leser mit wenigen grundlegenden Techniken zur Stärkung der mentalen Kraft vertraut und zeigt auf, wie diese Techniken im Alltag trainiert und am Berg angewendet werden können.
Telefonisch, per Videochat oder in Einzelfällen auch persönlich – unsere Experten von “Die Sportpsychologen” helfen Sportlern, Trainern undManagern gern, um mit Fragen wie Trainingsausfall, Wettkampfabsagen, Ängsten, Motivationsverlust und Emotionsregulation umzugehen. Genauso stehen unsere Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bereit, um an mentalen Techniken zu arbeiten. Schließlich können Athleten die aktuelle Zwangspause auch dazu nutzen, um sich nun mit zusätzlichen Skills auszustatten.
Wichtig: Die Profilinhaber von Die Sportpsychologen, die umfangreiche Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Nachwuchssportlern bis Weltklasseathleten haben, gehen sensibel und höchst vertraulich mit jeder einzelnen Kontaktaufnahme um. In der Sportpsychologie gilt die ärztliche Schweigepflicht. In einem unverbindlichen Erstgespräch können alle Fragen und Sorgen zur Sprache gebracht werden. In Einzelfällen stellen unsere Profilinhaber eine Weiterleitung zu Experten aus unserem Netzwerk her, die zum Beispiel in einer besonderen Sportart ausgesprochene Expertise besitzen. Zudem verfügen unsere Sportpsychologen und Mentaltrainer über ein eigenes Netzwerk aus speziell ausgebildeten Therapeuten und Ärzten, die im Bedarfsfall auch schnell bei klinischen Fragen Lösungen finden.
Aufgepasst, liebe Sportler, Trainer, Funktionäre und Sportpsychologen: Ab Anfang April ermöglicht das Leipziger Unternehmen Mindance die vierwöchige kostenlose Nutzung einer App für mentales Training. Anmeldeschluss für das Programm ist am 31. März 2020. Warum ist das für euch relevant? Während fast überall der Trainingsbetrieb ruht und auch das individuelle Üben stark eingeschränkt ist, füllt diese App eine Lücke. Sowohl Aktive und Coaches als auch Sportpsychologen und Mentaltrainer haben die exklusive Möglichkeit, diese Technik zu nutzen. Wir von Die Sportpsychologen haben bei Lukas Stenzel, Mitbegründer des Unternehmens, und Henning Thrien, Doktorand an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und u.a. Sportpsychologe des Handball-Bundesligisten SC DHfK Leipzig die wichtigsten Infos eingeholt.
Henning Thrien bis zum Dienstag, den 31. März, sucht ihr nach Sportlern, Trainern und Funktionären, die vier Wochen eine kostenlose App für mentales Training in der Corona-Krise nutzen wollen. Was können diejenigen erwarten?
Henning Thrien: Eines vorneweg: Wir suchen auch nach Sportpsychologen. Die Sportlerinnen und Sportler erhalten audioangeleitetes Mentaltraining über die Mindance App unter anderem im Bereich Achtsamkeit, Emotionsregulation, Fokussierung und Selbstmanagement. Zusätzlich stellen wir Arbeitsmaterialien und kleine Übungen für den PC bereit, dass zusätzliche Möglichkeiten für eine ausgewogene Trainingsvielfalt in diesen besonderen Zeiten bietet.
Warum ist diese besondere Phase, die nicht nur den Sport lahmlegt, genau der richtige Zeitpunkt für mentales Training?
Henning Thrien: Wann hat man im Sport mal „Zeit“? Der Hochleistungssport ist ein dauerhaftes „sich auf etwas vorbereiten“ oder „etwas schnellstmöglich verarbeiten“. Aktuell sind wir in einer Phase, in der wirklich Zeit vorhanden ist. Gleichzeitig sind die physischen Trainingsmöglichkeiten begrenzt, in den Spielsportarten ist an sportartspezifisches Training gar nicht zu denken. Da wollen wir für ein wenig Abwechslung und Impulsgebung im Trainingsalltag sorgen.
Screenshots aus der App
Lukas, du bist einer der Mitgründer von Mindance. Schon seit mehreren Jahren an digitalen Werkzeugen rund um das Thema Psychologie. 2019 habt ihr den DFB-Innovationspreis gewonnen. Beschreib doch mal eure Unternehmensidee, euer Team und eure Entwicklung.
Lukas Stenzel: Genau, alleine könnte ich das nie und nimmer. Mindance ist ein ganzes Team von jungen Leuten. Gemeinsam treibt uns das Ziel an, die psychische Gesundheit und mentale Leistungsfähigkeit zu fördern, vor allem in Unternehmen, aber eben auch im Sport – wo dies, in meinen Augen, leider auch immer noch etwas zu kurz kommt. Henning hat mich dann mit Oliver Stoll von der Uni Halle verbunden. Mittlerweile promovieren wir beide dort. Mein Thema ist, wie digitale Hilfsmittel in der Betreuung von Athletinnen und Athleten einen Mehrwert stiften können. Gemeinsam mit Simon Borgmann, haben wir dann letztes Jahr die ersten Piloten im NLZ bei Hansa Rostock, DHfK und der U19 Handball Nationalmannschaft durchgeführt und dabei auch Daten erhoben. Die ersten Erfahrungen waren toll, und auch lehrreich. Unsere Erfahrung ist, das Blended Learning Ansätze – also wenn analoge und digitale Komponenten verbunden werden – am besten funktionieren. Die Mindance App, die Ergebnisse der Piloten und das Potenzial von Blended Learning Lösungen, haben den DFB dann überzeugt.
In diesem aktuellen Projekt können wir den Rahmen leider nicht durch Workshops oder 1:1-Coachings schaffen. Deshalb versuchen wir zusätzliche Informationen über weiteres Material via Mail und Links zu Videos etc. herzustellen. Und schließlich sind die Sportpscholgen*Innen „vor Ort“, die die Teams und Verbände betreuen, wichtige Kontaktpersonen, im Moment eben über Telefon, Skype, und Zoom. So das wir hoffen, dass wir einen Beitrag leisten können, dass die sportpsychologische Betreuung auch während der aktuellen Zeit, so gut wie möglich, verläuft.
Mitmachen
#MENTALEFITNESSINUNRUHIGENZEITEN
Liebe Sportlerinnen und Sportler, liebe Trainerinnen und Trainer, liebe Funktionärinnen und Funktionäre,
Die Coronakrise hat in fast allen Lebensbereichen die Normalität aus dem Alltag verschwinden lassen. Auch im Sport ticken die Uhren bedeutend anders als sonst. Die aktuellen Veränderungen lassen viel Spielraum für Ungewissheiten, Sorgen und Ängste. Gleichzeitig ist ein normaler Trainingsbetrieb kaum herstellbar, sodass Sportlerinnen und Sportler aus den unterschiedlichsten Sportarten vor ungeahnte Herausforderungen gestellt werden. Die Sicherstellung ansatzweiser geeigneter Trainingsbedingungen und ein adäquater psychischer/mentaler Umgang mit der aktuellen Situation sind daher derzeit elementare Aufgaben. Dabei wollen wir den Sportlerinnen und Sportlern Unterstützung bieten.
In einem gemeinsamen Projekt der Firma mindance (Gewinner des DFB-Innovationspreises 2019), Arbeitsgruppen der Universität Halle-Wittenberg und Universität Rostock, sowie Sportpsychologen aus dem deutschen Spitzensport bieten wir Athletinnen und Athleten, Vereinen und Verbänden aus ganz Deutschland kostenfrei ein umfangreiches, vierwöchiges Mentaltrainingspaket an.
Abwechslungsreiches, kognitives Training für Zuhause
Arbeitsblätter zu sportpsychologischen Themen wie u.a. Selbstmanagement, Trainingstagebuch und RegenerationsmanagementBei Interesse bitten wir um eine Rückmeldung bis zum 31.03.2020. Die Zusendung der Login-Daten für die App und das weitere Trainingsmaterial erfolgt dann auf dem elektronischen Wege.Kontakt Projektleitung: Lukas Stenzel, Simon Borgmann und Henning Thrien E-Mail: lukas@mindance.de Tel: +4917661761957 (Lukas Stenzel, Sportpsychologe und Mitgründer der Mindance GmbH)
Weshalb ist Leipzig, allen voran das Spin Lab der richtige Ort für eure Unternehmung? Und besteht Raum für andere Sportpsychologen, sich bei euch anzudocken?
Lukas Stenzel: Leipzigs Start-up Szene zeichnet sich vor allem durch die kurzen Wege aus, was natürlich vor allem durch das Spin Lab entsteht. Das Spin Lab hat einfach ein tolles Netzwerk aus Kooperationspartnern sowie Investoren und bietet vielfältige Möglichkeiten der Weiterentwicklung. Wir kooperieren beispielsweise schon lange mit der AOKPlus, die uns in vielen Themen unterstützen. Und die sportpsychologische Komponente ist dann natürlich stark angetrieben durch meine Promotion bei Oli an der Uni in Halle. Aus dieser Kombination ist bisher tolles entstanden. Und ich denke, es kann noch besser werden, insbesondere wenn andere Sportpsychologen andocken. Denn letztendlich geht es ja darum, die Betreuung von Athletinnen und Athleten zu vereinfachen und zu verbessern. Und da können wir noch viel lernen.
Aus eurer Sicht und mit eurer Erfahrung: Welche Chancen bietet die digitale Welt für die Sportpsychologie?
Henning Thrien: Digitalisierung wird in einem Business, dass von der Beziehung von Mensch zu Mensch lebt, immer seine Grenzen haben. Das ist auch gut so, denn niemand von uns will wirklich, dass Algorithmen, Apps oder vorgefertigte Programme das Gesicht der Sportpsychologie darstellen. Aber Sportpsychologen können und sollten unbedingt vom Fortschritt der Digitalisierung profitieren. So Lukas, und jetzt kommst du:
Lukas Stenzel: Im Moment zeigen unsere Erfahrungen und auch Ergebnisse unserer erster Studien, dass Blended Learning am besten funktioniert. Dabei sind einige Vorteile bereits heute sichtbar. Im Vergleich zu klassischen Ansätzen bieten Apps eine einfache Methode spezifische Daten im Alltag aufzuzeichnen, vor allem aber in Echtzeit zu intervenieren. Also genau an dem Ort und zu der Zeit, wenn es der Athlet braucht: Nachts vor dem Wettkampf, wenn der Athlet nicht einschlafen kann oder eben vor Wettkämpfen, wenn der Sportpsychologe gerade einen Teamkollegen betreut. Dabei ist natürlich immer ein verantwortungsbewusster Einsatz wichtig. Es soll nicht darum gehen, den Athleten zu überwachen oder ihn von einer App abhängig zu machen. Es ist ganz einfach Hilfe zur Selbsthilfe. Die Sportpsychologie hinkt in meinen Augen, zu anderen Disziplinen der Psychologie deutlich hinterher. In der klinischen Psychologie gibt es bereits gut evaluierte Apps beispielsweise zur Linderung von Symptomen der Angst und Depression, darunter auch erste Chatbots. Dennoch geht es meistens um eine digitale Imitierung traditioneller Interventionsansätze. Diesen Step muss die Sportpsychologie erst noch gehen. Danach denke ich, dass die technologische Entwicklung nicht nur die Möglichkeit der Imitierung bereits bekannter analoger Verfahren beinhaltet, sondern vielmehr die Chance, wirklich neue, innovative Ansätze zu entwickeln, die Athleten*Innen und Sportpsychologen*Innen helfen werden.
Der Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) fordert in einer Pressemeldung auf seiner Internetseite, dass sich die Bundesliga-Vereine um die Gesundheit ihrer Trainer kümmern sollen. BDFL-Präsident Lutz Hangartner: „Es ist die Fürsorgepflicht der Clubs, nicht nur bei den Spielern auf diese Dinge zu achten, sondern auch bei den Trainern. Man müsste eigentlich jeden einzelnen Verein fragen, ob er die Untersuchungen, die bei Profis permanent durchgeführt werden, auch bei den Trainern macht.“ (www.bdfl.de, Zugriff am 11.02.2020). Die Realität sieht häufig anders aus, sei es im Profi- oder im Amateurfussball. Doch woher kommt dieser Erschöpfungszustand und wie kann dieser vermieden werden?
Zum Thema: Die Regenerationsfähigkeit von Trainern fördern
Der dauerhafte öffentliche Druck durch Medien, Funktionäre, Sponsoren sowie durch die Fans, genauso wie der (eigene/fremde) Erfolgsdruck innerhalb des Vereins wiegen schwerer, je höher die Liga angesiedelt ist. Umso wichtiger sind daher individuell angepasste Regenerationsmaßnahmen. In der (Sport-) Psychologie unterscheidet man zwischen Belastung, Beanspruchung und Erholung. Belastungen sind objektive, von außen auf den Trainer einwirkende Größen. Beanspruchungen sind die subjektiven Folgen davon. Als Erholung bezeichnet man generell den Vorgang, wenn sich ein biologischer Organismus nicht nur nach einer anstrengenden Tätigkeit, sondern auch nach Verletzungen oder Krankheiten durch eine Ruhephase wieder regeneriert und zu Kräften kommen kann. Die Beanspruchung und die Erholung sind zwar unabhängig voneinander und doch interagieren sie stetig miteinander. Wenn man also eine bestimmte Erholungsanforderung hat und diese erfüllt, reduziert sich der Beanspruchungszustand. Gelingt dies über eine längere Zeit hinweg nicht, kann dies zu einer Erschöpfung führen. Nachhaltige Erholung verhindert somit teilweise die Summierung von Beanspruchung. Trotz allem kommt es darauf an, wie ein Trainer mit diesen Belastungen umgeht und welche Ressourcen ihm als Ausgleich zur Verfügung stehen (vgl. Kellmann & Beckmann, 2018).
Eine Studie von Kellmann, Altfeld und Mallett (2016) mit Trainern des Australian Rules Football zeigte, dass die Beanspruchung im Verlauf einer Saison im tolerierbaren Bereich lag, jedoch zu Beginn der Saison die soziale und körperliche Erholung abnahm und anschließend unter einem empfohlenen Wert lag. Altfeld und Kellmann (2015) fanden zudem heraus, dass bei hoch beanspruchten und wenig erholten Trainern deutlich höhere Burnout-Werte auftraten; demgegenüber schienen niedrig beanspruchte und hoch erholte Trainer am wenigsten Burnout gefährdet zu sein. Schauen wir uns die Erholung ein wenig näher an.
Aktive, passive oder pro-aktive Erholungsmaßnahmen
Erholung kann aktiv, passiv oder pro-aktiv stattfinden: Die aktive Erholung setzt dabei auf Verfahren wie beispielsweise der Gang zum Sportstudio, Essen und Trinken, Entspannungsmethoden wie bspw. PMR/AT oder lockeres Ausradeln. Passive Erholung umfasst dabei zum Beispiel den Besuch im Wellnesstempel und die damit verbundenen Saunagänge, Kneippsche Güsse und Massagen. Pro-aktive Erholung beschreibt einen selbst initiierten Prozess (bspw. ein langersehntes Treffen mit der Familie und Freunden, ein besonderes Buch lesen, das Lösen von Streitigkeiten u.v.m.). So kann der selbst durchgeführte Ausgleich, den Schwierigkeiten des Alltags entgegenwirken. Wichtiger als einen ungünstigen Erholungs-Beanspruchungszustand festzustellen und Gegenmaßnahmen einzuleiten ist es jedoch, einen solchen Prozess frühzeitig zu erkennen. Aus diesem Grund wurde der Burnout-Präventions-Fragebogen für Trainer entwickelt. Dieser kann dem Trainer helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen und entsprechende Vorbeugungsmaßnahmen zu treffen. Fünfzehn Skalen zu je vier Items erfassen die Höhe der Beanspruchung im Trainerberuf des jeweiligen Probanden innerhalb der letzten 14 Tage. Näheres dazu kann Ihnen eine Kollegin oder ein Kollege aus unserem Netzwerk (zur Übersicht) oder ich (zum Profil von Dr. René Paasch) erklären.
Ein weiterer wichtiger Faktor in der Regeneration ist die Ernährung. Eine abwechslungsreiche, vollwertige Ernährung, ballaststoffreich sowie vitamin- und mineralstoffreich ist zu diesem Zweck zu empfehlen. Dies nur am Rande. Vielmehr möchte ich Ihnen eine weitere sehr interessante Methode vorstellen, die meines Erachtens, die Trainergesundheit unterstützen kann.
Musik
Musik prägt uns von Geburt an, berührt uns im tiefsten Inneren und kann uns zu Höchstleistungen treiben. Nicht nur das! Musik beeinflusst das menschliche Gehirn. Sie verändert nicht nur unsere Gehirnströme, sondern harmonisiert auch unsere beiden Gehirnhälften. Sie senkt die Herzfrequenz und den Blutdruck, beruhigt die Atmung und reduziert Stresshormone. Dass Töne zu Musik werden, ist das Verdienst einer enormen Analyseleistung des Gehirns: Es ordnet mühelos ein kompliziertes Gemisch aus Schallwellen einzelner Instrumente und Stimmen zu und erkennt darin musikalische Phrasen und Motive. Diese Leistung wird nicht von einem spezialisierten „Musikzentrum“ vollbracht, vielmehr arbeiten hier verschiedene Areale des gesamten Gehirns zusammen.
Doch so breit und so vielfältig die Wirkung von Musik auch ist, so schwer fällt es mitunter, mit solchen Möglichkeiten reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen und daraus feste Angebote abzuleiten. Dennoch möchte ich Ihnen ein interessantes Konzept „Schallpause“ empfehlen, was sich in der Praxis bewährt hat. Näheres dazu finden Sie hier:
Eine hohe zeitliche Beanspruchung ist grundsätzlich nicht schlimm, solange ein Trainer weiß, wie er sich wieder erholen kann. Er kann seine psychische Gesundheit erhalten, indem er die individuellen Erholungsmaßnahmen einsetzt, von denen er weiß, dass sie für ihn entlastend wirken. Dabei können Ihnen das Konzept von „Musik/Schallpause“ und erholungsrelevante Phasen (Sommer- und Winterpause) behilflich sein. Es ist sehr wichtig, langfristig wirksame Ressourcen aufzubauen, von denen die Trainer zehren können.
Altfeld, S. & Kellmann, M. (2015): Are German Coaches Highly Exhausted? A Study of Differences in Personal and Environmental Factors. International Journal of Sports Science & Coaching, 10, 637-654.
Altfeld, S., Schaffran, P., Sulprizio, M., Kleinert, J. & Kellmann, M. (2016): Dem Ausbrennen vorbeugen: Welche Faktoren Trainer bedrohen und wie sie sich schützen können. Leistungssport, 46(5), 35-40.
Kallus, K. W. (2016): RESTQ-Basic: The General Version of the RESTQ. In K. W. Kallus & M. Kellmann (Eds.), The Recovery-Stress Questionnaires: User Manual (pp. 49-85). Frankfurt am Main: Pearson Assessment & Information GmbH.
Kellmann, M., Altfeld, S. & Mallett, C. (2016): Recovery-Stress Imbalance in Australian Football League Coaches: A Pilot Longitudinal Study. International Journal of Sport and Exercise Psychology, 14, 240-249.
Kellmann, M. & Beckmann, J. (Hrsg.). (2018): Sport, Recovery and Performance: Interdisciplinary Insights. Abingdon: Routledge.
Meyer, T.; Ferrauti, A., Kellmann, M. & Pfeiffer, M. (2016): Regenerationsmanagement im Spitzensport. REGman – Ergebnisse und Handlungsempfehlungen. Köln: Sportverlag Strauß
Meyer, T. (2010): Regeneration im Leistungssport. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 61, 127-128
Du fühlst dich überfordert, unsortiert und erbringst deine Leistung nicht mehr? Befreie dich, schaffe Raum für Wesentliches. Mit Leichtigkeit die freigewordene Energie in deine Leistung übertragen.
Bei Interesse bitte über die Buchungsanfrage Kontakt aufnehmen. Ich melde mich dann zur Detailabsprache persönlich zurück.