Mythos: Mentale Techniken sind nur bei großen Wettkämpfen wichtig

Mythen zur Sportpsychologie gibt es einige. Nicht wenige stehen uns in unserer Arbeit dabei sogar im Weg. In dieser Serie haben wir mit vielen Mythen aufräumen können. Aber ein Irrglaube ist da noch: Viele glauben, sagt Chat GPT, dass mentale Techniken nur vor wichtigen Wettkämpfen von Bedeutung sind. 

Zum Thema: Mythen der Sportpsychologie

Yvonne Dathe, Die Sportpsychologen
Yvonne Dathe, Die Sportpsychologen

Antwort von: Yvonne Dathe (zum Profil)

Bei großen Wettkämpfen ist der Druck natürlich größer als bei kleineren Wettbewerben oder im Training. Aber In Frage stellt dieser Umstand die Sportpsychologie noch lange nicht. Denn durch mentales Training kann:

  • die Technik verbessert werden, 
  • die Motivation langfristig aufrecht erhalten werden, durch hilfreiche Zielsetzungen, 
  • die Konzentrationsfähigkeit verbessert werden
  • das Lösen von wenig hilfreichen Gedanken trainiert werden
  • das Selbstvertrauen gesteigert werden
  • der Umgang mit Ängsten trainiert werden
  • die Regeneration optimiert werden
  • der Umgang mit Stress verbessert werden
  • die Akzeptanz und der Umgang mit Rückschlägen verbessert werden
  • der Lernprozess positiv beeinflusst werden
  • uvm.

Diese Auswahl zeigt, dass mentale Techniken im Nachwuchsbereich genauso hilfreich sein können, wie im Training oder in der Vorbereitung. Oder eben bei ganz großen Wettbewerben. 

Klaus-Dieter Lübke Naberhaus, Die Sportpsychologen

Antwort von: Klaus-Dieter Lübke Naberhaus (zum Profil)

Yogi Berra, ein berühmter Baseball-Pitcher, soll einmal gesagt haben:

„Baseball is 90 percent mental.The other half is physical.“ 

Nathalie Klingebiel, Die Sportpsychologen
Nathalie Klingebiel, Die Sportpsychologen
Danijela Bradfisch, Die Sportpsychologen
Danijela Bradfisch, Die Sportpsychologen

Antwort von: Nathalie Klingebiel (zum Profil) und Danijela Bradfisch (zum Profil):

Mentale Techniken sind grundsätzlich immer hilfreich und wichtig. In großen Wettkämpfen werden sie vielleicht etwas akuter gebraucht. Aber im Training, während der Vorbereitung und auch im Alltag werden sie geübt, angewandt, trainiert, optimiert und gefestigt – eben, damit sie in einem Wettkampf, wenn es drauf ankommt, optimal abgerufen werden können. Außerdem entwickeln sich Routinen und automatische Abläufe, indem mentale Techniken bereits im Training regelmäßig angewendet werden. Und wie viele Sportler wissen, sind Routinen das A und O im Leistungssport und generell in Wettkampfsituationen.

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Mathias Liebing
Mathias Liebinghttps://www.torial.com/mathias.liebing
Redaktionsleiter bei Die Sportpsychologen und freier Journalist Leipzig Deutschland +49 (0)170 9615287 E-Mail-Anfrage an m.liebing@die-sportpsychologen.de