Elvina Abdullaeva: Schnell im neuen Team ankommen

Keine zwei Wochen ist der Ukrainer Yevhen Konoplyanka nun Schalker. Sein erstes Spiel für die Königsblauen hat er zwar mit 0:2 gegen den FC Bayern München verloren, allerdings bot der vom FC Sevilla geholte Mittelfeldmann eine hervorragende Leistung. Das Publikum in der Veltins Arena verabschiedete ihn bei seiner Auswechslung mit einem herzlichen Applaus. Ist Konoplyanka auf dem Weg, ein echter Schalker zu werden? Gut möglich, allerdings müssen er und seine neuen Mitspieler ein paar einfache Fehler vermeiden, die auch ganz normalen Sportlern das Leben bei einem Vereinswechsel schwer machen.

Zum Thema: Welche drei Dinge sollten Spieler beachten, wenn sie neu zu einer Mannschaft kommen?

Wenn wir in einen neuen Job anfangen, fühlen wir uns alle immer unsicher und etwas unwohl. Der Anfang für einen neuen Mitarbeiter ist wegen der Ungewissheit in der Regel sehr schwierig, weil der Einzelne noch nicht genau weiß, was ihn erwartet und ob er mit den Veränderungen, welchen er sich auf jeden Fall stellen muss, klar kommt. Es ist egal, ob wir über eine Sportmannschaft oder ein wirtschaftliches Unternehmen sprechen. Es braucht Zeit, bis ein Neuling sich im Team einlebt. Aber je schneller und harmonischer dieser Integrationsprozess verläuft, desto bessere Leistung zeigt der Mensch, sprich Sportler. Und  das liegt in einem direkten Interesse sowohl des Sportlers selbst, als auch der ganzen Mannschaft. Daher ist es wichtig ein paar Regeln zu beachten, die Ihnen helfen, sich erfolgreich in das neue Team zu integrieren und ein vollwertiges Mitglied des Teams zu werden.

  1. Seien Sie hoch engagiert und bescheiden.  

Solange Ihr neues Team Sie noch nicht so gut kennengelernt hat und Sie nicht genug Autorität haben, richten Sie Ihre Energie darauf, die Mitspieler besser kennenzulernen und sich als ein zielstrebiger und fleißiger Sportler zu zeigen.

Erstens, interessieren Sie sich für die Lebensweise der Mannschaft, die formalen und non-formalen Regeln. Investieren Sie in die Beziehungen mit den Teammitgliedern, sammeln Sie die Information über Mannschaftskultur, welche sich in den Kleinigkeiten zeigt: “Worüber sprechen Mitspieler während des Essens oder in der Kabine? Wie reagieren sie auf die Anweisungen vom Trainer? Welche Atmosphäre herrscht im Team?”

Zweitens, zeigen Sie eine ehrliche Bestrebung nach einem guten Beitrag für das Mannschaftsspiel zu leisten und nützlich zu sein.  Die Menschen spüren sowas sehr gut: “Wozu ist der Neuling gekommen? Nur ausschließlich wegen des persönlichen Gewinns, oder will er auch dem ganzen Team zu helfen.” Also, deswegen setzten Sie sich gut im Training und in den Spielen ein.

  1. Fragen Sie nach einem „Mentor“

Klären Sie mit dem Trainer, ob es am Anfang möglich ist, einen Mitspieler an die Seite zu bekommen, der quasi dafür sorgt, dass Sie gut im Team ankommen. Am besten es soll ein erfahrener Spieler sein, der auch Autorität in der Mannschaft hat. Derjenige, der Sie zu einer privaten Party oder zu einem Geburtstags einlädt, wo Sie und die Anderen sich besser und in entspannte Atmosphäre kennenlernen können. Bitten Sie wiederum den „Mentor“ noch mehr über das Team und über den Trainer zu erzählen, ein Paar nützliche Fakten, die man im Alltag braucht, z.B. “der Coach hasst, wenn wir zum Training später kommen“ oder „auf gar kein Fall während der Spielnachbesprechung zum Handy greifen“. Solche Infos helfen, sich im Team zu orientieren und zu verstehen, was von Ihnen erwartet wird (Virovec, 2013).

  1. Seien Sie geduldig

Falls die erste Begegnung mit der Mannschaft unterkühlt war, ist eines wichtig zu wissen: Eine skeptische Reaktion ist ganz normal, wenn man einer neuen Person oder sich in einer neuen Situation wiederfindet. Das ist reiner Selbsterhaltungstrieb, es wird einfach überprüft, ob dieser Mensch oder die Situation für uns eine Gefahr darstellt oder nicht. Deswegen, wenn Sie in ein neues noch „fremdes“ Team kommen, seien Sie sich bewusst, dass Sie nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen werden. Es ist wichtig, Geduld und Verständnis zu haben. Diese kleine aber sehr wichtige Übung wird Ihnen dabei helfen (Roach, 2015):

Schließen Sie die Augen und versuchen Sie sich in die Position ihrer neuen Teammitglieder hineinzuversetzen. Denken Sie darüber nach, wenn Sie ein alteingesessener Spieler wären und es käme ein Neuling hinzu. Was würden Sie von diesem Newcomer erwarten, damit der Kontakt sich schnell aufbaut und er Ihnen und Ihrem Team geholfen hätte, bessere Leistung zu zeigen?

Die Ideen, die in Ihrem Kopf auftauchen sind genau der Schlüssel, was Sie als Neuling alles dafür tun können, sich bestmöglich in das Team zu integrieren. Es bleibt, diese Gedanken lediglich in die Tat umzusetzen. Also, viel Erfolg bei Ihren neuen beruflichen Start!

 

Quellen

Roach, M. (2015). Der Diamantschneider: Die Weisheit der Diamanten. Buddhistische Prinzipien für Beruflichen Erfolg und privates Glück. Aufl. 4.Hamburg: Edition Blumenau

Virovec, Y. (2013) (Вировес, Ю.) Адаптация на рабочем месте. Правила выживания. Caнкт-Петербург: Питер

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