Depression im Sport

Psychische Krankheiten sind auch im Leistungs- und Freizeitsport allgegenwärtig. Warum? Nicht, weil sportlicher Wettkampf per se krank macht, sondern weil diese Erkrankungen menschlich sind. Sportpsychologen und qualifizierte Mentaltrainer können die wichtige Funktion erfüllen, Muster für etwaige Problemlagen zu erkennen, als Erstansprechpartner zur Verfügung zu stehen und im Netzwerk mit klinischen Experten gezielt Hilfe zu vermitteln. Hier haben wir einige Texte zum Thema "Depression im Sport" zusammengefasst.

Hilfe für Sportler mit depressiven Problemen

Die Geschichte von Dennis Zimmermann wühlt auf. Nachdem der Ex-Footballstar sich Anfang 2017 in einem Insiderbericht gegenüber Miriam Kohlhaas (Link zum Text) als depressiv outete, wurde die Geschichte eines der besten deutschen Quarterbacks kürzlich...

Dr. Hanspeter Gubelmann: Kranker Spitzensport – Wenn Könige zu ängstlichen Mäusen mutieren

Es traf mich heftig, als ich vor wenigen Wochen vom tiefen Fall des Olympiasiegers Christian Schenk erfuhr. Ende August gab er in einem Interview jahrelanges Doping zu, sprach von gravierenden psychischen Problemen und kündigte medienwirksam seine Autobiographie an: „Riss – mein Leben zwischen Hymne und Hölle“. Für mich war Christian Schenk tatsächlich ein König der Leichtathletik, auch ein sportliches Vorbild in meiner Aktivzeit als Leichtathlet und Zehnkämpfer. Sein „Zerrbild“ als (unverändert!) legitimer Zehnkampf-Olympiasieger von 1988 und der Vorstellung eines an Wahnzuständen leidenden Patienten, der sich im Alltag nicht mehr vor die Haustüre traute, macht mich betroffen.

Johanna Constantini: Welttag der seelischen Gesundheit – Wenn psychische Erkrankungen den Wettkampf bestimmen

Im Jahr 1992 wurde mit dem Welttag der Psychischen Gesundheit erstmals auf psychische Erkrankungen aufmerksam gemacht. Seit vielen Jahren steht der World Mental Health Day jedes Jahr am 10. Oktober unter einem anderen Motto. Heuer widmet er sich weltweit dem Thema Suizidprävention.

Prof. Dr. Oliver Stoll: Macht Fußball depressiv?

Anfang Oktober ließ eine Meldung bei www.sportschau.de meine Aufmerksamkeit schlagartig ansteigen. Es wurde gemeldet, dass eine Studie gezeigt habe, dass jeder dritte Fußballer gefährdet sei, an einer Depression zu erkranken. Als Quelle wurde die...

Elvina Abullaeva: Depression erkennen lernen

Was ist schlimmer für einen Profisportler, Kreuzbandriss oder Depression? Bei einem Kreuzbandriss dauert die Reha in der Regel sechs bis acht Monate, bis der Sportler wieder einsatzbereit ist. Aufgemerkt: Die Behandlungsdauer bei Depressionen ist...

Dennis Zimmermann: NO REGRETS! (Warum fragen wir nicht einfach die Besten? Episode 2)

Ich wusste in diesem Moment, dass ich dieses Spielfeld nie wieder betreten können würde. Alle zerbrach in diesem Moment für mich - mein ganzes Leben. Ich schaute in die fassungslosen Gesichter der Jungs um mich herum und fing an zu weinen. Ich weinte aus lauter Verzweiflung in der gleichen Kabine, in der ich die letzten Jahre noch die Deutschen Meisterschaften gefeiert hatte.

Dr. Hanspeter Gubelmann: Der Seele Zeit geben, bis sie nachkommen kann…

Was braucht es im Spitzensport, um langfristig erfolgreich sein zu können? «Mental toughness» lautet aus Sicht der angewandten Sportpsychologie die präferierte Antwort. Tatsächlich unternehmen wir im Rahmen des Trainings mentaler Fähigkeiten und...

Dr. René Paasch: Prävention statt Burnout im Leistungsfußball

Die Erkenntnis, dass es sich bei Burnout um keine persönliche Schwäche handelt, sondern um eine Folge extremer Faktoren ist sehr wichtig. Der nötige erste Schritt ist das sich eingestehen, dass ein Problem vorliegt. Befindet sich der Betroffene im Frühstadium, können selbst definierte Veränderungsschritte (Gespräche, Problemlösungen, Ausgleich, etc.) ausreichen. Je weiter fortgeschritten und je länger die Problematik andauert, desto schwieriger wird die Bewältigung ohne professionelle Hilfe.
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