Danijela Bradfisch: Was wäre, wenn es keine Blockade ist, sondern Entwicklung?

Von einem Tag auf den anderen klappt die Bewegung nicht mehr. Der Spezialwurf geht häufiger daneben als ins Ziel. Die Kür kippt immer an der gleichen Stelle. Im Sport sind solche Blockaden nicht selten. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. So dramatisch sie wirken, stellen sie meist nur eine vorübergehende Herausforderung dar, die durch gezielte Unterstützung lösbar ist. Nicht jedes auffällige Verhalten von Kindern und Jugendlichen ist also “pathologisch” zu deuten, sondern kann Ausdruck eines Entwicklungsprozesses sein, der Begleitung, Stärkung und Orientierung braucht.

Zum Thema: Coaching im Kinder- und Jugendalter

Als Mutter oder Vater oder auch Trainer denkst du jetzt vielleicht: “Naja, stimmt schon, aber es ist doch nur Freizeit- und Breitensport. So schlimm ist es dann doch nicht, dass es gleich die Sportpsychologie braucht.” Da halte ich dagegen. Denn egal ob im Nachwuchsleistungssport oder im Breitensport von Kindern und Jugendlichen: Der Sport ist ein Lernfeld fürs Leben. Kinder und Jugendliche erleben dort täglich echte und wertvolle Situationen: mit Druck umgehen, Rückschläge verkraften, im Team funktionieren, Verantwortung übernehmen, an sich selbst glauben und ihr eigenes Körpergefühl festigen – und sie lernen, damit umzugehen.

Viele dieser Herausforderungen sind ähnlich wie im schulischen oder familiären Alltag – nur greifbarer und direkter. Eine Niederlage, ein Fehler im Spiel, Lampenfieber vor einem Wettkampf – das sind Momente, in denen Entwicklung passiert. Und genau da lohnt es, mit Hilfe der Sportpsychologie anzusetzen. Training entwickelt vor allem den Körper. Coaching ergänzt genau dort, wo es entscheidend wird: im Kopf und im Zusammenspiel mit dem Körper.

Was Coaching bringt

Es hilft Kindern und Jugendlichen:

• ihre Emotionen und Reaktionen zu verstehen

• mit Druck und Unsicherheit umzugehen

• Selbstvertrauen aufzubauen

• Blockaden zu lösen

Das Ergebnis ist nicht nur mehr Leistung, sondern vor allem eine stabile Leistung. Und genau diese Stabilität ist die Grundlage für echte Leistungsentwicklung – im Breitensport wie im Nachwuchsleistungssport. So wirkt Coaching: nicht als Therapie, sondern als Unterstützung, um aus diesen Situationen zu lernen und stärker daraus hervorzugehen. 

Trainer und Eltern haben dabei eine enorme Chance. Sie sind oft die ersten, die solche „Blockaden“ oder Unsicherheiten sehen – und können sie als Entwicklungsschritt begleiten, statt sie vorschnell zu bewerten. Mit der richtigen Unterstützung wird aus einem Problem eine Lernchance.

Fazit

Leistungsschwankungen im Jugendalter sind normal – sie entstehen durch die Dynamik von Körper und Kopf. Wer diese versteht und gezielt begleitet, schafft stabile Leistung und echte Entwicklung. Training macht den Körper besser. Coaching sorgt dafür, dass die Leistung auch abrufbar ist.

Wir von Die Sportpsychologen (zur Übersicht) und ich (zum Profil von Danijela Bradfisch) sind gern bereit, euch gezielt zu unterstützen und zu begleiten. Ich arbeite seit 20 Jahren mit Kindern und Jugendlichen. Für mich ist es eine Berufung, die über Umwege bis heute mein Leben gestaltet und dies auch in Zukunft tun wird. Weil es mir Spass macht, Entwicklungen anzugehen, fortzuführen und immer neue junge Menschen zu begleiten. Sie wachsen zu sehen – trotz oder gerade wegen ihrer individuellen Herausforderungen.

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