Kathrin Seufert: Weshalb es sich lohnt, in der Reha zu visualisieren

Sportler und Sportlerinnen, die wegen einer Verletzung im normalen Training außen vor sind, sollten dennoch die gewohnten Übungen ausführen. Natürlich nicht körperlich, aber im Kopf. Was dahinter steckt und wie Visualisierungen funktionieren, erklärt Kathrin Seufert am Samstag, den 21. Februar 2026, im Workshop-Teil unseres Events “Muscle & Mind – Sicher begleitet zum Comeback” (jetzt letzte Tickets buchen, direkt zur Anmeldung).

Zum Thema: Visualisierungen

Kathrin, worum geht es in deinem Workshop (“Trotz Baustelle, gedanklich schön und effizient wohnen”)?

Ich möchte mit meinem Workshop einen Einblick in die Visualisierungstechniken geben, die eine große Unterstützung im Verlauf einer Reha sein können. Wir wollen damit unser Gehirn weiter trainieren, übliche sportliche Aktivitäten auszuführen – ohne tatsächlich die praktische Ausführung zu machen.

Von welchen Erfahrungen aus deiner praktischen Arbeit ist dein Workshop beeinflusst?

Visualisierungstechniken sind ein wichtiger Bestandteil der sportpsychologischen Arbeit. Ich stelle immer wieder in meiner Zusammenarbeit mit Eishockeyspielern, Fußballern und Schwimmern fest, dass diese Art der Arbeit vor allem dann Früchte trägt, wenn die praktische Ausführung der Sportart verletzungsbedingt wegfällt. Wenn das Eis oder der Rasen noch weit weg sind, ist es also sehr sinnvoll, andere Wege zu gehen. Überraschend für viele Sportler ist, dass es dem Gehirn egal ist, ob der Körper die Bewegung tatsächlich ausführt oder nicht.  

Programm

Keynotes:

  • Kathrin Seufert: „Das wankende Haus: Verletzungen und Traumata als Erschütterung der Identität“
  • Prof. Dr. Andreas Schlumberger: „Was tun, wenn einzelne Steine aus der Mauer rausbrechen?“
  • PD. Dr. med. Christophe Lambert: „Wie wichtig ist die mentale Fitness für RTC (Return to competition)?“

Workshops:

  • Klaus-Dieter Lübke Naberhaus: Was verbirgt sich im Keller? Traumata im Sport
  • Kathrin Seufert: Trotz Baustelle, gedanklich schön und effizient wohnen
  • Ben Mansour/Tim Insberg /Yannik Adams (Sportwissenschaft): Return to competition (RTC) und seine Hürden
  • Klaus-Dieter Lübke Naberhaus und Philippe Müller: Fundamente stärken, Mauern sanieren, das Dach neu decken: Reha ganzheitlich gedacht
  • Michael Bröckelmann: Grenzen der Heilungsbegleitung 
  • Prof Dr. Oliver Stoll: In der Küche, im Wohnzimmer, im Flur – Welches Maß an Nähe und Distanz ist dir wichtig, um über Verletzungen zu sprechen
  • Philippe Müller: Starke Mauern bauen: Verletzungen vorbeugen
  • Kathrin Seufert und Prof Dr. Oliver Stoll: Trotz Baustelle, gedanklich schön und effizient wohnen

Podiumsdiskussion:

  • u.a. mit Miriam Butkereit (Silbermedaille Olympia 2024 in Judo)

Warum ist es aus deiner Sicht wichtig, dass die Sportpsychologie auch im Rehabilitationsprozess nach Sportverletzungen mitgedacht wird?

Allein wenn man sich die Definition der Weltgesundheitsorganisation zum Thema Gesundheit  anschaut („Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens“) ergibt sich daraus finde ich schon die Notwendigkeit, alle Anteile zusammen anzusehen und gemeinschaftlich für diesen Zustand zu arbeiten. Unsere Veranstaltung in Köln ist auf diesem Weg ein wichtiger Schritt.

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Mehr Infos zur Veranstaltung:

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Kathrin Seufert
Kathrin Seufert

Sportarten: Fußball, Schwimmen, Reiten, Leichtathletik, E-Sport, Eishockey, uvm.

Bremen, Deutschland

+49 (0)152 09260288

E-Mail-Anfrage an k.seufert@die-sportpsychologen.de