Anke Precht: Die 4 Schritte zu guten Gewohnheiten

Wer gute Gewohnheiten hat, schafft es auch in schwierigen Zeiten, intensiv zu trainieren, weiterhin täglich aufzustehen, dranzubleiben und sich damit auch wieder mehr und mehr zu verbessern. Diese guten Gewohnheiten sind im Sport aus meiner Erfahrung ein extrem wichtiger Begleiter. Sie helfen, durchzuziehen, anstatt sich hängen zu lassen, vor sich hin zu leiden, zu daddeln oder den geliebten Sport sogar ganz an den Nagel zu hängen. Aber wie gelingt es, klare und immer gleiche Abläufe im Alltag zu manifestieren? Abläufe zu Gewohnheiten werden zu lassen, die dabei helfen, jeden Tag ein bisschen besser zu werden? 

Zum Thema: Motivation und Dranbleiben – Wie du dir deine neuen guten Gewohnheiten Schritt für Schritt erarbeitest

Wenn du die folgenden vier Punkte beachtest, kannst du Gewohnheiten einfach verändern. Aber: Nicht alle auf einmal, nicht alles auf einmal. Sondern: Schritt für Schritt. Und zwar in kleinen Schritten.

  1. Mach dir die neue Gewohnheit leicht

Du möchtest täglich meditieren? Wunderbar! Starte mit einer Minute. Die hast du jeden Tag. Sorge dafür, dass der Platz zum Meditieren am Abend schon vorbereitet ist, damit du dich am Morgen einfach hinsetzen kannst und nicht erst aufräumen musst. Sorge dafür, dass der Start einfach ist und dich nicht überfordert. Sobald das läuft, erhöhst du die Schwierigkeit – in kleinen Schritten. 

  1. Mach die neue Gewohnheit sichtbar, erinnere dich daran.

Damit du nicht „vergisst“, morgens zu meditieren, kannst du dein Meditationskissen auch auf die Kaffeemaschine legen, wenn dein erster Gang dahin ist. Oder auf den Tisch im Esszimmer, oder ins Bad – einfach  genau dahin, wo du automatisch drüber stolperst. Dann hast du dich erinnert und es ist nur noch ein winziger Schritt zum Start. Vergessen unmöglich.

  1. Mach das neue Verhalten angenehm

Wenn es gut tut, machen wir es lieber. Stichwort Dopamin (siehe den Text unten). Du meditierst eine Minute, am besten auf einem Kissen, das dir wirklich gefällt. Du könntest einen schönen Duft dazu nehmen, oder vorher einen Schluck Kaffee trinken, wenn dir das gut tut. Das Gehirn verknüpft schnell das angenehme Gefühl mit der neuen Gewohnheit und baut damit mehr intrinsische Motivation: Es will mehr davon.

  1. Belohne dich für das neue Verhalten

Das braucht nichts Großes zu sein. Du kannst dir selbst auf die Schulter klopfen, du kannst „Super!“ sagen, du kannst dich im Spiegel anlächeln, du kannst dich bei dir selbst bedanken, du kannst die Fäuste ballen und „Yes!“ rufen – egal was es ist. Feiere deinen Erfolg, und sei er noch so klein. Auch das ist gut für’s Dopamin, die körpereigene Motivationsdroge.

Wie steht es mit schlechten Gewohnheiten? Genau andersherum. Du hängst zu viel vor der Glotze ab? Stell sie in den Keller. Du isst zu viele Süßigkeiten? Kauf keine mehr ein und verschenke den Inhalt der Schublade, in der noch die ganzen leckeren Sachen von Ostern drin sind. Du willst weniger Kaffee trinken? Nimm statt der großen Bialetti eine kleine. Dann fällt es dir leichter, nach einer Tasse Schluss zu machen.

Meine Kollegen und Kolleginnen im Netzwerk (zur Übersicht) und ich (zum Profil von Anke Precht) helfen dir gern, wenn es um deine neuen guten Gewohnheiten geht. Wenn du vorher noch mehr zum Thema wissen willst, tauche hier noch tiefer ein:

Buchtipp: 

James Clear; Atomic Habits: An Easy & Proven Way to Build Good Habits & Break Bad Ones. Penguin Publishing Group

Mehr zum Thema:

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Anke Precht
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Sportarten: Fußball, Marathon, Tennis, Volleyball, Golf, Kickboxen, Bogenschiessen, Reitsport, Taekwondo, MTB, Rasenkraftsport

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