Ein Abend mit Dr. Michael Kölmel, Frank Engel und Mathias Liebing in der Mädler Villa Leipzig
Dr. Michael Kölmel ist der Bauherr des Leipziger WM-Stadions. Und wichtiger Wegbereiter für RB Leipzig. Mehr noch: Der Filmunternehmer, der als Fan und bis heute am Erfolg von Union Berlin beteiligt ist, ist sogar einer der ersten Fußballinvestoren in Deutschland. Einer, der wenige Jahre nach der Wende vor allem ostdeutschen Klubs mit gezielten Finanzspritzen wieder auf die Beine helfen wollte. Einer, der seiner Zeit immer ein Stück voraus war. In Leipzig versuchte er sein Glück beim FC Sachsen und auch bei Lok. Später machte er aus dem Zentralstadion eine WM-Arena für das Sommermärchen 2006. Und schuf damit die Grundlage, dass Red Bull die Stadt Leipzig zurück auf die europäische Fußballlandkarte brachte.
Frank Engel wäre sicher DDR-Nationaltrainer geworden, wäre die Mauer nicht gefallen. Stattdessen arbeitete er in den 1990er Jahren für Chemie, Union Berlin, den 1.FC Magdeburg, den FC Carl Zeiss Jena, Rot-Weiß Erfurt und 1.FC Markkleeberg. Beim früheren Europapokalsieger in Magdeburg schlief er zeitweise sogar in der Schiedsrichterkabine, weil der Verein kein Geld für ein Hotelzimmer oder eine noch so kleine Wohnung hatte. Später wurde er in der Bundesliga erfolgreicher Co-Trainer bei Eintracht Frankfurt, Alemannia Aachen und Hansa Rostock. Im Herbst seiner Trainerkarriere verpflichtete ihn der DFB, wo Talente wie Kai Havertz, Mesut Özil und Benedikt Höwedes. Frank Engel hat im Fußball nahezu alles erlebt.
Mathias Liebing ist der Autor des Buches Plattgemacht. Einem Buch, was die Geschichte des Ostfußballs erzählt, wie sie war. Mit Brüchen, Grausamkeiten, Fehlern und vielen persönlichen Geschichten. Im Buch kommen neben Dr. Michael Kölmel und Frank Engel unter anderem auch Bundesliga-Manager Reiner Calmund, Union-Präsident Dirk Zingler, Dynamo Dresden-Legende Ralf Minge oder der Rostocker Rapper Marteria zu Wort. Wichtig: Es sprechen keine Besser-Wessis über ostdeutsche Wendeverlierer und umgekehrt. Sondern das Buch zeigt auf, wie der Ausverkauf des Ostfußballs vonstatten ging, welche bunten Blüten er trieb, wo bis heute Trümmerfelder geblieben sind und wie sich viele Vereine in den neuen Bundesländern nun neu erfunden haben.
Infos:
Mädler Villa Leipzig, Hans-Driesch-Straße 2, 04179 Leipzig-Alt-West (Link zu Google Maps)
Freitag, 4. Dezember, 18:00 bis 19:30 Uhr
Hinweis: Der Weihnachtsmarkt in der Mädler Villa öffnet bereits um 15 Uhr und endet ca. 20:30 Uhr.
Vor Ort ist das Buch „Plattgemacht. Wie der Westen den ostdeutschen Fußball zerstörte“ (Edel Sports Verlag, mehr Infos) von Mathias Liebing für 22,99 EUR zu erwerben. Gern signiert der Autor und dessen Gäste einzelne Bücher.
Ticketbestellung
Preis: 12 EUR
(an der Abendkasse kostet das Ticket 15 EUR, es wird vor Ort um Zahlung mit Bargeld gebeten)
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