Johanna Constantini: Aus der Liebe für den Sport lernen

Was hat die digitale Darstellung von Pärchen im Netz, also bei Instagram, Facebook oder auch tiktok, mit der Lebenswirklichkeit im Leistungssport zu tun? Eine ganze Menge, schließlich ist die persönliche Bindung in sportlichen Beziehungsgeflechten oftmals auch als sehr eng einzustufen. Und vor allem kann der Sport durchaus aus dem privaten Beziehungsmanagement lernen.

Zum Thema: Von #goals im Sport – Postings als Teamstrategie

Als soziale Wesen dreht sich unser Dasein vor allem darum, miteinander in Beziehung zu treten. Selten passiert dies intensiver, als im Sport. Schließlich ist es der Lebensbereich, der zumeist Leidenschaften bündelt, die zur Höchstleistung motivieren. Wegbegleiter sind häufig Bezugspersonen, mit denen man sportliche Extreme durchlebt hat und an Herausforderungen gewachsen ist. Leidenschaft schweißt zusammen und bedeutet vielfach Teamwork bis an die Spitze. Dabei stellt jene Zusammenarbeit gleichsam das höchste Gut dar, um auch im Sport gesund zu bleiben. Zumindest eine stabile Bezugsperson an der Seite zu wissen. 

Beziehung zu leben, bedeutet jedoch heute oftmals etwas anderes, als es dies noch vor wenigen Jahren getan hat. Vor allem, was die Darstellung nach außen angeht. Sogenannte #couplegoals-Postings lassen im Privatleben eine ganze Community aufhorchen, in dem sie zeigen, was an einer Liebesbeziehung scheinbar wichtig ist. Bilder, Videos und poetische Zeilen bilden die virtuelle Darstellung jener Paare ab, die sich an den Likes und Comments ihrer Fans erfreuen. 

Was heißt das für den Sport?

Auch wenn die Beziehungen im Sport zwischen Teamkollegen, Trainern und Athleten oder auch Personen aus dem Betreuerstab andere Eigenschaften als Liebesbeziehungen vorweisen, so werden sie ebenfalls vielfach im digitalen Rampenlicht zur Schau gestellt. Zumindest von einem Part. Diese #goals bedürfen genauso Absprachen. Nämlich zwischen denjenigen, die auf den Postings abgebildet, damit virtuell präsentiert werden. Beziehung funktioniert schließlich nicht ohne Kommunikation. Nicht im Leben, nicht im Sport und nicht im Netz. 

Mehr zu #couplegoals in einem Interview von Johanna Constantini für die Presse: 

https://www.diepresse.com/6167108/couplegoals-wie-beziehungen-online-gelebt-werden?from=rss

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Johanna Constantini
Johanna Constantinihttp://www.die-sportpsychologen.de/johannaconstantini/

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