Falk Cierpinski: Der Kopf gibt immer als erstes auf

Der Ausdauersportler Falk Cierpinski arbeitet seit dem Berlin Marathon 2013 mit dem Prof. Dr. Oliver Stoll als sportpsychologischen Berater zusammen. In einem Kurz-Interview äußert sich einer der erfolgreichsten deutschen Marathonläufer zu seinen Erfahrungen mit der Sportpsychologie.

Falk Cierpinski, was hat dich zur Zusammenarbeit mit dem Sportpsychologen Prof. Dr. Oliver Stoll bewegt?

Ich hatte über viele Jahre Probleme mit Seitenstechen beim Marathonlaufen. Die Häufung von Negativerlebnissen im Rennen hatte irgendwann auch Auswirkungen auf meine Psyche, wodurch dieses Problem wiederum nochmals verstärkte.

Was hat sich seither bei dir in Training und Wettkampf verändert?

Meine Einstellung und Herangehensweise sind spürbar positiver und von weniger Druck gekennzeichnet.

Wenn ja, in welcher Weise wirken sich die sportpsychologischen Methoden auf die sportliche Leistung aus?

Negative oder positive Bilder im Kopf haben großen Einfluss auf die Leistung im Wettkampf. Der Kopf gibt immer als erstes auf, dann erst der Körper. Wenn der Kopf gut vorbereitet und stark ist, geht es im Wettkampf einfach erfolgreicher.

Wie lauten die nächsten Ziele, die du ggf. mit dem Sportpsychologen Prof. Dr. Oliver Stoll definiert hast?

Wir bereiten einen Herbstmarathon vor.

Ist die Zusammenarbeit mit Sportpsychologen im Ausdauersport in Deutschland schon verbreitet? Sieht dies international anders aus?

Es ist schon verbreitet, wird meiner Meinung nach aber noch zu wenig genutzt. Die meisten Rennen werden im Kopf gewonnen!

 

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