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Markus Gretz: Ein paar Gedanken zur Basketball-WM 2019

Die deutsche Basketball Nationalmannschaft ist mit viel Spott und Häme schon in der Vorrunde der Weltmeisterschaft in China aus dem Turnier ausgeschieden. Auch die großen Favoriten USA und Serbien sind früher gescheitert als gedacht. Einmal mehr hat die Sportart Basketball gezeigt, dass Tugenden wie Einsatz und Teamplay essentiell für den Erfolg einer Mannschaft sind und nicht allein die Individuelle Klasse einzelner Akteure ausreicht, um eine Mannschaft zum Erfolg zu führen.

Johannes Wunder: Minibasketball gibt Motivationsschub

Für den Deutschen Basketballbund ist eines klar: mehr Kinder sollen die Liebe zur Sportart Basketball finden. Seitdem nun auch flächendeckend im Schulsportbereich gearbeitet und in vielen Vereinen bereits ab der Altersklasse U8 gespielt wird, hat sich der DBB für umfassende Neuerungen und ein einheitliches Minibasketball-Regelwerk entschieden. Die Regeln werden ab der Saison 2019/2020 verpflichtend und betreffen die Altersklassen U8 bis U12.

Markus Gretz: Sportpsychologie im Schulsport

Die Glocke läutet, Kinder stürmen in die Umkleidekabine und der Lehrer atmet erleichtert durch. Hinter ihm liegen zwei Stunden Schulsport mit 26 Kindern der 5. Klasse. Das Thema war Gerätturnen. Bis auf das Auf- und Abbauen gab es aber wenig, was so richtig klappte. Die Kids waren heute für die geplanten Inhalte nicht zu begeistern. Solche Erlebnisse kennt jeder Lehrer. Aber was ist dagegen zu tun? Und kann die Sportpsychologe vielleicht helfen?

Kommentar: England hat den Beweis erbracht. Elfmeter sind trainierbar

Gerade Pickford bekam im Elfmeterschießen eine gesonderte Rolle zu. Nicht nur, weil er von den fünf Schüssen der Kolumbianer einen gehalten und einer an die Latte fliegen sah, sondern weil er seine Schützen vor zusätzlichen Störfaktoren bewahrte. Der Keeper vom FC Everton holte sich nämlich nach jedem Schuss der Kolumbianer den Ball und übergab diesen dem nächsten Schützen aus seinem Team.

Kommentar von Markus Gretz: Modric Angst vor dem Elfmeter

Nach mehreren Paraden im Elfmeterschießen und mit großem Druck stand Luka Modric kurze Zeit später wieder am Elfmeterpunkt vor Kasper Schmeichel. Warum sollte der Spieler, der eben schon verschossen hatte, sich nochmal in diese Situation bringen?

Kommentar von Markus Gretz: Kein Platz für Politik im Stadion?

Als am Freitagabend Serbien gegen die Schweiz spielte, war einer dieser Konflikte im Stadion deutlich zu spüren. Da bei der Schweiz, unter anderem mit Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri, Spieler mit kosovarischen Wurzeln spielen, hatten die serbischen Fans schnell diese zentralen Akteure als Feindbilder ausgemacht. Bei jedem Ballbesitz wurden die beiden Spieler, deren Familien während des Bürgerkriegs in die Schweiz geflüchtet waren, von den serbischen Fans ausgepfiffen.

Feature: Nur nicht die Kontrolle verlieren

Wollen wir Schwarzmalen? Nein, wir von Die Sportpsychologen kommen lieber von der konstruktiven Flanke und gehen davon aus, dass Mesut Özil und Ilkay Gündogan gut auf alles Erdenkliche vorbereitet sind beziehungsweise sich haben vorbereitet lassen. Denn es gibt Strategien, die auch in Extremsituationen greifen.

Markus Gretz: #mitleibundseele – Alba Berlins Niels Giffey zeigt, wie es...

Für die Praxis bedeutet das, dass es nicht immer nur wichtig ist, welche Mannschaft mit der besseren Taktik oder den besseren Einzelspielern aufs Spielfeld geht. Oft ist ein entscheidender Faktor, mit wieviel Emotionen der Sieg verknüpft ist. Klar, kann man nicht immer nur mit lokalen Spielern spielen, die diese Emotionen durch viele Jahre auf natürliche Weise aufgebaut haben. Durch eine Team- und Vereinskultur, mit vielen positiven Emotionen, Freundschaften und Wertschätzung, wo jeder für den anderen kämpft und wo man sich wohlfühlt, kann aber auch schon in einer Saison eine starke emotionale Bindung aufgebaut werden.

Markus Gretz: Fluch und Segen des Underdogs

Eigentlich rät man Sportlern ja meist, besonders selbstbewusst in den Wettkampf zu gehen. In der Sportpsychologie ist es sogar weit verbreitet, die Körpersprache zu trainieren, um sich selbstbewusster zu fühlen. Ein hohes Selbstbewusstsein, und Selbstvertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit soll Studien (Woodman & Hardy 2003) zufolge einen positiven Effekt auf die sportliche Leistung haben. Deshalb scheint es paradox, dass Teams und Trainer sich öffentlich bewusst möglichst wenig selbstbewusst darstellen. Was wollen diese Trainer also damit bewirken?

Markus Gretz: Teamwork makes the dream work

Außerdem muss an dem Vertrauen der Spieler untereinander gearbeitet werden. Auch hierfür gibt es zahlreiche ausgelutschte Teambuilding-Übungen, bei denen man sich beispielsweise mit geschlossenen Augen in die Arme des Mitspielers fallen lassen muss. Wie auch beim Klettergarten ist dabei vor allem die Auswertung solcher Übungen ausschlaggebend. Viel direkter kann auf das spielspezifische Vertrauen eingegangen werden, wenn man die Spieler beispielsweise eine Liste über die Stärken der Mitspieler anfertigen lässt oder über die Stärken und Schwächen gemeinsam spricht. Diese und ähnliche Übungen schaffen oft eine deutlich bessere und schnellere Übertragbarkeit auf das Spiel als unspezifische Vertrauensspielchen.

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