Anke Precht: Wie kann ich als SportlerIn negative Glaubenssätze loswerden?

Sind wir selbst im Sport manchmal unser größter Feind oder unsere ärgste Konkurrentin? Aus meiner Zusammenarbeit mit zahlreichen SportlerInnen weiß ich, wie viele von euch die eigene Leistung durch mentale Stockfehler negativ beeinflussen oder das Erreichen des Zieles zumindest gefährden. Hier stelle ich eine Technik vor, die dabei helfen kann, negative Glaubenssätze loszuwerden.

Zum Thema: Den inneren Dialog leiten

Wenn du merkst, dass du immer wieder Gedanken hast, die dich und deine Leistung negativ beeinflussen, kannst du konkret etwas dagegen unternehmen. Einem negativen Gedanken kannst du einen positiven gegenüberstellen. Das machst du am besten so:

  1. Den hinderlichen Gedanken identifizieren. Beispiel: „Das schaffe ich nicht.“
  2. Den hinderlichen Gedanken überprüfen. Frag dich erstens: Kann ich mir hundertprozentig sicher sein, dass der Gedanken zutrifft, dass die Aussage der Wahrheit entspricht? Frag dich zweitens: Was bewirkt dieser Gedanke in mir? Ist er hilfreich für mich?
  3. Wenn du mindestens eine Frage mit “Nein” beantwortet hast, frag dich drittens: Welcher Gedanken wäre hilfreicher für mich und meine Leistung? Diesen Gedanken formulierst du. Beispiel: „Ich könnte für eine Überraschung sorgen.“

Nun kannst du dir diesen neuen Gedanken immer wieder mental vorsagen, bis du spürst, dass du mehr und mehr an ihn glaubst und der alte, negative Gedanke immer seltener auftaucht. Das funktioniert auf Basis meiner Erfahrung in etwa 50% der Fälle.

Innerer Widerstand

Manchmal regt sich aber innerer Widerstand, wenn du dir den positiven Gedanken sagst. Eine Art Gemecker im Hinterkopf. Dann erweiterst du beim Üben den positiven Gedanken um den Nebensatz „…auch wenn ich das noch nicht glaube“. In unserem Beispiel klingt das dann so: „Ich könnte für eine Überraschung sorgen, auch wenn ich das noch nicht glaube.“

Diese Formulierung sorgt dafür, dass die Gegenwehr im Hinterkopf verstummt und die neue Nachricht ungehindert ankommen darf. 

Ein Extra

Akupressurpunkte können die Wirkung der positiven neuen Sätze verstärken und die Umprogrammierung beschleunigen. Sie sind aber nicht unbedingt notwendig.

Du willst intensiver an deinen Glaubenssätzen arbeiten? Dann nimm gern Kontakt zu meinen KollegInnen (zur Übersicht) oder zu mir (zum Profil von Anke Precht) auf. Wir helfen dir gern.

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Anke Precht
Anke Prechthttp://www.ankeprecht.de

Sportarten: Fußball, Marathon, Tennis, Volleyball, Golf, Kickboxen, Bogenschiessen, Reitsport, Taekwondo, MTB, Rasenkraftsport

Offenburg, Deutschland

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