Cristina Baldasarre: Sportlern geht es um Selbstvertrauen und innere Stärke

Die Floorball-Weltmeisterschaft in Zürich und Winterthur wird alles in den Schatten stellen, was die Sportart Unihockey in der Schweiz bislang hervorgebracht hat. Dies soll für die Zuschauerzahlen, die mediale Öffentlichkeitswirksamkeit genauso gelten wie für das sportliche Ergebnis. An letzterem Punkt wird auch sportpsychologisch gearbeitet. In einer aktuellen TV-Produktion, an der Die Sportpsychologen Redaktionsleiter Mathias Liebing als Autor beteiligt war, erlaubt der Schweizer Nati-Goalie Pascal Meier einen Einblick in seine mentale WM-Vorbereitung. 

Zum Thema: Sportpsychologische Vorbereitung auf ein Großereignis

In der aktuellen SRF-Dokumentation “Wir – Weltmeister? Die Unihockey Nati vor der Heim-WM” ist Pascal Meier vor einem Spiegel in der Schweizer Team-Kabine zu sehen. Bis in die Haarspitzen konzentriert. Voller Fokus. Eine unmittelbare Wettkampfvorbereitung für Sportler wie ihn wie aus dem Lehrbuch. Allerdings: Meier war an diesem Tag nur zweiter Torhüter – der Einsatz im Vorbereitungsspiel gegen Schweden war seinem Ersatzmann Patrick Eder vorbehalten. Dennoch hat sich Meier vorbereitet wie für jede andere Partie auch, ganz egal, ob es ein WM-Halbfinale mit ihm im Mittelpunkt oder eben ein WM-Vorbereitungsmatch auf der Ersatzbank ist.

“Pascal Meier ist ein Sportler, der sich sehr gewissenhaft vorbereitet. Dies schätze ich unheimlich an ihm”, sagt Cristina Baldasarre, die den Torhüter seit einigen Jahren begleitet. Insbesondere vor Großereignissen wie der Heim-WM, die vom 5. bis zum 13. November in Zürich und Winterthur stattfindet, erarbeiten die beiden Strategien für die sportliche Leistungsfähigkeit. Baldasarre: “Der Fokus liegt bei Pascal, wie bei allen anderen Sportlern und Sportlerinnen, die sich für die Sportpsychologie entscheiden, darauf, das Selbstvertrauen und die innere Stärke dann abrufen zu können, wenn sie wirklich gebraucht wird.”

Vorbereitung als Schlüssel für Top-Performance

Im Rahmen der Dreharbeiten für die einstündige TV-Dokumentation, welche die Nationalmannschaft hautnah im WM-Jahr begleitet, bekamen Torhüter Meier und Sportpsychologin Baldasarre die exklusive Möglichkeit, als allererste den WM-Schauplatz zu besuchen. Denn die Swiss Life Arena, in der fast alle Schweizer WM-Partien stattfinden werden, wurde bis zum Spätsommer noch erbaut. Entstanden ist die modernste Multi-Event-Arena Europas. In der Doku ist zu sehen, wie Meier im Frühsommer während der Bauarbeiten die Schweizer Teamkabine betritt und mit Bauhelm und Weste Zugang zum Innenraum bekommt. Eindrücke, die er gut für seine Vorbereitung nutzen kann, wie Meier sagt: “Ich befasse mich vorher mit allen Dingen, mit denen ich vor und im Spiel konfrontiert werden könnte, so dass mich Unwichtigkeiten während der Partie nicht ablenken können. Im Spiel will ich den vollen Fokus auf das Geschehen auf dem Feld haben, sozusagen richtig eintauchen.”   

Das Ziel von Pascal Meier benennt er in der Dokumentation ganz klar: Er will Weltmeister werden. Nicht umsonst hat er in den vergangenen Jahren so intensiv wie kaum ein anderer Schweizer Floorball-Nationalspieler in sportpsychologische Skills investiert. Das SRF berichtet umfassend mit Live-Übertragungen von der WM, in Deutschland sind alle Turnier-Spiele auf dem Twitch-Kanal Spontent zu sehen. Die Doku gibt es hier mit deutschen Untertiteln: https://youtu.be/Y-m4fv07XX4

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Cristina Baldasarre
Cristina Baldasarrehttp://www.die-sportpsychologen.de/cristina-baldasarre/

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