Cristina Baldasarre: Ein Warnsignal der Schweizer Fussballer?

Die Schweizer Fussballwelt ist geteilt: Soll die Meisterschaft nun fertig gespielt werden oder nicht? Vielleicht sogar mit Zuschauern? Am Freitag, den 29. Mai, werden wir es wissen, wenn die Schweizer Fussball League ihren Entscheid bekannt gibt. Die Frage steht nun aber im Raum, ob die Fussballer das überhaupt wollen? Denn gemäss einer Umfrage der Spielergewerkschaft sind zwei Drittel der 140 befragten Spieler für einen Abbruch der Meisterschaft. Bis dahin gilt es, die mentalen Verfassungen der Spieler im Auge zu behalten und – wenn immer möglich – kreativ darauf einzugehen.

Zum Thema: Angst und Druck vor dem Re-Start der Schweizer Fussball League

Welche mentalen Belastungen bei der Wiederaufnahme der Meisterschaft auf die Spieler warten, wurde ich vom SRF gefragt. Den Beitrag haben wir hier eingebunden – ein Klick genügt, um das Stück zu hören:

SRF-Beitrag mit Cristina Baldasarre

Grundsätzlich gilt: Schon seit Wiederaufnahme des Trainings, was unter strengen Schutzmassnahmen und Auflagen erfolgte, sehen sich Spieler mit Ängsten und Herausforderungen konfrontiert, mit denen sie einen neuen Umgang finden müssen. Das Votum der Spieler zugunsten eines Saisonabbruchs kann als Warnsignal verstanden werden.

Cristina Baldasarre

Sportarten: Kunstturnen, Eiskunstlaufen, Synchronschwimmen, Tanz, Unihockey, Fussball, Eishockey, Judo, Tennis, Bogenschiessen, Springreiten, Schiedsrichter und Trainer, Sporteltern

Kontakt:

+41 79 434 09 57

c.baldasarre@die-sportpsychologen.ch

Mehr Infos: Zur Profilseite, zum Kompetenzzentrum mind2win.ch

Kreative Wege in Dänemark

Gefordert sind die Vereine auch über den adäquaten Umgang mit den Sorgen und Ängsten der Spieler hinaus: Meine spontane Idee, bei Geisterspielen Zuschauer per Zoom auf die Grossleinwände zuzuschalten, um so wenigstens etwas Stimmung und Jubel zu erzeugen, wird in Dänemark bereits realisiert. Ohne mein Zutun, übrigens. Offensichtlich hatte ich den Gedanken nicht exklusiv – :). In jedem Fall wurde ein kreativer Weg gefunden: Bei Aarhus GF können Fans im Stadion live dabei sein, indem sie per Video zugeschaltet werden. Dazu wurden 22 Leinwände auf der Tribüne installiert. Die Fans, übrigens auch die Gäste-Supporter, buchen sich quasi ihren virtuellen Sitzplatz und werden für die Spieler sichtbar.

Mehr zum Thema:

Print Friendly, PDF & Email

Aufrufe: 217