Johanna Constantini: Wenn ein Virus die Sportwelt zur Ruhe verdammt – Anlass zur Entschleunigung

Geisterspiele, vorzeitige Titelvergaben oder gar abgesagte Meisterschaften. Auch die Sportwelt scheint dieser Tage wahrhaftig verrückt zu spielen. Ver-rückt wurde die Welt im wahrsten Sinne des Wortes. Oder wurde sie gar zurecht gerückt?

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Erstmals seit langem scheint es, als wären wir dazu gezwungen, unser Tempo zu reduzieren. Und sieht man von so manch gehetztem Tun aufgrund diverser Fake News über Lebensmittel-Engpässe ab, so scheint es, als käme auch die Sportwelt langsam aber sicher zur Ruhe. Der Anlass ist zwar alles andere als erfreulich und so dürfen weder das Virus noch seine Auswirkungen bagatellisiert werden, doch können wir – genauso wie wir es als Sportler lernen – wie so oft versuchen, den positiven Kern zu erkennen: Wir beruhigen uns. Wir entschleunigen. Wir kommen zur Ruhe und hören damit auf, uns ständig selbst überholen zu wollen. 

Johanna Constantini, die-sportpsychologen.at

Johanna Constantini

Sportarten: Pferdesport, Laufsport, Wintersport, u.a.

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Denn wo tun wir das sonst, als in der rasanten Sportwelt? Dort, wo es unaufhörlich und im höchsten Maß um Leistungen und deren ständige Verbesserung geht. Auch jenem sportlichen Effizienzdenken wurde der desinfizierte Riegel vorgeschoben. Vielleicht ein Aufruf zu mehr Selbsthygiene? Zu mehr Seelenhygiene? Dazu, diese wohl vorübergehende Ruhe zu nutzen, um sich vorübergehend auf andere Dinge besinnen zu können? Dem Gefühlsleben wieder mehr Beachtung schenken, vielleicht? Um die tatsächliche Motivation hinter einem sonst so hastigen Tun zu erkennen? Jene Motivation, die die Basis bilden sollte, um nach der Ruhe wieder neuen Schwung holen zu können.

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