Dunja Lang ist eine feste Größe in unserem Expertennetzwerk und bekannt für ihre wissenschaftlich fundierten und gleichzeitig extrem praxisnahe Ansätze. Als ehemalige Profi-Reiterin, Sportpsychologische Expertin und Mentalcoach ist sie mit innovativen Konzepten unterwegs. Nun erscheint ihr Buch „Mental Grand Prix – Souverän im Sattel: Wie du mit dem Reitsport Mentalist System® Bestleistung erreichst“ (Link zu Amazon). Ein Anlass, der uns die perfekte Gelegenheit bietet, tiefer in ihre faszinierende Arbeit mit realen Praxisbeispielen einzutauchen. Denn auch wenn der Titel den Reitsport in den Fokus rückt, sind die Prinzipien universell – ein Leitfaden für jeden Sportler, Trainer und Performer, der im entscheidenden Moment nicht nur funktionieren, sondern souverän brillieren will. Wir freuen uns sehr, Dunja heute bei uns im Interview zu haben.
Interview
Dunja, in deinem Buch beantwortest du die Frage, wie es gelingt, Bestleistungen abzurufen, wenn es darauf ankommt. Dazu ist ja schon viel gesagt worden. Welche Aspekte kommen deiner Erfahrung nach in der Betrachtung oft zu kurz?
Bestleistung gelingt dann, wenn wir aufhören zu kämpfen – gegen die Anspannung, gegen die Fehler und oft genug gegen uns selbst. Stattdessen geht es darum, unser gesamtes System, also unser bewusstes Denken und unser Unbewusstes, auf ein gemeinsames Ziel auszurichten. Es ist der entscheidende Schritt vom reinen „Wollen“, das oft zu Verkrampfung führt, hin zum intuitiven „Können“ und „Lassen“, also in den Flow-Zustand. Das ist der Kern meines Konzepts, das ich auch im Buch beschreibe: „Siegen, ohne zu kämpfen“.
Dieser Wandel ist mehr als nur eine Einstellungsänderung; er ist neurobiologisch fundiert. Viele ambitionierte Menschen, gerade auch im Sport, sind es gewohnt, mit viel Anstrengung, Disziplin und Willenskraft Ziele zu erreichen. Im Sport, besonders in technischen oder feinfühligen Disziplinen, führt diese Strategie jedoch oft dazu, dass unser rationales Gehirn, der Präfrontalkortex, überaktiv wird. Das Ergebnis sind Anspannung, blockierte Intuition und langsamere Reaktionen. Die Lösung liegt darin, vom passiven „Gehirnbesitzer“, der seinen Reaktionen oft ausgeliefert ist, zum aktiven „Gehirnbenutzer“ zu werden. Das bedeutet, das Unbewusste durch gezieltes Training so vorzubereiten, dass die optimalen Abläufe im entscheidenden Moment möglichst automatisch und intuitiv abgerufen werden können, ohne dass der bewusste Verstand den Prozess stört.
An wen richtet sich dein Buch?
In erster Linie richtet sich das Buch an ambitionierte Reiterinnen und Reiter aller Leistungsklassen. Es ist für diejenigen, die entweder an einem spezifischen mentalen Thema wie Turnierstress oder einer Blockade nach einem Sturz arbeiten möchten, aber auch für jene, die bereits gut unterwegs sind und spüren, dass da noch mehr geht – die die letzten fünf bis zehn Prozent ihres Potenzials freisetzen wollen. Viele beschreiben das Gefühl, an eine „gläserne Decke“ zu stoßen, wo mehr technisches Training allein einfach nicht mehr zu besseren Ergebnissen führt. Genau hier setzt das Buch an.
Gleichzeitig habe ich es bewusst so konzipiert, dass auch Sportler und Trainer aus anderen Disziplinen enorm davon profitieren können, insbesondere aus technischen Sportarten wie Skifahren, Biathlon, Golf oder auch aus dem Business-Kontext, wo es ebenfalls um Performance unter Druck geht. Die Beispiele aus dem Reitsport dienen dabei als eine sehr anschauliche Metapher für universelle mentale Herausforderungen. Der Kern des Buches ist eine Einladung an alle, die bereit sind, die Funktionsweise ihres eigenen Gehirns besser zu verstehen und die wirksamen Werkzeuge zu erlernen, um ihre mentalen Prozesse aktiv zu gestalten – also vom „Gehirnbesitzer“ zum „Gehirnbenutzer“ zu werden.
Du sagst im Buch, Reiten ist die Königsdisziplin des Mentalen, warum?
Das liegt an der einzigartigen Rolle des Partners Pferd. Ein Tennisschläger oder ein Paar Ski sind Werkzeuge, die präzise auf die Aktionen des Sportlers reagieren. Ein Pferd hingegen ist ein Lebewesen mit eigener Wahrnehmung, eigenen Emotionen und einer extrem feinen Intuition. Und einer gewissen Unberechenbarkeit. Es gibt ein unmittelbares, ehrliches und ungefiltertes Feedback auf den inneren Zustand des Reiters – und das in Millisekunden. Man kann versuchen, sich selbst etwas vorzumachen, aber ein Pferd spürt sofort, ob man wirklich fokussiert, selbstsicher und im Gleichgewicht ist, oder ob man innerlich zweifelt, angespannt oder abgelenkt ist.
Das Pferd agiert dabei wie ein lebendiger Biofeedback-Verstärker. Jede noch so kleine innere Veränderung – ein Gedanke, ein Gefühl – führt zu minimalen körperlichen Veränderungen in Muskeltonus, Atmung oder Balance. Dieser enge Zusammenhang von Psyche und Körper, das Embodiment, wird vom Pferd sofort wahrgenommen und gespiegelt. Ein kurzer Moment des Zögerns im Kopf des Reiters kann zu einem Zögern des Pferdes vor dem Sprung führen. Eine Welle der Anspannung im Reiterkörper überträgt sich und verhindert die Losgelassenheit des Pferdes in der Dressurlektion. Diese unmittelbare und ungeschönte Rückmeldung macht den Reitsport zu einem unglaublich intensiven Trainingsfeld für mentale Selbstregulation und Achtsamkeit. Man lernt auf eine sehr direkte Weise, wie eng der eigene innere Zustand mit der äußeren Leistung verknüpft ist.
Du hast ja auch dein ganz spezielles „Reitsport Mentalist System®“ als Marke schützen lassen, was hat es damit auf sich? Warum ein spezielles System bzw. Konzept? Was ist der Vorteil?
Die Idee für ein geschütztes System entstand aus einer zentralen Beobachtung in meiner Praxis: Viele Sportler kommen zu mir und haben schon alles Mögliche ausprobiert – Visualisierung, Atemtechniken, positive Selbstgespräche – aber ohne nachhaltigen Erfolg. Das liegt oft daran, dass sie eine Fülle von Techniken anwenden, in einer Weise, die aber nicht zur eigentlichen Ursache ihres Problems passt. Sie suchen, wie ich es im Buch beschreibe, unter der sprichwörtlichen Laterne, weil dort das Licht besser ist, obwohl der Schlüssel ganz woanders im Dunkeln liegt.
Der entscheidende Vorteil des Reitsport Mentalist Systems® ist, dass es kein Sammelsurium von Tipps ist, sondern ein strukturierter, logischer Vier-Schritte-Prozess, der sicherstellt, dass wir zuerst das mentale Muster auf bewusster und unbewusster Ebene analysieren und dann das entscheidende Puzzlestück finden, bevor wir eine Lösung anwenden. Und entscheidend ist für mich dabei eben, das Unbewusste systematisch und fundiert mit einzubeziehen, in die Analyse wie auch die Lösung, mit einem speziellen Konzept aus der Sporthypnose.
- Standortbestimmung, Herausforderungen und Ziele: Wir richten das innere Navigationssystem präzise aus. Wo stehe ich, wo will ich hin? Dabei ist es entscheidend, Ziele zu definieren, die auch das Unbewusste, das Bauchgefühl, mit ins Boot holen, zum Beispiel durch den Fokus auf Prozess- statt reiner Ergebnisziele.
- Mental Deep Dive: Das ist das Herzstück. Mit der Metapher des Eisbergs tauchen wir unter die Oberfläche des Symptoms. Wir schauen, was wirklich hinter der Nervosität oder der Blockade steckt. Ist es ein unverarbeiteter Sturz, ein limitierender Glaubenssatz oder fehlt vielleicht einfach nur das richtige mentale Werkzeug?.
- Action Plan und Coaching Zone: Erst wenn wir aus Schritt 2 Klarheit haben, entwickeln wir einen maßgeschneiderten Plan. Hier kommen dann die passenden Werkzeuge wie Sporthypnose, die Drehbuch-Technik oder auch körperorientierte Verfahren wie PEP® zum Einsatz – aber eben gezielt und passgenau.
- Zielerreichung und Performance-Flow: Im letzten Schritt geht es um die nachhaltige Integration der neuen Fähigkeiten in den Alltag, damit die Veränderung dauerhaft ist und ein Zustand von Performance-Flow immer leichter erreicht werden kann.
Der Vorteil dieses systematischen Vorgehens ist enorme Effizienz und Nachhaltigkeit. Wir vermeiden das frustrierende Herumprobieren und schaffen eine klare, verlässliche Struktur für den Weg zur mentalen Souveränität. Und der Erfolg wird in gewisser Weise planbar durch einen logischen Aufbau, der durch eine Online Plattform mit diversen Modulen, Videos, Audios, Trainingsimpulsen, Arbeitsblättern etc. unterstützt wird.
Wie können SportlerInnen und TrainerInnen, die jetzt nicht Reiter sind, von deinem Buch profitieren?
Die mentalen Prinzipien und Herausforderungen sind absolut universell. Der Druck im Wettkampf, die Angst vor Fehlern, der Umgang mit Rückschlägen, die Notwendigkeit eines messerscharfen Fokus – das kennt jeder Leistungssportler, egal ob auf dem Fußballplatz, auf der Skipiste oder am Schießstand. Das Buch nutzt den Reitsport als eine sehr greifbare Metapher, um diese oft abstrakten mentalen Konzepte lebendig und verständlich zu machen.
Der Transfer ist direkt möglich: Die Fähigkeit, den Fokus auf die ideale Distanz zu einem Sprung zu bündeln, ist dieselbe mentale Fertigkeit, die ein Golfer für einen entscheidenden Putt oder ein Biathlet für den letzten Schuss benötigt. Der innere Dialog, der einen Reiter vor dem Einritt ins Viereck verunsichert, ist identisch mit der Nervosität eines Managers vor einer wichtigen Präsentation.
Ein besonders spannender Transferpunkt ist der Umgang mit Traumata. Ich erkläre im Buch, dass sozialer Schmerz, also die Angst vor Blamage oder öffentlicher Kritik, in denselben Gehirnarealen verarbeitet wird wie körperlicher Schmerz. Damit wird das Kapitel über die mentale Bewältigung von Stürzen plötzlich auch hochrelevant für einen Manager, der ein Projekt an die Wand gefahren hat, oder für einen Athleten, der in den Medien kritisiert wurde. Letztendlich ist das Reitsport Mentalist System® selbst ein universelles Diagnose- und Lösungs-Framework, das auf jede Performance-Herausforderung angewendet werden kann.
In deinem Buch wird ganz speziell auf „Sporthypnose“ eingegangen, du hast ja dazu schon einige Beiträge auch hier veröffentlicht und warst damit auch schon auf Kongressen unterwegs. Für welche Themen, auch jenseits des Reitsports, ist speziell Sporthypnose hilfreich?
Es ist mir wichtig, zuerst mit dem Mythos aufzuräumen, dass Hypnose etwas mit Kontrollverlust zu tun hat. Das Gegenteil ist der Fall: Professionelle Sporthypnose ist ein Werkzeug, um mehr Kontrolle über innere, unwillkürliche Prozesse wie Nervosität, Fokus oder Schmerzempfinden zu gewinnen. Es ist ein natürlicher Zustand tief fokussierter Aufmerksamkeit, den jeder Sportler im „Tunnel“ oder im „Flow“ erlebt.
Die Anwendungsfelder sind enorm breit und gehen weit über den Sport hinaus:
- Automatisierung von Bestleistung: Ein Kernstück meiner Arbeit ist die von mir entwickelte Drehbuch-Technik. Dabei erstellen wir ein detailliertes, multisensorisches mentales „Drehbuch“ für eine optimale Leistung. Dieses wird dann in Hypnose tief im Unbewussten verankert, sodass der Ablauf unter Druck automatisch und intuitiv abgerufen werden kann. Das funktioniert für eine Dressuraufgabe genauso wie für einen Tennisaufschlag, eine musikalische Darbietung oder eine wichtige Verhandlung.
- Comeback und Rehabilitation: Sporthypnose ist ein unglaublich wirksames Werkzeug bei der Genesung nach Verletzungen. Sie kann zur Schmerzregulation eingesetzt werden, was wissenschaftlich gut belegt ist. Zudem können wir durch mentales Training von Bewegungsabläufen in der Vorstellung den Muskelabbau während einer Ruhigstellung reduzieren und die neuronalen Bahnen aktiv halten. Das beschleunigt den Wiedereinstieg enorm, egal in welcher Sportart.
- Bewältigung von Ängsten und Blockaden: Hypnose ist eine der effektivsten Methoden, um spezifische Ängste, Phobien oder Panikattacken aufzulösen – sei es die Angst vor einem bestimmten Sprung, die Angst vor öffentlichem Reden oder Flugangst.
- Energiemanagement und Regeneration: Gerade für Athleten oder Führungskräfte mit einem hohen Reise- und Stresspensum ist die Fähigkeit, durch Selbsthypnose schnell in einen tiefen Erholungszustand zu kommen, ein unschätzbarer Vorteil, um die eigenen Akkus wieder aufzuladen und den Schlaf zu verbessern.
- Auflösung limitierender Glaubenssätze: Oft sind es unbewusste Überzeugungen wie „Ich bin nicht gut genug“ oder „Ich mache immer im entscheidenden Moment Fehler“, die uns sabotieren. Hypnose ermöglicht einen direkten Zugang zu diesen tiefen Mustern, um sie zu bearbeiten und aufzulösen.
- Veränderung unerwünschter Gewohnheiten: Auch außerhalb des Sports wird Hypnose erfolgreich eingesetzt, zum Beispiel zur Raucherentwöhnung oder beim Gewichtsmanagement, indem neue, gesündere Verhaltensmuster im Unbewussten verankert werden.
- Stärkung von Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl: Durch die Arbeit mit inneren Ressourcen und positiven Suggestionen kann das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten nachhaltig gestärkt werden.
Uns erreichen ja immer wieder Fragen auch zum Thema „Trauma“ und Blockaden nach Stürzen und Verletzungen. Reiten ist ja auch eine Sportart, bei der das Thema hochgradig relevant ist. Welche Erfahrungen hast du dazu, eigene Erfahrungen, du kommst ja aus dem Reitsport und natürlich auch aus dem Coaching?
Dieses Thema liegt mir persönlich sehr am Herzen, denn mein eigener Weg in die Psychologie und ins Mentalcoaching begann mit einem schweren Sturz vom Pferd. Die körperlichen Verletzungen heilten, aber die mentale Blockade, die Angst und Unsicherheit, blieben. Die üblichen Ratschläge und Tools haben nicht geholfen. Diese eigene Erfahrung hat mir ein tiefes Verständnis und eine große Empathie für Athleten in ähnlichen Situationen gegeben.
Aus neurobiologischer Sicht ist heute klar, warum solche Blockaden so hartnäckig sind. Ein traumatisches Ereignis überfordert die Verarbeitungskapazitäten unseres Gehirns. Die Erinnerung wird nicht als geordnete Geschichte abgespeichert, sondern in Fragmenten – Bilder, Körpergefühle, Emotionen – die im Angstzentrum und im Körpergedächtnis „stecken bleiben“. Wenn später ein Trigger auftaucht, der an das Ereignis erinnert, wird das gesamte alte Alarmprogramm reaktiviert, und es fühlt sich an, als würde die Gefahr im Hier und Jetzt erneut geschehen. Deshalb kann man sich nicht einfach mit Willenskraft darüber hinwegsetzen.
Der Schlüssel zur Lösung ist nicht Verdrängung, sondern eine gezielte Verarbeitung. In meinem Coaching nutze ich dafür spezielle, wissenschaftlich fundierte Methoden wie PEP® – eine Form der „Klopftechnik“, die das Nervensystem reguliert – oder auch spezifische hypnotherapeutische Verfahren und EMDR. Diese Techniken helfen dem Gehirn, die blockierte Information zu prozessieren und die emotionale Ladung zu neutralisieren. Die Erinnerung wird nicht gelöscht, aber sie verliert ihre bedrohliche Macht. Und diese Prinzipien sind universell. Ich coache beispielsweise auch alpine Skifahrer nach schweren Stürzen – die mentalen Mechanismen und die Lösungswege sind exakt die gleichen.
Wie können aus deiner Sicht Menschen mit Performance Herausforderungen, zum Beispiel auch im Beruf oder außerhalb des Sports, von der Sportpsychologie profitieren?
Enorm, denn die Prinzipien sind 1:1 übertragbar. Eine entscheidende Präsentation vor dem Vorstand, eine anspruchsvolle Operation im OP-Saal oder ein wichtiges Verkaufsgespräch – all das sind Performance-Situationen, die den gleichen mentalen Anforderungen unterliegen wie ein sportlicher Wettkampf.
Die Sportpsychologie bietet einen riesigen Werkzeugkasten an erprobten Strategien, von denen jeder profitieren kann:
- Umgang mit Druck: Zu lernen, wie man die körperliche Stressreaktion reguliert, wie man Druck als positive Energie umdeutet und auch unter Anspannung einen klaren Kopf bewahrt, ist im Berufsleben Gold wert.
- Fokussierung: Die Fähigkeit, in einer reizüberfluteten Umgebung alle Ablenkungen auszublenden und sich voll auf die anstehende Aufgabe zu konzentrieren, ist eine Kernkompetenz für Erfolg in jedem Bereich.
- Resilienz: Sportler lernen, mit Niederlagen umzugehen. Diese Fähigkeit, Rückschläge nicht als persönliches Versagen, sondern als Lernchance zu sehen und gestärkt daraus hervorzugehen, ist für die berufliche Karriereentwicklung entscheidend.
- Mentale Vorbereitung: Techniken wie die Drehbuch-Technik sind perfekt, um sich mental auf wichtige Meetings, Verhandlungen oder öffentliche Auftritte vorzubereiten. Man kann den gewünschten Zustand von Souveränität und Klarheit im Vorfeld verankern und dann im entscheidenden Moment abrufen.
Letztendlich lehrt uns die Sportpsychologie, dass Erfolg in jedem Bereich ein „inneres Spiel“ ist. Wer lernt, die eigene innere Welt – Gedanken, Emotionen, Fokus – zu meistern, hat die besten Voraussetzungen, um auch jede äußere Herausforderung zu bewältigen.
Gibt es Beispiele aus deiner Coaching-Praxis, bei denen du gemerkt hast: Hier hat mentale Arbeit wirklich alles verändert?
Ja, diese Momente erlebe ich zum Glück sehr häufig, und sie sind der Grund, warum ich meine Arbeit so liebe. Ich hatte schon Reiterinnen, die kurz davor waren, den Sport aufzugeben oder ihr Pferd zu verkaufen, weil Ängste und Blockaden überhand genommen hatten. Wenn man dann gemeinsam den Schlüssel findet und sie nach kurzer Zeit wieder mit Freude und Erfolg im Sattel sitzen, ist das unglaublich erfüllend.
Ein besonders eindrückliches Beispiel ist die Geschichte einer talentierten Springreiterin, nennen wir sie „Tatjana“, die auf einem bestimmten Leistungsniveau feststeckte. Im Training lief alles super, aber auf dem Turnier war sie extrem angespannt, machte Fehler und ärgerte sich maßlos. Der „Mental Deep Dive“ offenbarte, dass die Ursache nicht nur ihr Perfektionismus war, sondern ein tief sitzender, unbewusster Konflikt mit ihrem Vater, gekoppelt an ein spezifisches, unverarbeitetes „soziales Trauma“ – eine Situation, in der sie von ihm auf dem Abreiteplatz vor anderen bloßgestellt wurde. Ihre Angst vor Fehlern war in Wahrheit die panische Angst, dieses Gefühl der Scham erneut zu erleben.
Nachdem wir diese Wurzel erkannt hatten, konnten wir gezielt daran arbeiten. Wir haben das alte Erlebnis mit traumaspezifischen Methoden bearbeitet und mit der Drehbuch-Technik eine neue, kraftvolle mentale Routine für das Turnier etabliert. Der Erfolg war durchschlagend: Sie überwand nicht nur ihre Blockade, sondern gewann kurz darauf ihre erste Prüfung auf dem nächsthöheren Niveau. Das zeigt so deutlich: Wenn man die wahre Ursache findet und bearbeitet, kann sich das gesamte System neu ausrichten und das volle Potenzial entfalten. Ähnliche Durchbrüche erlebe ich auch bei Sportlern mit chronischen Schmerzen, die nach der Bearbeitung eines Traumas plötzlich verschwinden, oder bei Kadersportlern, die nach jahrelanger Stagnation plötzlich den Sprung an die internationale Spitze schaffen.
Wenn jetzt jemand neugierig ist auf dein Buch, wo findet man es?
Das Buch „Mental Grand Prix“ ist ab sofort auf Amazon erhältlich. Zum Start gibt es das E-Book für einen sehr limitierten Zeitraum zum Einführungspreis von nur 1,99 Euro. Eine Print-Version wird in Kürze folgen und dann ebenfalls über Amazon und den regulären Buchhandel verfügbar sein. Man braucht übrigens kein Kindle-Gerät, die kostenfreie E-Book-App von Amazon funktioniert auf jedem Smartphone oder Tablet.
Das Besondere ist, dass der Kauf weit mehr als nur das Buch beinhaltet. Über einen Link bzw. QR-Code im Buch erhält man Zugang zu wertvollen, kostenfreien Bonus-Ressourcen, die den Transfer in die Praxis enorm erleichtern:
- Das komplette Hörbuch: So kann man die Inhalte auch unterwegs hören.
- Ein einstündiges Video-Training mit Workbook: Dieses begleitet die Leser intensiv bei ihrem persönlichen „Mental Deep Dive“, um die eigenen Muster zu analysieren und die wahren Hebel für Veränderung zu finden.
- Ein kostenfreies Strategiegespräch: Wer ein eigenes konkretes Anliegen hat und tiefer einsteigen möchte, hat die Möglichkeit, ein persönliches Gespräch mit mir zu führen, um die eigenen Herausforderungen zu besprechen und einen individuellen Plan zu entwickeln.
Der einfachste Weg, alles zu finden, führt über meine Website unter der Adresse:
https://dunja-lang-mentalcoaching.de/buch
Ich freue mich über jede/n, der neugierig geworden ist und natürlich über Feedback zum Buch!
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