Alexander Schneider: Auch im österreichischen Profifußball werden die Berührungsängste gegenüber der Sportpsychologie kleiner

Bei der Veranstaltung “Die rote Couch – Das Sportpsychologie-Barcamp” am ersten Juni-Wochenende in Bochum sind Experten und Insider aus ganz Deutschland und sogar aus der Schweiz und Österreich vor Ort. Wir freuen uns, Alexander Schneider aus Wien auf unserer roten Couch begrüßen zu dürfen. Er arbeitet als Sportpsychologe beim FK Austria Wien.

Alexander Schneider, welche Bedeutung hat die Sportpsychologie im österreichischen Fußball?

Eine zunehmend wachsende, mittlerweile sind bei allen Akademien wie auch bei den Junioren-Nationalteams Sportpsychologen bereits Standard. Auch im Profifußball werden die Berührungsängste immer kleiner und greifen vermehrt Vereine und einzelne Spieler auf deren Dienste zurück.

Wie sieht ihr Alltag als Sportpsychologe bei der Austria aus?

Meine Arbeit gliedert sich in Einzelarbeit mit ausgewählten Spieler, Einzelarbeit mit den Trainern und Mannschaftsarbeit. Je nach Zeitpunkt in der Saison ist die Gewichtung dabei unterschiedlich.

Wie haben Sie die Diskussion um die Aussagen von Weltmeister Per Mertesacker über den Leistungsdruck im Profi-Fußball verfolgt? Gibt es eine solche Auseinandersetzung mit dem Thema auch in Österreich?

Aktuell noch nicht, überraschenderweise hat das Mertesacker-Interview hier kaum hohe Wellen geschlagen. Natürlich ist der Leistungsdruck an der absoluten sportlichen Spitze also in einer internationalen Topmannschaft noch einmal deutlich höher als beispielsweise in der österreichischen Bundesliga.

Was erhoffen Sie sich von Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung “Die rote Couch – Das Sportpsychologie-Barcamp” in Bochum?

Einen regen fachlichen Austausch mit den Kollegen vor Ort und natürlich auch Vernetzungsmöglichkeiten für mögliche zukünftige gemeinsame Treffen oder Kooperationen.

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