Schlagwort: Fußball

Sportpsychologie im Profi-Fußball: Zwischen Trend und Träumerei

Für viele Sportpsychologen ist der professionelle Fußball das berufliche Traumziel. Allerdings gestaltet sich in der Realität der Weg dorthin lang und steinig: Insbesondere, weil es trotz vieler positiver Entwicklungen im Erwachsenenbereich immer noch an Akzeptanz für und Vertrauen in die Disziplin mangelt. Nur die wenigsten Bundesligisten arbeiten mit Sportpsychologen auf Vollzeitbasis. Bei vielen Vereinen findet sportpsychologische Arbeit im Profi-Team, wenn überhaupt, nur abseits der öffentlichen Wahrnehmung statt.

Cristina Baldasarre: Schiedsrichterbeobachtung mit Adlerauge und Knopf im Ohr

Dann geht’s ab ins Spiel, mit Adleraugen und Knopf im Ohr. Rogalla sitzt auf der Tribüne und fokussiert sich auf den Schiri: Er beobachtet jeden Schritt, jede Situation und jede Entscheidung ganz genau. Nach dem Spiel, wenn die Schiedsrichter geduscht sind und es im Stadion ruhig geworden ist, beginnt der zweite Teil seiner Arbeit. Er analysiert mit dem Schiri sein Spiel. Beim Debriefing stützt er sich auf technische Hilfsmittel, sprich die Aufnahmen vom Fernsehen. Aber auch auf das Gespräch zwischen den Schiedsrichtern, welches er live im Spiel via Kommunikationssystem mitgehört hat. Nun sind seine Kommunikationskompetenzen gefordert.

Feature: Wie Standardsituationen die WM entscheiden und wie sie sich sportpsychologisch...

Verschiedene Trainingsformen kognitiver Fertigkeiten werden bereits seit langem als sportpsychologische Interventionen erfolgreich im Individualsport angewandt. Wie sich jedoch solche Interventionen auf die Mannschaftssportart Fussball übertragen lassen können, dazu haben sich Eberspächer und Immenroth (1998) im Rahmen eines Seminars des Schweizerischen Fussballverbandes Gedanken gemacht. In jenem Seminar waren das Mentale Mannschaftstraining (kurz MMT) und das Trainings der Kompetenzerwartung hauptsächlich der zu bearbeitenden Gegenstand.

Feature: Edinson Cavani als Joker? Dass muss nicht funktionieren

Entscheidend ist für Thorsten Loch, dass eingewechselte Spieler, allen voran Stürmer, in der Lage sein müssen, direkt im „Hier und Jetzt“ zu sein. Auf Cavani bezogen heisst dies, dass zahlreiche berichtigte Gedanken keinen Platz haben sollten: Die Behinderung durch seine Verletzung, eine durch seinen Einsatz potentielle Verschlechterung seines gesundheitlichen Zustands oder der Ärger, dass er mit den versäumten Spielminuten viel weniger Zeit für weitere Torerfolge zur Verfügung hat. Für Cavani ginge es als Einwechsler einzig darum, mit der ersten Aktion voll da zu sein.

Feature: Schweden und ein Berg voller Probleme – Wenn Stürmern das...

Im Achtelfinale gegen die Schweiz war Marcus Berg der Frust nach den wieder einmal ungenutzten Chancen anzusehen. Aber schon ein einziger Treffer am Samstag gegen England kann ihn zum Volkshelden machen. Dieser Status winkt den schwedischen Kickern, wenn sie tatsächlich ins Halbfinale einziehen. Nicht auszuschließen, dass Marcus Berg aus dieser Situation Kraft schöpft.

Kommentar von Markus Gretz: Modric Angst vor dem Elfmeter

Nach mehreren Paraden im Elfmeterschießen und mit großem Druck stand Luka Modric kurze Zeit später wieder am Elfmeterpunkt vor Kasper Schmeichel. Warum sollte der Spieler, der eben schon verschossen hatte, sich nochmal in diese Situation bringen?

Feature: Das deutsche Team in der Kritik

Das Scheitern der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM 2018 ist historisch. Sehr ausschweifend wird nun darüber diskutiert, was in Russland nicht nur den Fans auf den Feiermeilen gefehlt hat: Wille, Überzeugung, Kreativität, Zusammenhalt und Führungsstärke. Solche kritischen Ansätzen führen in den allermeisten zurück auf das Team und das Teamgefüge - und genau hier setzen wir an.

Feature: Die Gedanken nach dem deutschen WM-Aus

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist erstmalig bei einer Weltmeisterschaft in der Vorrunde ausgeschieden. Wir haben die erfreulich offenen Aussagen von Spielern, dem Bundestrainer und TV-Experten nach der Niederlage zusammengefasst, um den Eindruck nach dem historischen WM-Aus einzufangen. Deutlich wurde, wie häufig auch in der tv-medialen Auswertung sportpsychologische Aspekte diskutiert werden. 

Feature: Mit souveränen Selbstgesprächen zum Erfolg

Toni Kroos gab uns im Spiele gegen Schweden eine herausragende Vorlage gab: Denn warum ließ sich der dreifache Champions League-Sieger von Real Madrid so auffällig viel Zeit vor der Ausführung des Freistosses?

Feature: Nur nicht die Kontrolle verlieren

Wollen wir Schwarzmalen? Nein, wir von Die Sportpsychologen kommen lieber von der konstruktiven Flanke und gehen davon aus, dass Mesut Özil und Ilkay Gündogan gut auf alles Erdenkliche vorbereitet sind beziehungsweise sich haben vorbereitet lassen. Denn es gibt Strategien, die auch in Extremsituationen greifen.

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